Von Schulaufsteigern und -absteigern

Adelkampschule läuft aus – Alfred Krupp Schule baut aus...

Alle Jahre schiere Spannung bei den Schulanmeldungen. Erreichen sie ihr gestecktes Klassenziel? Also, es gibt Erfreuliches und Trauriges zu berichten. So steht die Gemeinschaftshauptschule Adelkampschule vor dem Aus…!

Gute Karten gibt es für das Essen-Wester Gymnasium Alfred Krupp Schule. Ab Schuljahr 2011/12 werden 77 neue Pennäler die Schulbank drücken (Vorjahr 63). Berthold Urch, Schuldirektor, bilanziert: „Wir sind die einzige Schule im Bezirk, die ordentlich zugelegt hat. Ich denke, das hat mit der neuen integrativen Lerngruppe zu tun. Wir bekamen 81 Anmeldungen. Vier Kindern mussten wir leider wieder absagen, weil die Klassenstärke schon erreicht war. Jetzt werden drei Klassen gebildet, zwei „normale“ plus erstmals eine integrative Lerngruppe von 20 Schülern – einmalig am Gymnasium in Essen.“

Zufriedenheit an der Realschule Essen-West? „Eigentlich schon“, sagt Thomas Jung, Schulleiter. „Zwar sind es einige Schüler weniger, jetzt 52 – Vorjahr 62 – aber die anderen Schulen im Bezirk III verzeichnen auch weniger als im Vorjahr. Grund, weniger Jugendliche leben in Frohnhausen. Große Veränderungen gibt es jedenfalls nicht. Zwei Klassen können wir wieder bilden.“

Zufrieden mit der Schülerzahl ist ebenfalls Guido Martin, Schulleiter Bertha-Krupp-Realschule. „Gleich mit der ersten Anmeldung kamen 82 (Vorjahr 98), wir brauchten keine Nachmelder mehr. Auch das Verhältnis Mädchen und Jungen ist sehr ausgeglichen; die 5 a und 5 b werden etwa gleich stark sein. Die bilinguale Klasse mit 26 Schülern ist angenehm besetzt.“Es gibt wieder drei Klassen.“

Schüler-Stabilität weist ebenso die Gesamtschule Bockmühle auf. Klaus Prepens, Schulleiter, führt auf: „Alle Kinder konnten wir aufnehmen, die sich direkt anmeldeten, nämlich 172 (Vorjahr 201). Von anderen Schulen meldeten sich noch 70; wir konnten davon nur 28 übernehmen. Weitere zehn Schüler kommen in eine integrative Lerngruppe.“

Traurigkeit schwebt über der „Adelkamp“. Anmeldung? „Ein schwieriges Thema“, verdeutlicht Stefan Zeisler, Schulleiter. „Aufnahmestopp. Jedenfalls sind wir nicht glücklich. Andererseits steht die Stadt in Sachzwängen, was die Erhaltung von Gebäuden angeht. Man hat uns sozusagen die Tür zugeschlossenn.“ Obwohl für das Schuljahr 2009/2010 noch zwei Eingangsklassen geschaffen wurden. Aber „Aus“ mit Anmeldungen gab es für dieses Jahr. Endgültig Schul-„Schluss“ wäre dann späteste 2014/15. „Wenn sich nicht vorab die Stadt entschließt, dicht zu machen. Dann müssten die paar Krümelklassen noch umziehen.“ Noch büffeln an der Schule 205 Schüler; ihnen zur Seite stehen 16 Lehrer, darunter drei Hauptschullehrer, drei Förderschullehrer. Jedenfalls wurde die „Adelkamp“ erste integrative Schule.

Hans-Jürgen Roskothen, stellvertretender Schulleiter, hakt nach: „Wir fragen uns natürlich, was wird denn aus den Kindern? In meiner Klasse konnte ich anfangs feststellen, dass die Hälfte der Kinder eigentlich in eine Sonderschule gehört. Wir haben viele Problemschüler, die andere Schulen nicht möchten. Trotzdem, wir bemühen uns intensiv, sie auf die Beine zu stellen, helfen ihnen, eine Lehrstelle zu finden.“ Und? „Es klappt!“

Foto: Michael Gohl / West Anzeiger

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