Risiko Brückenspringen - Stadtspiegel-Leser berichtet: Onkel mit Kopf auf Grund aufgeschlagen

Der Sprung in den Kanal ist nicht die beste Idee, weil man nie weiß, was unter der Wasser-oberfläche schwimmt oder liegt. Es ist lebensgefährlich. 
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  • Der Sprung in den Kanal ist nicht die beste Idee, weil man nie weiß, was unter der Wasser-oberfläche schwimmt oder liegt. Es ist lebensgefährlich.
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  • Foto: Lokalkompass/ Arne Pöhnert
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Wer von Brücken in den Kanal springt, geht ein hohes Risiko ein. Jahr für Jahr warnen Polizei und DLRG vor dem Sprung ins Ungewisse.

Die Gefahr droht unter Wasser, denn da der Kanal nicht zum Schwimmen und schon gar nicht für Sprünge freigegeben ist, wird unter Wasser auch nicht aufgeräumt: Das heißt. Gegenstände könnten auf dem Grund liegen, die die Wasserspringer nicht sehen können. Wer hier kopflos hinuntersaust, beweist keinen Wagemut, sondern setzt sein Leben aufs Spiel. Davor warnt auch die DLRG.

"Trifft man unter Wasser auf Grund oder irgendwelche Gegenstände auf, kann dies zu schweren Verletzungen, im schlimmsten Fall bis zur Querschnittslähmung führen", heißt es in den Tipps zum Beispiel der DLRG, Landesverband Baden Bezirk Rhein-Neckar. "Wasser kann bei einem Sprung ab circa zehn Metern Höhe hart wie Beton sein." Spezielle Tipps von den Ortsgruppen Gelsenkirchens waren trotz Anfrage nicht zu bekommen.

Auch Augenzeugen beobachten in Gelsenkirchen die gefährlichen Aktionen: Stadtspiegel-Leser Jürgen Bergmann hat Menschen am Wochenende springen gesehen, von der neuen Brücke an der Marina Bismarck und von der Zugbrücke in Schalke-Nord. „Es ist nicht einzuschätzen was sich knapp unter der Wasseroberfläche befindet“, warnt Bergmann. „Es muss ja nur ein Stück Holz sein.“ Bergmann erinnert sich an die Geschichte, als sein Vater seinen Onkel vor dem Ertrinken gerettet hat. „Weil er vom Bogen der Hafeneinfahrt gesprungen ist“, schreibt Bergmann an die Redaktion. „An die Oberfläche kam nur eine Blutlache, da mein Onkel mit dem Kopf auf dem Grund aufgeschlagen ist und sofort ohnmächtig war. Geistesgegenwärtig sprang mein Vater hinein und holte meinen Onkel herauf. Die Ärzte flickten ihn zwar wieder zusammen, aber er war sein Leben lang im Gesicht und am Kopf entstellt.“

Geschichten dieser Art sollten jungen Leuten Warnung genug sein. Aber auch Begleitpersonen können was tun: "Bitte mischen Sie sich ein, wenn zum Beispiel ein Betrunkener auf die Idee kommt von einer Brücke zu springen", so die DLRG weiter. "Halten Sie ihn unbedingt von seinem Vorhaben ab!"

Autor:

Harald Landgraf aus Dinslaken

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