Was für ein Donnerwetter! Das heftigste Unwetter seit Kyrill 2007 fegte über Werden und sorgte für Abbruch des Open Air-Festivals

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Das war ein Donnerwetter! Mitten in die friedliche Feierstimmung des Pfingst Open Airs im Löwental platzte die Meldung: ein Unwetter naht! Und was für eins...

Die Party war höchst stimmig, Gerd Dubiel vom Jugendamt und seine vielen Mitstreiter hatten erneut ein gutes Programm auf die Bühne gezaubert, die in Massen ins Löwental strömenden Fans benahmen sich zivilisiert, auch den rigiden Sicherheitsmaßnahmen geschuldet. Letztlich wurde die Höchstgrenze an Besuchern erreicht und keine weiteren Menschen mehr aufs Gelände gelassen.
An den Verkaufsständen warteten die Menschen geduldig in der Schlange, für fast jeden Musikgeschmack war etwas dabei, von lokalen Trashern bis zu den schwunghaften Rappern von „Movits“ aus Nordschweden - die ernsthaft behaupteten, sie würden ihre schwedischen Texte eigens für Werden deutsch aussprechen - über „Feine Sahne Fischfilet“ aus Meck-Pomm bis zu den mächtigen Eichen „Mighty Oaks“ aus Berlin.

„Räumung!“

Da war der Name Programm - die Bäume im alten Strandbad begannen zu rauschen, Gerd Dubiel enterte noch vor dem Auftritt des Hauptacts MC Fitti die Bühne und wies darauf hin, dass es gleich ungemütlich werden würde. Zu diesem Zeitpunkt stand aber noch die endgültige Unwetterwarnung aus, so Dubiel: „Die kam wenige Minuten zu spät, sonst hätten wir MC Fitti nicht mehr auf die Bühne gelassen und sofort geräumt!“
Dann wurde es doch zu heikel, die Zuschauer verließen das Gelände, viele Auswärtige kamen aber nicht mehr heim, da auch Busse und Bahnen nicht mehr fuhren.
Kurzerhand wurde die angrenzende Sporthalle als Notquartier eingerichtet, dort fanden 450 „Gestrandete“ auf Turnmatten mit Decken Asyl und bedankten sich nach dieser Nacht bei der Polizei und dem Roten Kreuz, die alles erstklassig organisierten.
MC Fitti ‏twitterte noch: „Ich hoffe alle haben das Unwetter überstanden und sind heile nach Hause gekommen!“

Konzept klappte

Der zuständige städtische Dezernent Peter Renzel machte sich am nächsten Morgen gemeinsam mit Gerd Dubiel vor Ort ein Bild und seufzte: „Ein Glück, unser Sicherheitskonzept hat geklappt, so dass niemand ernsthaft verletzt wurde!“
Behandelt werden mussten beim Festival 15 Personen, während des Unwetters 15 weitere. Während der Nacht und am Dienstagmorgen fuhr die Feuerwehr in Werden rund 100 Einsätze.

Autor:

Daniel Henschke aus Essen-Werden

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