Projektgruppe präsentierte ihre Ergebnisse der Nachhaltigkeit in der Emmaus-Kirche
Weltbaustelle: Um das Leben zu erhalten

Die Müllsammlerin stellte Godana Karawanke dar, die - unterstützt von Estar Halfmann - das Upcycling von Kleidungsstücken durchführte. Dabei entstanden ungefähr drei Kostüme für jedes Kind, zu sehen auf der Bühne.
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  • Die Müllsammlerin stellte Godana Karawanke dar, die - unterstützt von Estar Halfmann - das Upcycling von Kleidungsstücken durchführte. Dabei entstanden ungefähr drei Kostüme für jedes Kind, zu sehen auf der Bühne.
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Um die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der UN-Mitgliedsstaaten bekannter zu machen, entwickelte die "Eine Welt Netz NRW" eine Weltbaustellen-Kampagne für viele Städte in NRW. Eine dieser Baustellen wurde nun auch in der Emmaus-Kirchengemeinde in Gelsenkirchen beackert. Zum Abschluss präsentierten über 20 Kinder und Jugendliche die Projektergebnisse.

Die Anmoderation übernahm Anja Gigla-Klockhaus, die auch erklärte, dass man aufgrund der Hitze (am vergangenen Freitag waren es 36 Grad) die vor der Kirche geplante Aktion in die Emmaus-Kirche verlegt hat. Zwar konnte man so nicht das Lauf-Publikum aus der City erreichen. Doch es war kühler, und das war gut, und so gelang die Kunst-Tanz-Theater-Performance, die eine zweiwöchige Projektwoche krönte. "Wir haben viele Ansätze gesehen, was ich eigentlich machen kann", fasste Judith Petersen von Eine Welt Netz NRW am Ende zusammen. Denn die Kinder stellten in einer Tanz-Choreographie eine Roboter-Welt dar und warnten davor, die Welt zu sehr der Technik zu überlassen, sie ließen Schmetterlinge die Menschen retten, und mahnten zu mehr Umweltschutz, das Auto stehen zu lassen, selber die Bäume zu gießen, denn dann überlebe auch der Wald. Und dann ging noch eine Müllsammlerin über die Bühne, dargestellt von Godana Karawanke, die auch das Upcycling von Kleidungsstücken anleitete.
"Das Müllmonster hat die Fische verjagt", sagte einer der beiden jungen Moderatoren, Elmond Halfmann: "Wir haben das Jahr 2050, im Meer gibt es mehr Müll als Fische." Doch jeder könne was tun, macht er Mut. "Ich fange an, den Müll einzusammeln."

"Kunst rüttelt auf"

"Kunst rüttelt auf und lädt ein", erklärt Judith Petersen im Anschluss und verweist darauf, dass die Weltbaustellen-Kampagne noch bis Sommer 2020 weiterläuft. In Dormagen und Coesfeld arbeite man sogar mit der Fridays for Future-Bewegung zusammen.
Auch Pfarrer Rolf Neuhaus fand: "Eine super Idee, das heute ist nur der Anfang." Das Programm sei Teil der Gemeinde-Jugendarbeit. Denn auch in Rotthausen wird es im September noch ähnliche Projekte geben.
Die künstlerische Leitung hatte übrigens Diana Miebach vom Gelsenkirchener Tanznetzwerk Up To Dance, das auch das Konzept zur Gelsenkirchener Weltbaustelle mit Kunst, Tanz und Fotografie entwickelt hatte. Stets war das Ziel, wichtige Themen wie Umweltschutz und nachhaltigen Umgang mit Ressourcen künstlerisch näherzubringen. Insgesamt waren 36 Personen beteiligt, davon 22 Kinder:
Doch sie lernten nicht nur, das, was häufig im Müll landet, mit wenigen Kniffen und Tricks zu Kleidungsstücken und Accessoires umzuarbeiten.
Die Tanzbegeisterten erarbeiteten die Choreographie zusammen mit der brasilianischen Tänzerin Ana Carolina Reis (unter anderem vom Aalto-Ballett Essen).
Damit nicht genug, gab es noch eine Fotogruppe, von Thomas Hoppe geleitet, die ihre fotografische Dokumentation präsentierte, mit Bildern davon, wie die Kostüme entstanden und mit wie viel Freude die Teilnehmenden bei der Sache waren.

Die Müllsammlerin stellte Godana Karawanke dar, die - unterstützt von Estar Halfmann - das Upcycling von Kleidungsstücken durchführte. Dabei entstanden ungefähr drei Kostüme für jedes Kind, zu sehen auf der Bühne.
Alte Vorhangstoffe wurden zu Gewändern: Das Publikum bekam eine kleine Collage aus Theater, Tanz und gesprochenen Texten zu sehen.
Autor:

Harald Landgraf aus Gelsenkirchen

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