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Erweiterung der EVK-Tagesklinik
Ab 1. November stehen 24 tagesklinische Behandlungsplätze in der Klinik für Seelische Gesundheit und Präventivmedizin zur Verfügung

In ihrem letzten Feststellungsbeschluss zur Krankenhausplanung hat die Bezirksregierung einen Ausbau der teilstationären Kapazitäten an der Klinik für Seelische Gesundheit und Präventivmedizin in Gelsenkirchen von bislang 15 auf insgesamt 32 teilstationäre Plätze beschlossen. Zum ersten November wird daher der Standort an der Bruchstraße zunächst um neun Plätze erweitert, so dass dort für 24 Patientinnen und Patienten eine tagesklinische Behandlung ermöglicht wird.
„Da sich die Rahmenbedingungen für die stationäre Versorgung in psychiatrisch–psychotherapeutischen Kliniken in den letzten Jahren national und international dramatisch verändert haben, wird der Auf- und Ausbau einer an diese Entwicklung angepassten Versorgungsstruktur mit teilstationären und ambulanten Behandlungsmöglichkeiten immer wichtiger.“, erklärt Priv.-Doz. Dr. med. Marcus W. Agelink, Chefarzt der Klinik für Seelische Gesundheit und Präventivmedizin, den Hintergrund des Beschlusses.
In der Tagesklinik steht den Patienten ein multiprofessionelles Team aus Ärzten, Psycholo-gen, Pflegekräften, Musiktherapeuten und Ergotherapeuten sowie Sozialpädagogen zur Verfügung. Ergänzt wird das Therapieprogramm durch Sport- und Bewegungstherapie. Auf diese Weise wird Patienten wohnortnah eine individuelle, dem Krankheitsbild und der aktuellen Lebenssituation angepasste Therapie ermöglicht.
Die in Tageskliniken behandelten Patienten profitieren tagsüber von einem stabilen therapeutischen Rahmen ähnlich dem eines Krankenhauses; die Nachtstunden aber und das Wochenende können diese Patienten in ihrer eigenen Wohnung bzw. bei ihrer Familie verbringen. In eine tagesklinische Behandlung kommen schwerpunktmäßig Patienten mit affektiven, psychotischen oder neurotischen Erkrankungen. Typische Krankheitsbilder sind Depressionen, Psychosen, Ängste, Zwänge oder auch psychosomatischen Beschwerden oder somatoform autonomen Funktionsstörungen wie Essstörungen, Herzneurosen, chronischen Rückenschmerzen oder psychogenen Anfallsleiden. „Wir möchten mit unseren Patienten eine Einsicht in aktuelle Lebenskonflikte und Hintergründe ihrer seelischen Erkrankung erarbeiten sowie Veränderungs- und Genesungsprozesse herbei-führen.“, erklärt Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Marcus W. Agelink das Behandlungskonzept. „Durch die Behandlung soll die größtmögliche Reduktion von Beschwerden, eine Stabilisierung der seelischen Befindlichkeit und eine stufenweise Reintegration in das soziale Umfeld erreicht werden.“
Die Behandlung in der Tagesklinik wird von den Krankenkassen finanziert. Die Aufnahme erfolgt analog zur Krankenhausbehandlung durch ärztliche Verordnung.

Autor:

Diakoniewerk Gelsenkirchen und Wattenscheid e. V. aus Gelsenkirchen

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