Die Fête de la Musique zum Sommeranfang in den Werdener Gassen
Musikalische Vielfalt

Am Ludgerusbrunnen wurde mit Markus Boegershausen gerockt.
Foto: Bangert
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  • Am Ludgerusbrunnen wurde mit Markus Boegershausen gerockt.
    Foto: Bangert
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Durch die sonnengefluteten Gassen wandeln die Menschen, blicken hier in ein Schaufenster, schlecken dort ein Eis. Aus allen Ecken und Enden klingt Musik.

Es ist Sommer und Werden hat sich fein gemacht.Die Fête de la Musique geht zurück auf eine Idee des damaligen französischen Kulturministers Jack Lang und findet jedes Jahr zum kalendarischen Sommeranfang am 21. Juni statt. Rund 50 deutsche Städte nehmen teil. Die Grundidee der Fête ist kostenfreier Zugang zu allen Konzerten und möglichst große musikalische Vielfalt. Und das ist nun wirklich kein Problem für die Werdener.

Französische Chansons

In Werden wird dieses fröhliche Musizieren organisiert vom Bürgermeisterhaus und Carsten Linck hat die Maxime ausgegeben: Ob nun Profi oder doch eher Amateur, alle dürfen sie auftreten und die Ohren verwöhnen. In der Hufergasse präsentiert der Werbering musikalische Leckerbissen. Es gibt französische Chansons mit Val`n`Tin, danach interpretiert das 2018 gegründete Flutes & Drums Orchestra Werden Spielmannsmusik erfrischend neu. Apropos erfrischend: Beim Better Break Deli in der Grafenstraße haben sie sich einen sommerlichen Drink auf Basis von Basilikum und Limette ausgedacht, aufgegossen mit perlendem Sekt. Die Bude ist voll, drinnen singt Johannes Braun bekannte Hits auf Englisch, Deutsch und Französisch. Dichtgedrängt lauschen die Gäste, stehen bis auf die Straße.

Lateinamerikanische Klänge

Die Big Band des Jugendzentrums rockt am Ludgerusbrunnen. Markus Boegershausen stellt danach die Talente der Ludgerus- und Heckerschule vor. Im Hintergrund tanzen einige Kinder geradezu entrückt zu den heißen Rhythmen von „Astronaut“ und andere plantschen im Brunnen. Im Altenheim begeistern Folkwang-Studenten mit musikalischer Perfektion. Lateinamerikanische Klänge und virtuose Kammermusik gibt es in der Seniorenwohnanlage. In der Grafenstraße präsentieren sich die Gitarrenschüler von Thomas Hanz, bei Künstlerin Scarlett Schauerte am Viehauser Berg gibt es Videosound-Collagen und eine Performance. Sängerin Anna Galtschenko und Henrik Seng am Klavier geben im Bürgermeisterhaus Jazziges auf die Ohren. Ohne Atempause geht es weiter, in der uralten Luciuskirche unternimmt der Chor Cantaré eine musikalische Zeitreise. Einige Schritte weiter endet im Bürgermeisterhaus ein gut gelaunter Abend mit französischen Chansons zum Mitsingen. So entspannt-glücklich könnte man sich glatt in einer südfranzösischen Kleinstadt wähnen.

Autor:

Daniel Henschke aus Essen-Werden

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