Burkinis in Essener Schwimmbädern - Eine Kapitulation unseres freiheitlichen Wertekanons

Der Essener CDU-Politiker Dirk Kalweit spricht sich gegen das Tragen von sog. Burkinis in Essener Schwimmbädern aus.
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Der Essener CDU-Politiker Dirk Kalweit  zum Thema Burkinis in Essener Schwimmbädern

Burkini oder Kopftuch – beide äußerlichen `Abgrenzungssymbole` sind nichts anderes als „Die Flagge eines politischen Islams“ und somit eine Form der Islamisierung der deutschen Gesellschaft!

"Der hessische CDU-Landtagsabgeordnete und ehemalige Journalist der türkischsprachigen Zeitung Hürriyet, Ismail Tipi, hat es klar formuliert:

Zitat:
Burkini und Vollverschleierung gehören in unserer westlichen Welt an keinen Strand, in kein Schwimmbad und in keine Einkaufsstraße – sie sind schlichtweg kein Teil unserer Gesellschaft, unserer Kultur und unserer Werte.“

Unterstützung in dieser Haltung und Wertung findet er unter anderem bei der renommierten türkischstämmigen Soziologin Frau Dr. phil. Necla Kelek, die die inhaltliche und von konservativen islamischen Männern aufgezwungene gesellschaftliche Bekleidungsdiskussion als das definiert, was sie in Wahrheit ist: eine neue und für jeden sichtbare religiöse „Flagge eines politischen Islams“ in Deutschland. Eindrucksvoll nachzulesen in einem Interview mit Frau Kelek in der Frauenzeitschrift EMMA im Juni 2018.

Burkini - Es geht nicht um Hygienefragen, es geht um die Grundlagen und Wertevorstellungen unser Gesellschaft

Es grenzt schon an übertriebener political correctness - wenn nicht gar an der Verweigerung öffentlicher Amtsträger an der Auseinandersetzung mit kulturell und zivilisatorisch inkompatiblen Verhaltensnormen in städtischen Einrichtungen -, wenn die Frage nach der Vollverschleierung im Essener Oststadtbad auf profane Hygiene- oder Sozialaspekte (Selfmade-Burkinis – weil anders nicht bezahlt werden könne?) reduziert wird. Jahrzehnte hat man bei deutschen Staatsbürgern, die von sozialen Transferleistungen abhängig waren, solche vermeintlich sozialen Sensibilitäten nicht gelten lassen, analog bei sektenartigen Gruppierungen – und das zurecht! Kommt die Religionszugehörigkeit zum Islam ins Spiel, wanken offensichtlich viele Grundüberzeugungen und `Badevorschriften`, die bislang als nachvollziehbar und gesellschaftlich konsensual galten.

Kapitulation vor den konservativen Ausprägungen des Islams

In Wahrheit geht es – nach meiner Auffassung – beim Verhalten der Badeleitung des Oststadtbades und Gesundheitsamtes in diesem Fall erneut um ein Zurückweichen vor einem sich politisierenden Islam in Deutschland, der sich aufmacht, die deutsche Gesellschaft nachhaltig zu unterwandern, zu verändern und sukzessive religiös-islamisch zu prägen. Befeuert und protegiert von konservativ und teils nationalistisch orientierten Islamverbänden (siehe DITIB), mit denen die deutsche Politik – auch die Essener - leider nach wie vor vorrangig in der Integrationspolitik zusammenarbeitet. Es wäre integrationsspezifisch zielführender und sinnvoller, mit den zahlreichen Vertretern liberaler muslimischer Positionen, für die zum Beispiel Frau Kelek oder die Begründerin der liberalen islamischen Gemeinde zu Berlin, die liberale Seyran Ateş stehen, zusammenzuarbeiten.

Zudem werfe ich einmal die Frage auf, wie wären die gesellschaftlichen, parteipolitischen oder verwaltungsspezifischen Reaktionen eigentlich gelagert – auch in der Essener Verwaltung -, wenn statt Vertreter des konservativen Islams der Vatikan in Rom den katholischen Mitgeschwistern eine analoge frauenverachtende Kleiderordnung vorschreiben würde, die das weibliche Wesen ausschließlich auf ihre Körperlichkeit und Sexualität reduziert – und der Mann in seiner ´Erhabenheit` davon natürlich ausgenommen bliebe? Wie die Grünen wohl reagieren würden – ich glaube die standardisierten kirchenkritischen Argumente schon zu kennen!

Und wo bleibt eigentlich die Gleichberechtigung in der Gesellschaft, wenn wir jetzt – aus nicht nachvollziehbaren fundamental-konservativ religiös islamischen Betrach-tungen - mit unterschiedlichen Normwerten für Frauen und Männer im öffentlichen Raum wieder anfangen Geschlechter zu trennen - auch wenn es nur die Kleider-ordnung als erster Schritt ist? Beim Thema Islam scheinen rationale demokratische Bewertungskategorien in der politischen Betrachtung aus falsch verstandener Toleranz vielfach einfach verloren zu gehen – wir mir scheint.

Es geht wie gesagt nicht um Hygiene- und Sozialaspekte, sondern es geht bei der beispielhaften Diskussion um Burkini, Kopftuch, Burka oder der ausgeprägte Ho-mophobie im Islam um unsere grundsätzlich kulturell zivilisatorisch errungenen und zu verteidigenden Werte einer pluralen und offenen Gesellschaft. Geschlechtsspezifisch orientierte und vermeidlich religiös vorgegebene Unterdrückungsmechanismen und -formen gehören ausdrücklich nicht dazu – das gestatten wir auch keiner Sekte! So sind Burkinis ein symbolhaftes öffentliches Zeichen eines kulturell anachronistischen und archaischen Weltbildes, sie dokumentieren ein überholtes und unterdrückendes Frauenbild und dokumentieren einen religiösen Kulturimperialismus, dem es Einhalt zu gebieten gilt. Wer dieser gesellschaftspolitischen und auch verwaltungsgemäßen Feststellung aus `Feigheit vor der inhaltlichen Auseinandersetzung` ausweicht, der ka-pituliert vor den Vertretern eines konservativen Islams, der kapituliert vor der Islamisierung unserer Gesellschaft. Dazu bin ich nicht bereit.

Meine Forderung lautet daher: Die CDU sollte sich gegen diese falschverstandene Form der Toleranz stellen und klare Grenzen aufzeigen. Keine Burkinis in Essener Bädern!

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