Rüttenscheider Paar ist aus der Quarantäne entlassen
Corona-Virus bei mildem Verlauf überstanden

Foto: Pixabay/ Grafik: Sikora

In der vergangenen Woche haben wir an dieser Stelle bereits über Anna, 42 Jahre, und Lars, 48 Jahre, aus Essen-Rüttenscheid (Namen der Redaktion bekannt) berichtet. Sie sind seit Mittwoch wieder "auf freiem Fuße" und dürfen ihre Wohnung nun wieder verlassen... Ihr Skiurlaub in Frankreich vor circa drei Wochen hatte ihnen das Virus beschert, das derzeit alle in Atem hält. Nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub hatten sich beide freiwillig in Quarantäne begeben, bevor sie dann einige Tage später auch "offiziell" vom Hausarzt positiv auf Corona getestet wurden.

Anna und Lars haben heute das bereits hinter sich, was die meisten von uns noch fürchten: Corona. Zu ihrem Glück gestaltete sich der Verlauf der Erkrankung milde und beide sind heute wieder wohlauf. Wir hatten großen Glück, das ist uns bewusst", bekräftigt Anna ihre Situation. Nicht bei jedem, der in Kontakt mit Covid 19 kommt, läuft alles so glimpflich ab.

Es war ein milder Verlauf

"Nicht schön war, dass wir zum Schluss keinen Geschmack mehr hatten und sich die Speisen nur noch in ihrer Konsistenz voneinander unterschieden haben!"
Die Entlassung aus der Quarantäne erfolgte dann nach gut zwei Wochen am vergangenen Mittwoch relativ unspektakulär. "Man muss 48 Stunden nach Quarantäneablauf symptomfrei sein", erklärt Anna und fügt hinzu: "Hier muss man ganz klar sagen, dass bei dieser Einschätzung auch eine hohe Eigenverantwortung mit im Spiel ist!"
Ein Arzt hat Anna und Lars abschließend nicht untersucht. Das Gesundheitsamt rief an und erkundigte sich nach dem Gesundheitszustand der beiden Rüttenscheider. Im Anschluss erfolgte die Erlaubnis, dass beide die Quarantäne beenden können.
"Natürlich bleiben wir zunächst noch eine Weile auf Abstand, um wirklich ganz sicherzugehen, dass alles gut läuft. Wir gehen diese Woche auch noch nicht wieder arbeiten, um unsere Mitarbeiter in der Firma in keiner Form in Gefahr zu bringen", ist es Anna und Lars wichtig.
Wenn die beiden jetzt endlich wieder spazieren gehen dürfen, nehmen sie die Welt mit ganz anderen Augen war. "Es ist schon gruselig, dass man kaum noch jemandem begegnet und die Straßen wie leer gefegt sind - auch die Rüttenscheider Straße ist quasi wie eine Geister-Rü, resümiert Anna ihre ersten Erlebnisse mit der Außenwelt: "Und es gibt Parkplätze ohne Ende."
Die guten Erfahrungen aus der Quarantäne-Situation fasst sie wie folgt zusammen: "Es war schön zu sehen, wieviel Hilfe man von Freunden, der Familie und den Nachbarn bekommt. Und man wird demütig und lernt, sich über die kleinen Dinge des Lebens zu freuen!"
Endlich wieder nach draußen zu dürfen ist für beide ein "Wow-Gefühl".
In der Quarantäne-Zeit sind sie gut miteinander ausgekommen. "Wir haben aber auch schon vorher viel Zeit zusammen auf engstem Raum verbracht - wir haben ein Wohnmobil! Und schließlich arbeiten wir ja auch jeden Tag in unserer Firma zusammen."

"Wow-Gefühl" nach der Quarantäne

Seit 2005 sind beide zusammen, seit 2010 mit Trauschein. "Den 10. Hochzeitstag wollten wir gerne in Italien feiern, dort, wo wir auch vor einem Jahrzehnt geheiratet haben", berichtet Anna. Das haben sie nun für Oktober geplant.
Der SÜD ANZEIGER drückt die Daumen, dass sich die Situation bis dahin wieder entschärft hat - und dies auch für Italien gilt.

Autor:

Petra de Lanck aus Essen-Süd

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