Nirgendwo ist hier- Eine Ausstellung zum Thema Flucht und Asyl

Im Kreuzer hängt eine vom Flüchtlingsrat NRW initiierte Ausstellung mit Arbeit von 13 Künstlerinnen und Fotografen. Das Thema Flucht und Asyl ist in Deutschland so aktuell und brisant wie schon lnage nicht mehr. Wir erinnern uns an die Aussagen unseres ehemaligen Innenministers angesichts der Toten vor Lampedusa, die Demonstrationen von Nachbarn , nicht nur in Berlin und Duisburg angesichts der Bereitstellung von Wohnraum in Schulen für die betroffenen Menschen, die neuerliche unsägliche Kampagne der CSU „Wer betrügt, der fliegt“.
Obwohl die Zahlen noch nicht einmal das Niveau von 1990 erreicht haben, können sich Politiker fast immer auch der Zustimmung eines großen Teils der Bevölkerung sicher sein. Auch wenn in Deutschland auf 1000 Einwohner nur 0,8 Asylanträge kommen, weltweit aber von 100 Menschen einer fliehen muss, droht für viele der Untergang des Abendlandes.
Außer Blick gerät dabei, dass vielfach das Abendland an so mancher Katastrophe eine Mitschuld trägt.
Außer Acht geraten aber vor allem die Menschen, die einzelnen Schicksale.
Damit sich Menschen auf dieses kontroverse und oft polarisierende Thema einlassen und den Blick auf die Betroffenen selber zu richten, hat der Flüchtlingsrat NRW e.V. ein Ausstellungsprojekt in Kooperation mit Studenten verschiedener Fachhochschulen in NRW initiert. Ergebnis ist eine Ausstellung mit Arbeiten von 13 angehenden Künstlerinen und Fotografinnen, die sich mal auf einer dokumentarischen, mal auf einer symbolischen Ebene mit dem Thema auseinander gesetzt haben.

Bis zum 19. Januar präsentieren wir im interkulturellen Zentrum kreuzer diese Arbeiten. Offiziell wird die Ausstellug um 17:00 Uhr geschlossen. Um 18:00 Uhr wird Evgeny Finkelstein aus Moskau ein Konzert für klassische Gitarre spielen.

Autor:

Thomas Hartung aus Essen-Borbeck

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