Wie flog das Leder für die Kettwiger und Werdener Handballer?
Grün-Weiße entzaubern den Tabellenprimus

Die Grün-Weißen entzauberten den Spitzenreiter aus Lintorf. 
Foto: Gohl
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  • Die Grün-Weißen entzauberten den Spitzenreiter aus Lintorf.
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Der Stadtspiegel berichtet über den Handball in Kettwig und Werden. Die DJK Werden entzauberte den Tabellenführer und die Kettwiger rücken der Spitze immer näher.

Zunächst einmal wurde es höchst emotional in der gut gefüllten Sporthalle. Die Kettwiger spielten mit Trauerflor für ihren toten Mitspieler Julian Müller. Vor beiden Spielen wurde in einer Rede und mit einem Moment des Schweigens an den viel zu jung Verstorbenen gedacht.

Kettwiger SV I gegen TV Ratingen 29:28
Tore: Pfeiffer 7, Bing 6, Mühlenhoff 5, Leisen 3, Möller 3, Heiderich 2, Kaesler 2, Götte.
Der Gastgeber konnte sich nach fünf Minuten mit 4:1 absetzen. Die Deckung stand gut, doch vorne ließ man einige Chancen liegen. Die Gäste kämpften sich wieder heran und erzwangen ein ausgeglichenes Spiel. Kettwig ging mit einem hauchdünnen 13:12-Vorsprung in die Pause. Auch war den Hausherren klar geworden, dass im zweiten Durchgang noch ein hartes Stück Arbeit vor ihnen lag. Die Hausherren bekamen wieder die Hand auf das Spiel. Besonders hervorzuheben die Leistung von Lars Pfeiffer und Marc Bing. Die Schlussphase hatte es nochmal in sich. Kurz vor dem Ende verkürzten die Gäste per Siebenmeter auf 28:29. Mit Manndeckung versuchte Ratingen jetzt alles, doch Kettwig konnte wichtige Sekunden von der Uhr nehmen. Der letzte Wurf der Gäste ging deutlich übers Tor der Kettwiger.
Das Aufstiegsrennen in der Verbandsliga bleibt spannend. Da es nun nämlich auch den bisher ungeschlagenen Spitzenreiter Bergische Panther II erwischt hat, rückt die Tabellenspitze immer enger zusammen. Gegen den Tabellensiebten MTG Horst geht es weiter. Erwartet wird in diesem Stadtderby eine hitzige, stimmungsvolle, aber hoffentlich auch faire Begegnung. Gerade vor dem schnellen Umschaltspiel der Gäste muss man auf der Hut sein.

