Große Josef Albers-Schau auf dem Hügel

Josef Albers, „Kinetic VIb“, 1945, Öl auf Masonit, Josef Albers Museum Quadrat Bottrop © The Josef and Anni Albers Foundation / Foto: Werner J. Hannappel / VG Bild-Kunst, Bonn 2018
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  • Josef Albers, „Kinetic VIb“, 1945, Öl auf Masonit, Josef Albers Museum Quadrat Bottrop © The Josef and Anni Albers Foundation / Foto: Werner J. Hannappel / VG Bild-Kunst, Bonn 2018
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Eine große Ausstellung wird derzeit in der Villa Hügel vorbereitet, weshalb das Große Haus noch bis zum 15. Juni geschlossen bleiben muss. Aus Anlass ihres 50-jährigen Bestehens ermöglicht die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung die Schau "Josef Albers. Interaction". Sie ist vom 16. Juni bis 7. Oktober zu sehen.

Wie kaum ein anderer erforschte der einflussreiche Künstler Josef Albers die Farbe, erläutern die Organisatoren der Ausstellung. Es sei die erste große Retrospektive seit 30 Jahren. Gemeinsam führen die Kulturstiftung Ruhr und das Josef Albers Museum Quadrat Bottrop 130 Werke – der Hauptteil aus bedeutenden amerikanischen Sammlungen – in der Villa Hügel zusammen. Vom 9. Juni bis zum 9. September zeigt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf im K20 die Retrospektive Anni Albers.
Anni und Josef Albers - das Paar lernte sich am Bauhaus in Dessau kennen und heiratete 1925. Für beide wurde Mexiko nach ihrer Emigration 1933 in die USA zu einer wichtigen Inspirationsquelle. Heute wird der Nachlass von Anni und Josef Albers von der 1971 gegründeten Josef & Anni Albers Foundation bewahrt und gepflegt.
Josef Albers, so die Planer der Essener Schau, wollte Farbe denken, suchte nach ihrem spezifischen Gewicht, diskutierte mit seinen Studenten über ihr sich immer wieder veränderndes Gesicht und den Verlust aller Gewissheit: „Nur der Schein trügt nicht“, schrieb er.
Die Ausstellung beginnt mit Albers‘ Zeit am Bauhaus in Weimar und Dessau. Sie schlägt einen Bogen zu den Schwerpunkten seiner amerikanischen Jahre – zur Begegnung mit Mexiko und der Serie Homage to the Square. Erstmals werden Malerei, Druckgrafik, Möbel, Gebrauchsgegenstände, Arbeiten in Glas, Fotografie und präkolumbische Skulpturen aus der Sammlung des Ehepaares Albers in ihrer Wechselwirkung gezeigt. Eine Gegenüberstellung religiöser Bildwerke mit Gemälden von Albers verdeutlicht die geistig-spirituelle Dimension seiner Kunst. Beleuchtet wird ebenfalls die Wirkung von Albers auf die amerikanische Kunst der 1960er-Jahre, die sogenannte Minimal Art.

Ab 16. Juni im Großen Haus

Geöffnet ist das Große Haus auf dem Hügel dann dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr. Informationen zu der Ausstellung gibt es unter Telefon 61 629 17 oder per Mail an info@villahuegel.de bzw. auf www.josefalbers.villahuegel.de/besuch. Dort sind auch Führungen buchbar. Der Eintritt inkl. Villa Hügel, Park und Historische Ausstellung Krupp kostet für Erwachsene 5 Euro, für Kinder bis zum 14. Lebensjahr ist er frei, für Schulklassen in Lehrerbegleitung ebenfalls.

Josef Albers, „Kinetic VIb“, 1945, Öl auf Masonit, Josef Albers Museum Quadrat Bottrop © The Josef and Anni Albers Foundation / Foto: Werner J. Hannappel / VG Bild-Kunst, Bonn 2018
Nach den baulichen Sanierungsmaßnahmen an der Südseite des Gebäudes wurden nun auch die verbliebenen Fragmente der oberen Gartenterrasse wieder hergestellt. Dazu zählt auch der „Lindensaal“, den Alfred Krupp in der Bauphase der Villa Hügel anlegen ließ und der zu den wesentlichen und besonderen Elementen des Parks gehört. Foto: Debus-Gohl

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