Fischsterben im Baldeneysee: Landesumweltminister Remmel: "Keine nachhaltige Schädigung"

Nach dem massenhaften Fischsterben am Baldeneysee hat der Landtagsabgeordnete Manfred Kuhmichel (CDU) einen offenen Brief an Johannes Remmel (Grüne) gerichtet und den Landesumweltminister „nachdrücklich um unverzügliche Information über den aktuellen Stand dieser Umweltmisere sowie um eine Bewertung des Schadens“ gebeten.
In seiner Antwort an Kuhmichel führt der Umweltminister, wie die bisherigen Untersuchungen bereits ergeben haben, Brandkalk als Ursache für die Umweltmisere an. Der Kalk, der von einer Fremdfirma im Auftrag der Landesbehörde Straßen.NRW bei der Entschlammung eines Regenklärbeckens eingesetzt worden war, sei nur kurzzeitig in den Deilbach eingeleitet worden. „Durch die große Verdünnung im Baldeneysee ist eine nachhaltige Schädigung der Seebiozönose (= Gemeinschaft von Organismen verschiedener Arten im See; Anm. der Red.) nicht zu besorgen“, so Remmel.
Biologische Untersuchungen des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) in NRW hätten ergeben, „dass auch bei Kleinlebewesen im Deilbach keine auf den Schaden zurückzuführende Verschlechterung eingetreten ist“.
Straßen.NRW habe aus dem Vorfall bereits Konsequenzen gezogen, um zu verhindern, dass sich ein vergleichbarer Vorfall an anderer Stelle wiederholt. Remmel: „Wer für den Schaden haftet, werden die polizeilichen und staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen in der nächsten Zeit ergeben.“

Autor:

Melanie Stan aus Essen-Ruhr

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