Gefährlicher Spaziergang durchs Hexbachtal

Das Hexbachtal, das Naherholungsgebiet zwischen Bedingrade und Mülheim, liegt genau vor der Haustür von Peter Häuser. Die Waldwege dort haben der Essener und sein Hund gerne zu ausgiebigen Spaziergängen genutzt. Doch auch Monate nach Sturmtief Ela ist die Nutzung der Wege aufgrund der Gefahrenlage nicht möglich.

Das Chaos in den Essener Wäldern hat begonnen sich zu lichten. Das nicht mehr im Straßenbereich nutzbare technische Gerät wurde in den letzten Wochen des vergangenen Jahres auf ersten Waldwegen eingesetzt, um die Gefahr herabstürzender Äste und Kronenteile oder umfallender Bäume zu bannen.
So konnte das Regionalforstamt Ruhrgebiet in dieser Woche das Betretungsverbot für alle offiziellen Waldwege in den Essener Wäldern nördlich der A40 - südlich sind es bisher nur Teilbereiche - aufheben.

Wege sind teilweise noch in einem schlimmen Zustand

Doch mit starken Einschränkungen. „Die Wege im Hexbachtal sind in einem teilweise schlimmen Zustand. Durch die umgestürzten Bäume und die Errosion nach dem vielen Starkregen der vergangenen Wochen bleibt an einigen Stellen kaum eine Wegbreite von 60 Zentimetern“, weiß der Essener.

Wurzelkrater, Unebenheiten, Spurrillen

Auch im Schlosspark und den anderen freigegebenen Gebieten ist längst noch nicht alles wieder wie vor dem Sturm. „Sie sind zwar begehbar,doch Wurzelkrater, Spurrillen und Unebenheiten sind orkanbedingte Schäden und Gefahrenstellen, auf die man noch achten muss“, heißt es dazu von der Verwaltung.

Vorsicht besonders in der Dunkelheit

Besonders in der Dunkelheit seinen Freizeitläufer und Radfahrer zur Vorsicht aufgerufen. „Daher sollten die Wege auch am Besten nur bei Tageslicht genutzt werden, damit die Gefahrenstellen sichtbar sind.“
Für die Waldflächen zwischen den Wegen, auch den fregegebenen, gilt weiter ein Betretungsverbot. „Denn dort besteht immer noch absolute Lebensgefahr.“ Bis die Sturmschadenbeseitigung im Wald gänzlich beendet ist, werden noch Monate vergehen.

In Sachen Sturmholz braucht es professionelle Unternehmen

In den Waldflächen abseits der Wege liegt das Sturmholz noch unter Spannung ineinander verkeilt. Für die Bearbeitung müssen professionelle Unternehmen mit schweren Forstmaschinen und Baumkletterer eingesetzt werden, damit es beim Auseinanderziehen des Holzes nicht zu Unfällen kommt. Forstwirte unterstützen die Arbeiten.

In der Brutzeit sind die Fällungen tabu

Wann alle Wege in den Wäldern uneingeschränkt wieder genutzt werden können, steht daher noch nicht fest. Erst müssen alle Arbeiten an den Bäumen beendet sein, für die immer noch schweres Gerät über die Wege rollen muss.
Darüber hinaus ist der Wald in der Brutzeit ab dem 28. Februar bis zum Spätsommer für alle Arbeiten mit Ausnahme von Gefahrenbaumfällungen tabu.
Es kann also noch dauern, bis Peter Häuser und sein Hund wieder ihre gewohnte Runde durch das Hexbachtal drehen können.

Autor:

Christa Herlinger aus Essen-Borbeck

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