Musical Flashdance gastiert noch bis Silvester im Colosseum Theater
Ein kraftvoller Rückblick auf die 80er

Und dann wird's plötzlich nass für Alex: Die zentrale Wasser-Szene des Filmklassikers gibt's auch im Musical. Direkt vor der Pause.
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  • Und dann wird's plötzlich nass für Alex: Die zentrale Wasser-Szene des Filmklassikers gibt's auch im Musical. Direkt vor der Pause.
  • Foto: Axel Heimken
  • hochgeladen von Frank Blum

Mit einem echten Musical-Highlight geht in diesen Tagen das Jahr 2019 in Essen zu Ende: Flashdance ist angesagt und wird noch bis Silvester im Colosseum Theater gespielt.

Die Latte für eine gelungene Inszenierung ist reichlich hoch gelegt. Denn: Der gleichnamige Film aus den 80er Jahren ist einfach so genial, dass die Flashdance-Fans ähnlich Eindrucksvolles auf der Bühne erwarten.
Und die Musicaladaption ist zum Glück tatsächlich sehr gelungen und nutzt viele technische Möglichkeiten, die man von modernen Musicals erwarten darf.
Die Band sorgt für einen satten Sound, die Cast ist mit viel Freude, vollem Körper-Einsatz und stimmgewaltig auf der Bühne unterwegs und die Kostüme geben einen stimmigen Rückblick auf die 80er Jahre.
Sehr gelungen ist auch das Bühnenbild, das von flottem Wechsel bestimmt ist. Der Einsatz von moderner Video-Technik macht's möglich. Da wird die Colosseum-Bühne direkt zu Beginn sehr glaubhaft in das Stahlwerk Hurley Steel in Pittsburgh verwandelt. Schnell wird aus der Produtkionshalle auch schon Harrys Bar, der Chameleon Club oder die Shipley Academy.
Hübsche Details machen deutlich, dass die Produzenten der 2Entertain Germany ihr Handwerk verstehen und nicht umsonst in ihrer Konzern-Heimat Schweden sich zu den Top-Produzenten in Skandinavien entwickelt haben. Mit Flashdance sind sie nun auch in Deutschland unterwegs. Unterstützt vom lokalen Veranstalter BB Promotion.
Und darum geht's in Flashdance: Mit 18 Jahren hat man große Träume, aber wenn man, wie Hauptdarstellerin Alexandra „Alex“ Owens, aus der Arbeiterklasse kommt und wenig Aussicht auf ein besseres Leben hat, sind diese oftmals unerreichbar. Tagsüber verdient sich Alex ihre Brötchen als Schweißerin, doch um über die Runden zu kommen, muss sie nachts als Tänzerin in zwielichtigen Bars arbeiten.
Dadurch lässt sie sich jedoch nicht entmutigen, denn Alex will etwas Besonderes schaffen: eine klassische Tanzausbildung an der Shipley Tanzakademie in Pittsburgh.
Unterstützung bekommt sie von ihrem Chef Nick, der seine Kontakte nutzt und Alex eine Einladung zum Vortanzen und damit die Chance ihres Lebens verschafft. Doch wird es die Autodidaktin ohne professionelle Ausbildung schaffen, oder zerplatzt ihr Traum wie eine Seifenblase?
Die schwedische Produktion war erstmals 2014/15 in Stockholm zu sehen. Schön, dass Flashdance nun auch direkt vor unserer Haustür gespielt wird. Und es dürfte wirklich niemanden in der Aufführung gegeben haben, der sich sich nicht für Hits und Szenen wie Maniac, Gloria oder Flashdance… What a Feelin’, letzterer mit Oscar und Grammy ausgezeichnet, begeistern lassen konnte.
In diesem Sinne: Prädikat "sehenswert".

Autor:

Frank Blum aus Essen-West

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