Mit Herz und Hund - Weihnachten im Seniorenheim der GSE

Sigrid Sommer, Mia Corn, Antonio Beckmann und Martha Baumgart (v.li.) freuen sich über die Gesellschaft von Hündin Tana, die überall gern gesehen und stets im Mittelpunkt ist. Foto: P. de Lanck
  • Sigrid Sommer, Mia Corn, Antonio Beckmann und Martha Baumgart (v.li.) freuen sich über die Gesellschaft von Hündin Tana, die überall gern gesehen und stets im Mittelpunkt ist. Foto: P. de Lanck
  • hochgeladen von Petra de Lanck

Tana nimmt Anlauf und flitzt durch den Saal. Wer auch immer hereinkommt, der begrüßt sie natürlich erst einmal, denn die quirlige Hündin von Antonio Beckmann, Heimleiter des Heilig Geist Hospitals der GSE am Drostenbusch, ist der erklärte Liebling von Personal und Bewohnern. Keine Frage, dass sie und ihre vierbeinigen Kumpel und Kumpelinen auch an den Feiertagen stets mit von der Partie sind.

Nicht nur die Leitung des Heilig Geist Hospitals ist mit Hund unterwegs, auch die Bewohner können im Seniorenwohnheim am Drostenbusch auf Wunsch ihre Haustiere beherbergen. Beim Umzug von der privaten Wohnung ins Heim muss das Tier auf keinen Fall abgegeben werden. Das ist für viele "Neuzugänge" ein wichtiges Kriterium und ein beruhigendes Gefühl. So ist ein großes Stück Zuhause auch weiterhin in unmittelbarer Nähe.
"Einmal pro Monat kümmert sich Gertrud Seel um den externen Hundebesuchsdienst, der zusätzlich zu uns kommt", erklärt Antonio Beckmann das spezielle Tierkonzept der GSE Gesellschaft für Soziale Dienstleistungen Essen. Die GSE-Mitabeiterin hat Kontakt zu Ulrike Leibrich, die mit ihren Hunden gleich in mehreren Einrichtungen regelmäßig vorbei schaut. Einige der Vierbeiner waren früher als Rettungshunde im Einsatz und haben einiges drauf. Auf jeden Fall vermitteln sie den Heimbewohnern Lebensfreude und öffnen ihre Herzen. Die Vierbeiner dürfen nicht mehr so mobile Bewohner sogar auf ihren Zimmern besuchen. Da kommt es dann auch schon mal vor, dass ein Vierbeiner aufs Bett springt.
"Menschen, die sonst eher in sich gekehrt sind, zaubern die Hunde wieder ein Lächeln ins Gesicht", schwärmt Antonio Beckmann, der sich seinerseits nicht mehr vorstellen kann ohne seine Hündin Tana zu leben. "Zudem tut es unseren Bewohnern gut, auch im Alter noch Verantwortung für ein Tier zu übernehmen, wenn sie ihren Vierbeiner hier tagtäglich bei sich haben."
Natürlich müssen die Tiere auch bestimmte Voraussetzungen erfüllen: So zum Beispiel geimpft, versichert und natürlich sozial gut verträglich sein. Für Tana kein Problem, schwanzwedelnd steuert sie auf jeden zu, der ihr auf den Fluren begegnet. "Einige unserer Bewohner vergessen dabei sogar ihre Schmerzen", hebt Beckmann hervor.
Zur Weihnachtsfeier im Hospital zum Heiligen Geist liegen die Vierbeiner dann Jahr für Jahr gemütlich zu den Füßen ihrer jeweiligen Herrchen oder Frauchen und probieren so manches Leckerchen.

Verantwortung übernehmen

Auch Silvester ist schon fest verplant. Antonio Beckmann: "Wir feiern mit Sekt, Wein und Knabbereien, zünden ein Tischfeuerwerk und machen Bleigießen." Und wenn draußen geknallt wird, "dann bellt Tana die ganze Zeit", lacht er. Die Fische im großen Aquarium neben dem Saal des Hauses hingegen wird diese Veranstaltung wohl völlig kalt lassen.

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