Honorarkräfte im Offenen Ganztag müssen lange auf ihr Geld warten

Damit die Kinder an der Peter-Ustinov-Schule richtig gefördert werden und Freude am Schulalltag haben, braucht es auch die Honorarkräfte für die Nachmittagsbetreuung. Doch die warten derzeit oft Wochen auf ihr Honorar von der Stadt.
  • Damit die Kinder an der Peter-Ustinov-Schule richtig gefördert werden und Freude am Schulalltag haben, braucht es auch die Honorarkräfte für die Nachmittagsbetreuung. Doch die warten derzeit oft Wochen auf ihr Honorar von der Stadt.
  • Foto: Gohl
  • hochgeladen von Sabine Pfeffer

Seit Anfang Oktober arbeitet Silvia Stähr ‚für Nüsse‘ - um es jahreszeitlich passend zu sagen. Als Honorarkraft betreut sie an der Peter-Ustinov-Schule in Katernberg nachmittags die Kinder. Das geschieht im Auftrag der Stadt, doch die Stadt lässt sie auf das Honorar warten.
„Auch das September-Geld habe ich erst bekommen, nachdem ich wohl 20 Mal im Amt angerufen hatte“, berichtet sie. Ihren Kolleginnen im Offenen Ganztag ergehe es ähnlich.
Bis zum Ende des letzten Schuljahres habe alles reibungslos geklappt, betont Silvia Stähr. Bis dahin habe die Stadt das Geld an die Grundschulen überwiesen, die wiederum die Auszahlung an die Honorarkräfte übernahmen.
Zu Beginn dieses Schuljahres aber hätten die Mitarbeiterinnen im Schulamt neue Verträge unterschrieben. Stundenlohn und Arbeitszeit seien gleich geblieben, aber nun zahle die Stadt die Kräfte direkt aus, ohne Zwischenschaltung der Schulen.
Doch genau das klappt vielfach nicht termingerecht. Von sechs bis acht Wochen Verzögerung berichtet auch eine Mitarbeiterin aus Bergerhausen.

Stadtverwaltung verspricht Besserung

Die Essener Stadtverwaltung bestreitet die Probleme bei der Auszahlung der Honorarkräfte in der Offenen Ganztags-Betreuung durchaus nicht und bedauert, dass diese teilweise so lange auf die Auszahlungen warten müssen.
Eine Stadtsprecherin teilt auf Anfrage mit, zur Zeit arbeite „ein noch einmal vergrößertes Team mit größtem Nachdruck daran, dass nun schnellstmöglich die Überweisungen an die Honorarkräfte, die das Angebot im Offenen Ganztag auf vielfältige Weise bereichern und zum Teil schon seit mehreren Jahren zuverlässige Partner der Schulen sind, getätigt werden“.
Zum 3. Juli dieses Jahres sei aus rechtlichen Gründen die Abwicklung der Honorarverträge auf eine zentrale Stelle im Fachbereich Schule verlagert worden: „Durch die erforderliche rechtssichere vertragliche Neugestaltung von ca. 650 neuen Verträgen entstand ein hoher personeller und organisatorischer Aufwand. In der Folge kam es zu Arbeitsrückständen bei der Bearbeitung und Abwicklung der Ansprüche aus den einzelnen Honorarverträgen.“
Das sei natürlich auch seitens der Verwaltung ein unbefriedigender Zustand, dem man durch Maßnahmen begegnen wolle. Zum einen wurde eine „Task Force“ eingerichtet. Diese habe das Ziel, bis 20. Dezember alle ausstehenden Honorarabrechnungen bis einschließlich November abschließend zu bearbeiten. Ferner will man zukünftig die pünktliche Zahlung durch ein größeres Team von Bearbeitern sicherstellen.

Bis 20. Dezember alles abgearbeitet?

Silvia Stähr von der Peter Ustinov-Schule bleibt mit Blick auf den Jahresabschluss eher skeptisch: „Wegen der am 23. Dezember beginnenden Schulferien reichen wir unsere Rechnungen für diesen Monat schon früher ein als sonst.“
Zugleich sind die allermeisten Mitarbeiter der Stadtverwaltung über Weihnachten und Silvester nicht im Amt. So manche Honorarkraft befürchtet deshalb, dass es zu pünktlichen Auszahlungen doch erst im neuen Jahr kommen kann.

Autor:

Sabine Pfeffer aus Essen-Kettwig

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