BVB und S04 nur Remis, FC Bayern gewinnt erneut

27.10.2018 Dortmund City - BVB vs Hertha BSC Berlin Fussballbundesliga 2:2 Signal Iduna Park -   Copyright Stephan Schuetze
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Der 9. Bundesliga-Spieltag war für den FC Bayern München wie gemalt. Der Deutsche Meister war das einzige von den ersten sieben Teams der Tabelle, das gewann. Unter anderem, weil Borussia Dortmund in der Nachspielzeit den Ausgleich per Elfmeter kassierte und sowohl Borussia Mönchengladbach als auch Werder Bremen überraschend verloren.

BVB-Kapitän Marco Reus nannte nach dem 2:2 (1:1) gegen Hertha BSC das eigene Spiel etwas zu naiv. Der deutsche Nationalspieler kritisierte unter anderem mit seiner Aussage die ab und zu zu ungenaue Spielweise und die Chancenverwertung. In der Tat konnte Borussia Dortmund trotz zweimaliger Führung nicht gewinnen. Besonders bitter: Der 2:2-Ausgleich fiel erst in der Nachspielzeit. Doch sowohl diese Entscheidung als auch die Rücknahme eines Treffers von Jadon Sancho in der ersten Halbzeit beim Stand von 0:0 waren korrekt.

Jadon Sancho mit Doppelpack gegen Hertha BSC

Apropos Sancho: Der 18-Jährige Wirbelwind nutzte seine Startelf-Nominierung, unabhängig von dem nicht gegebenen Treffer. Der frischgebackene englische Nationalspieler war es, der beide Tore für die Dortmunder erzielte. Immerhin: Der BVB bleibt als einziger Bundesligist ungeschlagen. Durch das dritte Remis in dieser Saison büßte er aber den Vorsprung auf den zweiten Tabellenplatz ein. Obwohl sowohl der Tabellenzweite als auch -dritte verloren.

Den Anfang machte der bisherige Tabellenzweite Borussia Mönchengladbach bereits am Freitagabend. Die Borussia verlor beim Angstgegner Freiburg 1:3 (1:1), wo die „Fohlenelf“ seit über zehn Jahren auf einen Sieg wartet. Eine Niederlage musste auch der bisherige Tabellendritte Werder Bremen hinnehmen. Gegen Leverkusen setzte es eine 2:6 (0:3)-Heimniederlage, wobei das Spiel auch gut und gerne 5:8 hätte ausgehen können, wenn nicht sogar müssen.

Schalke in Leipzig: hinten hui, vorne pfui

So viele Chancen hatte der FC Schalke 04 in Leipzig nicht. Doch die Königsblauen hatten zwei sehr gute, die sogar zu einem Auswärtssieg hätten führen können. So reichte es aber „nur“ zu einem 0:0. Immerhin der erste Punkt im dritten Anlauf in Leipzig. Von der Defensiv-Leistung und Kampf-Einsatz war es vorbildlich, wie Schalke agierte. Doch das war es dann auch mit den positiven Nachrichten.

Der S04 hatte eine Passquote von unter 56 Prozent. Schlechter war noch kein Team in dieser Bundesliga-Saison. Fast jeder zweite Ball landete also beim Gegner. So, wie es klingt, war das Schalker Spiel auch: viele lange Bälle und kein ansehnliches Spiel. Angesichts der sportlichen Lage der Königsblauen zu wenig. Gemessen am Gegner, der zuletzt sieben Pflichtspiele in Folge gewinnen konnte, aber ein Erfolg. So fiel auch Fazit der Verantwortlichen aus.

Schlechteste Passquote: Tedesco bezeichnet Fehlpässe als Absicht

„Voll nach Plan“ bezeichnete Trainer Domenico Tedesco das Vorgehen und Manager Christian Heidel war „zufrieden. Wir sind auf dem richtigen Weg. Die Mannschaft hat alles reingeschmissen und bei unserem momentanen Tabellenplatz werden wir nicht zaubern. Wir müssen arbeiten, arbeiten, arbeiten und dabei punkten.“ Tedesco begründete sein zufriedenes Fazit damit, dass die Mannschaft das umgesetzt habe, was gefordert war. „Unsere Freunde aus Nürnberg haben gezeigt, was passieren kann, wenn man sich gegen RB Leipzig Konter nach einem eigenen Konter fängt. Wir wollten über die ‚zweiten Bälle‘ zum Erfolg und haben absichtlich zum Gegner gespielt, um den nächsten Ball dann zu ergattern. Außerdem haben wir bewusst das Spielen im Zentrum vermeiden wollen.“

Vermieden hat der FC Bayern München die nächste Krise und er ist sogar der große Gewinner des Spieltags. Trotz zwischenzeitlichen Ausgleichs der bis dato harmlosesten Offensive der Liga, der von Mainz 05, gewann der Deutsche Meister 2:1. Durch die Niederlagen der Gladbacher und Bremer sprang der FCB auf Platz zwei und konnte durch den BVB-Patzer den Abstand auf Platz eins auf zwei Zähler verkürzen.

VfB Stuttgart und Fortuna Düsseldorf gemeinsam Tabellenletzter

Verkürzen müssen Fortuna Düsseldorf und der VfB Stuttgart in den kommenden Spielen dringend den Abstand zu den Nicht-Abstiegsplätzen. Beide Klubs teilen sich aktuell mit der exakt selben Tordifferenz (6:21) den letzten Tabellenplatz und haben aktuell zwar nur zwei Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Doch insbesondere die Spielausgänge sind derzeit verheerend.

Der VfB verlor im zweiten Spiel unter dem neuen Trainer Markus Weinzierl 0:4 bei der TSG Hoffenheim. Mit demselben Ergebnis war das Weinzierl-Debüt eine Woche zuvor gegen Dortmund verlaufen. Die Düsseldorfer verloren dieses Mal zwar „nur“ 0:3. Nach dem 1:7 eine Woche zuvor in Frankfurt aber sicherlich kein Baldrian für die Fortuna-Nerven.

MSV Duisburg kassiert Ausgleich in der Nachspielzeit

Einige Nerven musste der MSV Duisburg in der 2. Liga liegen lassen. Im Kellerduell kassierte der Tabellen-17. in der Nachspielzeit vom Tabellen-18. den 1:1-Ausgleich. Durch Marvin Matip, Bruder des Ex-Schalkers Joel Matip. Kurios: Matip war es, der erst knapp 15 Minuten zuvor durch ein Eigentor den MSV auf die vermeintliche Siegerstraße gebracht hatte. Durch das Remis stehen beide Klubs mit sechs Zählern weiter ganz unten. Den Spieltag schließen am Montagabend übrigens der VfL Bochum und Jahn Regensburg ab.

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