29,4 Prozent weniger Infektionskrankheiten in Essen seit Pandemiebeginn
DAK-Gesundheit: Norovirus sogar um 73,3 Prozent zurückgegangen

Im Corona-Jahr 2020 ist in Essen durch die Hygienemaßnahmen ein
deutlicher Rückgang bei vielen Infektionskrankheiten festzustellen.
In der Summe waren, ohne Berücksichtigung vom Corona-Virus, 29,4
Prozent weniger Nachweise gemeldet worden. Laut einer Analyse der DAK-
Gesundheit von Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) gingen
Norovirus-Infektionen um 73,3 Prozent zurück. Diese sich gerade in
Gemeinschaftseinrichtungen rasch verbreitende Erkrankung wurde
im vergangenen Jahr somit deutlich weniger gemeldet. Aber auch
sogenannte Kinderkrankheiten kamen weniger oft vor. Windpocken
gingen um 38,5 Prozent zurück, Erkrankungen durch Rota-Viren
sogar um 57,2 Prozent. Die Gründe für den Rückgang sieht die
Krankenkasse vor allem bei den Corona-Maßnahmen der Regierung,
die auch einen Einfluss auf die Übertragung von anderen
Krankheiten gehabt haben.

„Der positive Effekt bei den Ansteckungen zeigt, dass die
Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie prinzipiell
wirken. Die Übertragung vieler anderer gefährlicher Krankheiten wurde so
verhindert“, sagt Alexander Löhr, Leiter der DAK-Gesundheit in Essen.
„Die Maßnahmen wie etwa Schul- und Kitaschließungen, Homeoffice,
Abstandsregeln, Kontaktbeschränkungen und Handhygiene haben
beispielweise die Übertragung von Atemwegs- und Magen-Darm-
Erkrankungen verhindert und damit insgesamt einen positiven Einfluss.“

Die Statistik weist dementsprechend auch bei der typischen
Reiseerkrankung Denguefieber einen rückläufigen Trend aus. So gingen
hier die Fallzahlen von 3 auf 0 zurück. Im gesamten Bundesgebiet wurden
29,7 Prozent weniger meldepflichtige Erkrankungen registriert.

Autor:

Alexander Löhr aus Essen-Ruhr

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