Tusem Essen muss nach Mülheim umziehen

Der Umzug in die innogy Halle steht kurz bevor.

Was die Verantwortlichen des Tusem Essen wochenlang befürchtet haben, ist eingetreten: Die Sporthalle Am Hallo, Heimspielstätte des Tusem in der 2. Handball-Bundesliga, bleibt vorerst geschlossen.

Nach einem Wasserschaden im Januar dieses Jahres hatten die städtischen Verantwortlichen Schimmel unter dem Boden festgestellt. Daraufhin wurden Vorkehrungen getroffen, damit der Tusem die Saison in heimischer Halle abschließen konnte.
Nach erster Einschätzung, mit Beginn der Bauarbeiten in der vergangenen Woche, sind die Auswirkungen des Wasserschadens größer als gedacht.

Ein Plan B muss her

Die Reparaturen werden definitiv nicht zum Saisonstart fertig. Der Tusem wird damit sein erstes Heimspiel am 24. August gegen DJK Rimpar Wölfe sowie die mindestens drei folgenden Heimspiele nicht in seinem „Wohnzimmer“ austragen können.
Für den Tusem, die Spieler, Sponsoren und auch die Fans ist diese Entwicklung und die Verzögerung der geplanten Fertigstellung der Sporthalle Am Hallo ein ganz schwerer Schlag. Bis zuletzt bestand die Hoffnung, dass alle Heimspiele doch Am Hallo ausgetragen werden können.
„Schon seit Anfang Mai arbeiten wir an einem Plan B, weil wir diese Entwicklung befürchtet haben“, kommentiert Prokuristin Lina Heintschel von Heinegg und erklärt weiter: „Wir müssen und werden in die innogy Sporthalle nach Mülheim an der Ruhr umziehen. Alle Vorkehrungen sind bereits getroffen.“

Bis Ende September

Der Umzug ist teuer. Der wirtschaftliche Schaden der Spielstättenverlegung beläuft sich schon jetzt auf einen mittleren fünfstelligen Betrag, den der Tusem zu tragen hat. Der interne Aufwand kommt noch hinzu. Die Auswirkungen auf die Zuschauerzahlen und daraus resultierenden Einbußen bei den Ticketingeinnahmen sind dabei noch gar nicht berücksichtigt.
Nun heißt es umziehen. Für wie lang genau, können die Verantwortlichen der Sport- und Bäderbetriebe Essen, mit denen sich der Tusem im Austausch befindet, noch nicht verbindlich sagen. Voraussichtlich mindestens bis Ende September ist die Halle „am Hallo“ nicht bespielbar.

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