Amphibien-Retter des Nabu ziehen Bilanz
Jede Menge Erdkröten an der Wuppertaler Straße, immer weniger am Schuirweg

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Kröten retten ist echte Arbeit. Wer sich etwa in der entsprechenden Arbeitsgruppe des Naturschutzbund (Nabu) Ruhr engagiert, opfert pro Frühjahr dafür einen guten Teil seiner Freizeit.

Mit dem Aufbau eines Schutzzaunes, wie man sie zur Zeit der Amphibienwanderung beispielsweise entlang des Schuirwegs oder der Heisinger Straße sieht, ist es ja nicht getan. Die per Absperrung an der gefährlichen Asphalt-Überquerung gehinderten Tiere müssen täglich eingesammelt und auf die andere Straßenseite gebracht werden, um ihre Laichplätze erreichen zu können. Dabei werden sie gezählt, und nach Ende der Wanderungszeit gibt es die Bilanz.
Die fällt je nach Standort sehr unterschiedlich aus, berichtet Cora Ruhrmann von der Amphibien-Arbeitsgemeinschaft des Nabu Ruhr: "Am Schuirweg waren es auch in diesem Jahr wieder weniger Erdkröten, an der Wuppertaler Straße dagegen gab es eine enorme Zunahme", bestätigt sie den Trend der Vergangenheit.

Gründe für Rückgang sind ein Rätsel

Nicht immer sind die Gründe so leicht nachzuvollziehen wie an der Wuppertaler Straße, wo, so Ruhrmann, "der Zaun besser geworden ist". Und so sammelten die Naturschützer dort allein über 4.400 Erdkröten, während es 2018 nur gut 3.000 waren. Die Zahl der gefundenen Grasfrösche stieg dort von 320 auf 450.
Am Schuirweg dagegen rätselt man beim Nabu, warum die Zahlen seit 2012 kontinuierlich sinken. Waren es, als der Zaun erstmals aufgebaut wurde, noch über 1.100 Erdkröten, ging die Anzahl von Jahr zu Jahr auf 379 (2018) und schließlich 325 in dieser Saison zurück. Immerhin fand man am Standort mehr Bergmolche und Grasfrösche. 

Mehr Zahlen aus Essen gibt es auf www.amphibienschutz.de/ (in der Spalte auf der linken Seite unter "Zaunstandorte" Nordrhein-Westfalen anklicken, dann auf "Essen" gehen).
Auf www.nabu-ruhr.de erfahren Interessenten mehr über die Möglichkeit, im Naturschutz ehrenamtlich mitzuarbeiten.

Fotos: Debus-Gohl

Autor:

Sabine Pfeffer aus Essen-Süd

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