Bürgeröffentliche Mitgliederversammlung der SPD Holsterhausen
Uni-Klinikum als Nachbar – Mehr Segen als Fluch

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Am Donnerstag, den 10.10.2019 traf sich die SPD Essen Holsterhausen zusammen mit interessierten Bürger*innen zu einer Diskussionsrunde mit dem Thema „Uniklinikum: Fluch oder Segen für Holsterhausen“. Gemeinsam mit den Referenten Britta Altenkamp, Mitglied des Landtages, und Thorsten Schabelon, Leiter der Stabsstelle Marketing und Kommunikation der Universitätsmedizin Essen, wurde über Themen diskutiert, die den Anwohner*innen von Holsterhausen auf dem Herzen lagen.

Direkt zum Anfang der Diskussion stellte Britta Altenkamp klar, dass wir uns in Essen in einer wünschenswerten Situation der Gesundheitsversorgung befinden. Die Krankenhäuser sind gut strukturiert und mit Schwerpunkten ausgestattet, so dass sich die Essener Bürger*innen über eine gute medizinische Versorgung sicher sein können. Anders sei es in vielen anderen Gegenden von Nordrhein Westfalen. Hier müssten zum Teil lange Wege bis zum nächsten Krankenhaus in Kauf genommen werden. So kann man gerne über Krankenhäuser und ihre Nebenwirkungen diskutieren, sollte diesen positiven Effekt aber immer im Hinterkopf behalten.

Auch Thorsten Schabelon ließ die gute medizinische Versorgung nicht unerwähnt. Im Stadtbereich Essen arbeiten circa 8.500 Mitarbeiter*innen für das Uniklinikum. Zulieferer und Dienstleister nicht mit inbegriffen. Alleine am Standort Holsterhausen arbeiten 6000 Mitarbeiter*innen. Eine gewaltige Zahl, die sich in Holsterhausen und den Nachbarstadtteilen natürlich bemerkbar macht. Ein Thema, welches die Bürger*innen ansprachen, sei die Parkplatzsituation um das Gelände des Uniklinikums. Herr Schabelon äußerte, dass diese Erkenntnis bekannt wäre, nur eine einfache Lösung gäbe es hier nicht. Die Parkhäuser sind bis auf die Stoßzeiten zwischen 9 und 12 Uhr vormittags nicht voll ausgelastet und nur für diese Zeiten weitere Parkhäuser zu errichten, hielte er für nicht verhältnismäßig. „Der Platz ist begrenzt und lieber errichten wir ein neues Gebäude, um eine noch bessere medizinische Versorgung gewährleisten zu können, als noch mehr Parkplätze zu Verfügung zu stellen“, schilderte er die aktuelle Stellungnahme des Uniklinikums. Des Weiteren sei das Uniklinikum durch eine gute Anbindung zum öffentlichen Nahverkehr auch ohne das Auto gut zu erreichen. Mehr Parkebenen auf den bereits bestehenden Parkhäusern sei bautechnisch und durch Vorgaben vom Bauamt nicht möglich.

Um den Mitarbeiter*innen einen anderen Weg als das Auto aufzuzeigen, gibt es mehrere Möglichkeiten, die das Uniklinikum bereits umgesetzt hat. So besteht ein Jobticket, welches deutlich günstiger als das Monatsticket der Ruhrbahn ist. Aber auch die Zuhörer*innen hatten einige interessante Lösungsansätze, die sich Herr Schabelon eifrig notierte. Durch eine Verbesserung des Nahverkehrs, eventuellen Shuttlebussen und einen Ausbau der Fahrradanbindung könnte man eventuell immer mehr Mitarbeiter*innen, aber auch Besucher*innen dafür begeistern das Auto stehen zu lassen. Die Möglichkeit einer besseren Fahrradanbindung würde bereits bestehen – so betonten viele SPD Mitglieder – würde man in der Nähe die Gemarkenstraße zu einer attraktiven Straße für Fahrradfahrer und Autofahrer ausbauen. Dies sei ohne die starke Beteiligung der SPD Essen Holsterhausen nicht möglich gewesen.

Schlussendlich ist zu betonen, dass eine starke Zusammenarbeit des Uniklinikums mit der lokalen Politik, aber auch mit Partnern, wie z.B. der Ruhrbahn relevant ist und verstärkt werden muss, um die Parkplatzsituation für die Anwohner*innen rund um das Uniklinikum zu verbessern.

Die Protagonisten des Abends vertieft in der Diskussion um den Stellenwert des Uni-Klinikums für Holsterhausen: (v.l.) Britta Altenkamp, MdL, Steve Junkermann, Versammlungsleiter und Thorsten Schabelon, Leiter der Stabsstelle Marketing und Kommunikation der Universitätsmedizin Essen.
Autor:

Benno Justfelder aus Essen-Süd

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