Doch Falkenpärchen kann Projekt noch gefährden - Geplanter Startschuss im März
Frintroper Wasserturm soll zum leuchtenden Wahrzeichen werden

Probeleuchten in Frintrop: Zukünftig soll der Wasserturm aber nicht nur in einer Farbe erstrahlen.
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  • Foto: Heck
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Im Mai soll der Wasserturm zum leuchtenden Wahrzeichen werden Die Idee, den Frintroper Wasserturm als leuchtendes Wahrzeichen für den Stadtteil in Szene zu setzen, ist nicht neu. Sie wurde bereits im Jahr 2017 im Rahmen des Stadtteilentwicklungsprozesses Frintrop / Bedingrade geboren. Mit der Umsetzung geht es jetzt voran und im Mai soll es dann heißen: "Licht an".

Das Team der Kümmerer, das für Grün, Sauberkeit und Gestaltung zuständig ist, hat schon viel im Stadtteil bewirkt.
Die Beete in Oberfrintrop und die Blumenkübel wurden gestaltet und liebevoll bepflanzt. Für die Bemalung der Trafohäuschen in der Gleisschleife haben Schüler der Altfriedschule Motive von James Rizzi ausgesucht und mit großzügiger Unterstützung der Frintroper Malerfirma Thomas Paul auf die Häuschen gezaubert.
Anfang des Jahres 2018 nahm dann auch die Beleuchtungsidee langsam Gestalt an. „Dass das ein größeres Projekt wird, war mir ja klar. Aber man kann ja mal anfangen“, davon war Hannelore Heck, eine der Kümmerinnen, überzeugt. Als sie erfuhr, dass Absolventen des Hans-Sachs-Berufskollegs für ihre Technikerprüfung Projekte entwickeln, die sich mit der Beleuchtung von Objekten befassen, war der Kontakt zur Schule schnell hergestellt.

Ortstermin mit allen Verantwortlichen

Ebenso schnell war der Rest in trockenen Tüchern. Nach einem Ortstermin mit den Verantwortlichen des Berufskollegs, der Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft als Eigentümerin des Wasserturms und dem Denkmalschutz war man sich einig. Die Planungen konnten beginnen.
Alexander Fisser, Fabian Schmitz und Alexander Thelen erarbeiteten das Beleuchtungskonzept und formulierten folgendes Ziel: „Unser Anliegen bei diesem Projekt besteht darin, den Stadtteil Essen-Frintrop durch eine objektive, wetterabhängige Beleuchtung des Wasserturms zu verschönern. Dabei sollen der Wasserturm und seine naheliegende Umgebung je nach Wetterabhängigkeit individuell angestrahlt werden.“

Farbe wechselt je nach Temperatur

Der Wasserturm wird also nicht nur in einer Farbe erstrahlen – die Farbe wechselt je nach Temperatur. Zunächst hatte man sich für Blau entschieden. „Davon sind wir aber abgekommen, da sonst zu viele Insekten angezogen werden“, weiß Heck. In Hellgrün, Dunkelgrün, Orange und Rot wird der Turm in Zukunft leuchten, „je wärmer, desto mehr Rot“, erklärt die Expertin.
Durch die Zusammenarbeit mit dem Berufskolleg entstehen den Kümmerern 'nur' die reinen Materialkosten. „Die für Planung, Entwicklung und Arbeit fallen weg", freut sich Heck und versichert: "Nur deshalb ist es uns möglich, ein solch großes Projekt überhaupt zu stemmen.“ Doch auch die Materialkosten von 12.300 Euro wollen bezahlt werden und dafür sucht Hannelore Heck noch weitere Sponsoren.

Falken-Nest oben am Turm

„Seit fast einem Jahr arbeiten wir jetzt an dem Projekt und es ist mir ans Herz gewachsen“, verrät die Frintroperin. Allerdings könnte ein Thema noch zum Problem werden.
Auf dem Wasserturm hat ein Falkenpärchen sein Nest. Jetzt muss geklärt werden, ob die Tiere durch das Licht gestört werden. „Der Turm wird nur bis unterhalb des Behälters angestrahlt, das Nest ist oben auf dem Behälter." Noch sind die Gespräche mit dem Naturschutz nicht beendet. Das Ergebnis steht aus. Hannelore Heck und ihre Mitstreiter hoffen aber ganz fest, dass im Mai der rote Knopf für die Lichtanlage gedrückt werden kann.  

Text: Doris Brändlein

Probeleuchten in Frintrop: Zukünftig soll der Wasserturm aber nicht nur in einer Farbe erstrahlen.
Hannelore Heck arbeitet seit einem Jahr an dem Projekt. Wenn alles klappt, soll die Beleuchtungsidee ab Mai umgesetzt sein.

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