Mann droht mit Schusswaffe und liefert sich mit Polizei eine Verfolgungsjagd durch die City

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Am Freitag, 10. November; 3.40 Uhr alarmierten mehrere Personen die Polizei, nachdem eine 23-jährige Essenerin von einem Mann mit einer Schusswaffe bedroht worden war.



Eine Zeugin (31) dachte am Willy-Brandt-Platz zuerst, dass es sich um ein streitendes Paar handelte. Sie erkannte dann, dass die Frau Hilfe benötigte und rief ihr zu,  sich in ihr Auto zu sezten. Die 23-jährige Essenerin stieg auf den Beifahrersitz, verfolgt von dem 27-Jährigen. Dieser öffnete die Beifahrertür, richtete eine Schusswaffe in das Fahrzeuginnere und forderte mit den Worten "Raus da, raus da" die Frau auf, wieder auszusteigen.

Als die Polizei eintraf, bedrohte der 27-Jährige mindestens eine weitere Person (20) mit der Schusswaffe. Es gingen immer mehr Notrufe ein, die den Fluchtweg des Tatverdächtigen schildern konnten. Der 27-Jährige rannte die Kettwiger Straße entlang in Richtung Norden. Am Glockenspiel erkannten die Beamten ihn, der in dem Moment auf einem augenscheinlich verletzten und am Boden liegenden Mann hockte. Der Täter flüchtete weiter in die Rathenaustraße.

Waffe war vermutlich nur ein Spielzeug

Während sich ein Beamter um den augenscheinlich überfallenen kümmerte (wie sich im Nachgang herausstellte, war der Mann nur stark alkoholisiert), nahmen zwei die Verfolgung zu Fuß auf. Der mutmaßliche Räuber rannte trotz mehrfacher Aufforderung stehenzubleiben weiter in Richtung Kapuzinergasse. Einer der Beamten gab einen Warnschuss in die Luft ab. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich keine weiteren Personen in der Kapuzinergasse, betont die Polizei.

Dennoch lief der 27-Jährige in Richtung Theaterplatz, dann wieder in Richtung Kettwiger Straße, wo ihn eine Streifenwagenbesatzung festnahm. Dabei leistete der Mann Widerstand. Bei der Durchsuchung entdeckten die Beamten zuerst keine Schusswaffe. Beim Absuchen des Fluchtweges jedoch fanden sie im Bereich des Hirschlandplatzes / Rathenaustraße die von den Bedrohten beschriebene Pistole. Nach jetzigen Ermittlungsstand handelt es sich hierbei um eine Spielzeugwaffe.

Zudem entdecken die Beamten bei dem 27-Jährigen ein gestohlenes Mobiltelefon, dass bereits zur Fahndung ausgeschrieben war. Der 27-Jährige wird im Laufe des Tages von Beamte der Kriminalpolizei zur Tat vernommen. Die Ermittlungen dauern an.
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