Am Ende fehlten die Kräfte

HSG Werden/Phönix I gegen Adler Bottrop 25:31
Tore: Abdik 8, Falke 7, Kirchhoff 3, Berking 2, Krieger 2, Bernstein, Fischer, Mohr.
Vor dem Spieltag erwischte eine Grippewelle das Team, sodass mit Inci Abdik und Charlotte Falke nur zwei Rückraumspielerinnen zur Verfügung standen. Nur dank des kurzfristigen Einspringens von Johanna Bernstein, Julia Büchel und Kim Fischer konnte überhaupt eine spielfähige Mannschaft gestellt werden. Dennoch gelang es der HSG, die Begegnung bis Mitte der zweiten Halbzeit offen zu gestalten. Insbesondere Nadine Kirchhoff konnte sich auf Rechtsaußen immer wieder durchsetzen, Treffer erzielen oder Siebenmeter herausholen, die zuverlässig verwandelt wurden. Mit vier Toren in Folge zog Bottrop auf 18:14 davon. Jetzt ließen Kraft und Konzentration nach, es fehlten die Alternativen und die spielstarken Gegnerinnen konnten sich bis zur 50. Minute entscheidend auf 24:19 absetzen. Mit viel Kampfgeist und zupackender 5:1-Deckung kam die HSG wieder näher. Doch es reichte nicht ganz und ein letztes Aufbäumen inklusive Manndeckung blieb glücklos. Die Hinrunde schließt das Team mit 16:8 Punkten auf dem sechsten Platz der Landesliga ab. Die HSG kann ohne großen Druck in die Rückrunde gehen.
Hektische Schlussphase
DJK Werden I gegen TuS Lintorf II 30:26
Tore: Mallach 7, Hebmüller 4, Jachens 4, Pfeffer 3, Rademacher 3, Vollmer 3, Clasen 2, Holtmann 2, Schröder, Vandamme.
Mit ihrer bisher besten Saisonleistung gelang den Löwentalern ein hochverdienter Erfolg gegen den Tabellenersten. Dabei lag die Mannschaft nach fünf Minuten schon mit 0:4 Toren zurück, doch dann fanden die Grün-Weißen ins Spiel. Nun standen sie sicher in der Abwehr mit dem starken Torhüter Hubertus Feldhege, ließen bis zur 16. Minute kein Tor mehr zu und kamen mit schnellem und variablem Angriffsspiel zu einer 9:4 Führung. Diese konnte bis zur Pause auf 17:10 ausgebaut werden. Nach dem Wechsel kam der Gegner zwar besser ins Spiel, doch bis zur 50. Minute hielt ein sicherer Werdener Vorsprung. Dann aber ließ die Konzentration nach, hinzu kamen einige merkwürdige Schiedsrichterentscheidungen und der Gegner konnte auf 25:27 herankommen. In den letzten drei Minuten wurde es noch einmal hektisch. Doch hier zeigten sich die Löwentaler nervenstark und brachten den Erfolg sicher nach Hause. Bezeichnend für die gute Mannschaftsleistung war, dass alle Feldspieler Tore erzielen konnten. Mit 14:10 Punkten können Mannschaft sowie Trainer und Betreuer zuversichtlich in die Rückrunde starten.

Kettwiger SV II gegen TV Ratingen II 23:17
Tore: Bach 6, Müller 6, Brix 3, Scholten 3, R. Schinke 2, Braitsch, Fuchs, Liebenau.
Gegen den Tabellenletzten aus Ratingen wurde die Kettwiger Reserve von Moritz Brix, Sven Liebenau unterstützt, was die Defensive sehr stärkte. Zudem hielt Torhüter Julian Ehlen überragend. Vorne wurde ganz ruhig gespielt und die Chancen genutzt. Mit einem souveränen 23:17-Erfolg sammelte das Team von Sebastian Kessler wichtige Punkte im Abstiegskampf. Entscheidend die Phase um die Halbzeitpause herum, als Kettwig sich von 10:10 auf 15:10 absetzen konnte. Spätestens das 19:13 fünf Minuten vor dem Ende sorgte für entspannte Gesichter.
Mit der SG TuRa Altendorf kommt nun der direkte Verfolger ins Theodor-Heuss-Gymnasium. Das Hinspiel ging mit 19:25 verloren. Doch die jüngst gezeigte Leistung macht Mut, so dass es ein spannendes Spiel werden dürfte.

So fliegt‘s Leder

Samstag, 25. Januar
15.30 Uhr: Kettwiger SV II gegen SG TuRa Altendorf , Halle THG.
17 Uhr: SFD Düsseldorf gegen HSG Werden/Phönix I, Halle Paulsmühlenstraße.
17.30 Uhr: Kettwiger SV I gegen MTG Horst Essen, Halle THG.
Sonntag, 26. Januar
15 Uhr: SG Burgaltendorf / Kupferdreh gegen HSG Werden/Phönix II, Halle Langenberger Straße.
16 Uhr: DJK Werden II gegen Winfried Huttrop II, Halle Löwental.
18 Uhr: DJK Werden III gegen ETB SW Essen Special Olympics, Halle Löwental.

Die Grün-Weißen entzauberten den Spitzenreiter aus Lintorf. 
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Trainer Dirk Bril führte die DJK Werden zum Sensationssieg über den Tabellenführer. 
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Autor:

Daniel Henschke aus Essen-Werden

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