"Laufen, bis ich umkippe"

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544 Schüler rennen für ihre „Bertha“!!-

Die einen Rennen für ihre Figur. Die anderen rennen um ihr Leben. Und 544 Schüler rannten im Riehlpark für ihre „Bertha“. Sie lieben die fast 50-Jährige so heiß, dass die Füße qualmten. Schließlich rundet sich die Bertha-Krupp-Realschule im September. Bei dem Lauf ging es um viel Moos. Ende der Geschichte: Jetzt dürfen die Sponsoren ihre Geldbörse zücken…

Auch Schulen kommen in die Jahre. Fünf Jahrzehnte hat im September die BKS, Kerckhoffstraße, auf dem sportlichen Body. Klar, da wird gejubelt, gefeiert, dass die Fetzen fliegen. Das Highlight: Ein Zirkus. Nicht nur…

Vorhang auf für „Berthanini“…Moment! Die Schüler lassen sich nicht so einfach in die Sessel plumpsen, sondern machen eigenhändig beim Zircus mit. Klar, unter Anleitung. Somit werden sie artistisch eine Woche auf Hochform gestylt durch pädagogische Kräfte. Die Klassen 5 bis 7 trainieren mit Artisten, Jongleuren, Clown, Zauberer. Logisch, gute Arbeit kostet was. Genau – und deshalb sprinteten die Schüler vor dem Rennen quasi zum Sponsoren-Gang. „Sie suchten sich vorher „reiche“ Sponsoren, die sie mit einem Beitrag pro Runde unterstützen“, bestätigt Lehrerin Ute Makedonski.

Mit dem Renn-Fieber steckte die Organisatorin sofort Lehrer, Schüler, Eltern, Helfer an. „Auf die Plätze fertig los!“ hieß es folglich letzten Donnerstag, 9 Uhr – bis 11.30 Uhr. Danach winkte die „after-run-party“ mit Grillwürstchen, Waffelbacken, Bobby-Car-Rennen, KiTa-Turnier auf dem Bertha-Schulgelände.
Bis zum Schulfestakt, 29. September – der ganze Stadtteil ist hiermit schon mal eingeladen – Zirkus am 1. Oktober – muss jedoch noch viel Geld in die Kasse fließen. Damit nicht gefuscht wurde, malte nach jeder Runde ein Streckenposten im Riehlpark ein Kreuzchen auf dem Blatt am Schüler-Rücken-Kreuz. Die 13-jährige Melissa Scherer, Klasse 7a, nach zehn Runden: „Jede Runde misst 400 Meter. Das macht Spaß. Ich möchte meine Schule unterstützen. Jeder schnappte sich über zehn Sponsoren. Meine kommen aus dem Tanzverein, der Familie, Verwandtschaft.“

„Komm, noch eine Runde. Das schaffst Du!“ ermunterte Lehrerin Kerstin Feldhausen Tim Gursky. „Er beeindruckte mich am meisten“, flüsterte sie. „Denn er wollte eigentlich nicht mitlaufen. Er hat es in der Hüfte vom Handball.“ Allerhand. Wie viel läufst Du noch? „Bis ich umkippe“, schmunzelte er…
Beim Vorbeifegen wollte der 14-jährige Marvin Schmidt wissen: „Ab wie viel Runden gibt es keine Hausaufgaben?“
Donnerlüttchen, alle 544 bürdeten sich zig Kilometer auf. Denn nach dem Lauf ist vor dem Lauf: Sie müssen danach wiederum ihre Sponsoren abklabastern, um die versprochenen Gelder einzutüten…

Runden-Riehlpark-König:
Julien Gross flitzte 51 Runden. Als Sponsoren haben sich u. a. folgende Frohnhauser Firmen beteiligt: Optik Pixberg, Mommsen-Apotheke, Juwelier Schöne, Schreibwaren Walterschen, Restaurant „Zur Platte“, Restaurant „Dimitria“.

Der Stand der eingesammelten Sponsorengelder beträgt aktuell ca. 3500 Euro. Es haben aber noch nicht alle Kinder ihre Sponsoren „zur Kasse“ gebeten. Ute Makedonski, Lehrerin: „Wir rechnen noch mit einem höheren Ertrag bis zu den Ferien.“

Fotos: Michael Gohl / West Anzeiger

Autor:

Ingrid Schattberg aus Essen-West

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