Taner Ünalgan regt die Begrünung von Bushaltestellendächern an
Bienen-Paradies Gelsenkirchen?

Die in Utrecht verwendeten Sedum-Pflanzen sind robust und bedürfen kaum der Pflege. Dafür sind sie aber bei Bienen und Hummeln gern gesehene „Rastplätze“.
Foto: Barbra Verbij/ Gemeente Utrecht
  • Die in Utrecht verwendeten Sedum-Pflanzen sind robust und bedürfen kaum der Pflege. Dafür sind sie aber bei Bienen und Hummeln gern gesehene „Rastplätze“.
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Wie die Medien berichteten hat die Stadt Utrecht in den Niederlanden über 300 Bushaltestellendächer begrünt. Die so entstandenen Mini-Wildblumenwiesen sollen Lebensraum für Bienen, Hummeln und andere Insekten in der Stadt schaffen.
Hiesige Kommunen wie Düsseldorf oder Neuss haben diesen Gedanken bereits aufgegriffen. Und auch der Gelsenkirchener SPD-Stadtverordnete Taner Ünalgan möchte dazu anregen, die Idee auch in Gelsenkirchen umzusetzen.
Der Stadtverordnete ist auch Mitglied im Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss und erklärt: „In einer Zeit, in der Insekten nach allen vorliegenden Erkenntnissen vom Aussterben bedroht sind, sollten wir kreativ werden, um unseren Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt zu leisten. Das Beispiel aus Utrecht ist eine interessante Möglichkeit, um zusätzlich zu den in den letzten Jahren von Gelsendienste angelegten Wildblumenwiesen weitere Nahrungsangebote für Bienen, Hummeln und weitere Insekten zu schaffen.“
Dabei beruft sich Ünalgan auf die Erfahrungen in Utrecht, wo robuste Sedum-Pflanzen eingesetzt wurden, die nicht nur hübsch anzusehen sind, sondern auch Feinstaub aus der Luft filtern und Regenwasser speichern, weshalb sie seltener gegossen werden müssen und an heißen Tagen sogar etwas Abkühlung spenden können.
„Gelsenkirchen als blühendes Bienen-Paradies ist jedenfalls eine aus vielen Gründen charmante Vorstellung, die, wie ich finde, unsere Unterstützung verdient. Deshalb bitte ich Stadtverwaltung, Gelsendienste und Bogestra darum, zu prüfen, ob die Dächer unserer Bushaltestellen nach dem Vorbild von Utrecht ebenfalls bepflanzt werden können“, plädiert der Politiker für seine Idee.
Dabei lässt er die Kosten nicht außer Acht und erklärt: „Möglicherweise eignen sich für ein solches Vorhaben auch entsprechende Fördermittel. Wir können den Klimawandel alleine zwar nicht aufhalten, aber das sollte uns keine Sekunde lang davon abhalten, das für den Klimaschutz zu tun, was in unserer Macht liegt.“

Autor:

silke sobotta aus Gelsenkirchen

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