Bittere Pillen bei Deutschen Meisterschaften. DLRG-Schwimmer nicht für starke Leistungen belohnt.

Herausragende Zeiten und viel Frust – so lautete die Bilanz der heimischen DLRG-Schwimmer, bei den Deutschen Meisterschaften im Rettungsschwimmen, die in Bamberg ausgetragen wurden. Aus den Medaillenträumen wurde nichts.

Für die Junioren-Mannschaft in der Altersklasse 15/16 reichte es in der Besetzung Robert Ortmann, Jan Lordieck, Pascal Lukas, Michael Batzel und Chantal Bernhard trotz herausragender Zeiten nur für den undankbaren vierten Platz in der Gesamtwertung des Rettungsvierkampfs (4689,96 Punkte). In der Rettungs-, Gurtretter- und Hindernisstaffel war die Mannschaft zwar jeweils Zweite geworden, in der Puppenstaffel aber nur Fünfte – das waren letztlich die Punkte, die zur Medaille fehlten. „Besonders bitter war, dass wir am Ende des Wettkampfes noch auf Platz drei lagen, bis dann um 23 Uhr einem Einspruch der Mannschaft aus Stralsund stattgeben wurde“, sagte Trainer Andreas Goetsch.
In der 4x50-Meter Gurtretterstaffel unterboten die Junioren in 1:46,16 Minuten zwar den bestehenden und elf Jahr alten Deutschen Rekord, allerdings war die DLRG Halle-Saale noch einmal acht Hundertstel schneller. Ortmann schwamm hier eine starke Zeit von 19,5 Sekunden über die 50 Meter Flossenschwimmen, Batzel eine sehr gute Zeit von 28,8 Sek. über die 50 Meter mit dem Gurtretter (flach). Herausragend war auch die Zeit von Bernhard (35,1 Sek.) in der Rettungsstaffel über 50 m Puppe abschleppen mit Flossen. In der Hindernisstaffel blieben alle vier Starter unter 30 Sekunden. „Das ist in ihrem Alter eine sehr starke Leistung“, sagte Goetsch anerkennend.
Im Einzel fehlten Robert Ortmann dann bei 2930,06 Zählen in der Gesamtwertung des Rettungsdreikampfs nur 21 Punkte auf Platz drei. Der Rückstand auf Platz eins betrug 95 Zähler. Über die 100 m Retten sowie die 100 m Retten mit Flossen schwamm er in 35,76 bzw. 58,09 Sekunden nur knapp an der Bundeskadernorm vorbei (35,30, bzw. 57,50 Sek.) vorbei. Aufgrund seines vierten Platzes bei der DM wird Ortmann von der Bundestrainerin aber zum Sichtungslehrgang vom 6. bis 8. Dezember nach Warendorf eingeladen. Jan Lordieck (2735,31) wurde im Rettungsdreikampf Elfter und schwamm hierbei eine sehr gute Zeit von 58,52 Sekunden über die 100 m Retten mit Flossen.
Extrem bitter verliefen die Deutschen Meisterschaften auch für das heimische Damenteam, das in der Besetzung Kirsten Lühr, Vanessa Kik, Marina Nass und Lara Schmalenstroer als Titelverteidiger antrat. Schwimmerisch konnte das Quartett zwar den gesundheitsbedingten kurzfristigen Ausfall von Verena Marquis gut verkraften. Doch das Team handelte sich bei der 4x50m Rettungsstaffel und der 4x25m Puppenstaffel Disqualifikationen ein, weil die Puppe jeweils kurz unter Wasser geriet. Damit standen in der Endabrechnung aber nur enttäuschende 2477,83 Punkte zu Buche, was den 23. von 24 Plätzen bedeutete. Im April noch hatte das Team mit 4392,88 Zählern im Rettungsmehrkampf noch souverän erneut den Landesmeistertitel geholt und damit sicher das Ticket zur DM gelöst. Mit dieser Punktzahl wäre zumindest die Bronzemedaille möglich gewesen – die frischgebackenen Titelgewinnerinnen aus Halle-Saale holten insgesamt 4489,38 Punkte.
Im Einzel bestätigte Marina Nass mit 2810,05 Punkten ihre Vorplatzierung auf Rang zehn und war damit durchaus zufrieden. Ihre stärkste Zeit waren hierbei die 38,57 Sekunden über 50m Retten, in denen sie Fünfte wurde. Lara Schmalenstroer musste im Einzel der AK 17/18 wegen Schulterschmerzen den Wettkampf abbrechen, nachdem sei die 50 m Retter in 45,81 Sek. absolviert hatte.

Autor:

Boris Spernol aus Gelsenkirchen

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