Bischof Overbeck wirbt für stärkere Zusammenarbeit
Nicht in Grenzen denken

Bischof Overbeck und dem federführenden Minister der Ruhr-Konferenz, Stephan Holthoff-Pförtner, beim Gründungstreffen des Ruhr-Konferenz-Beirats im Essener Bischofshaus.
  • Bischof Overbeck und dem federführenden Minister der Ruhr-Konferenz, Stephan Holthoff-Pförtner, beim Gründungstreffen des Ruhr-Konferenz-Beirats im Essener Bischofshaus.
  • Foto: Nicole Cronauge | Bistum Essen
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Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck wirbt für eine stärkere Zusammenarbeit der Kommunen im Ruhrgebiet. Im Interview mit dem Initiativkreis Ruhr äußert sich der Bischof zu den Perspektiven der Ruhr-Konferenz der NRW-Landesregierung.

„Es gilt, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass im Ruhrgebiet auch in kommenden Tagen eine Kultur des Miteinanders gelebt werden kann. Deshalb sollten sich die Kommunen gemeinsam für die Ziele der Ruhr-Konferenz engagieren“, sagt Overbeck in einem Interview mit dem Initiativkreis Ruhr.
„Eine Politik, die primär in Stadtgrenzen denkt, verliert die Lebenswirklichkeit der Menschen aus den Augen“, betont der Bischof, der Mitglied im Beirat der von der NRW-Landesregierung einberufenen Ruhr-Konferenz ist. Entwicklungsbedarf im Ruhrgebiet sieht Overbeck vor allem beim Thema Verkehr.
Einerseits müsse mit Blick auf den Klimaschutz das Nahverkehrssystem so engmaschig, zuverlässig und übersichtlich sein, dass es für noch mehr Menschen eine Alternative zum Auto darstellt, so Overbeck. Andererseits dürfe der Ausbau und die Instandhaltung von Straßen nicht vernachlässigt werden. Auch im 21. Jahrhundert werde ein gut funktionierendes Straßennetz ein wichtiger Standortfaktor bleiben.
Besonderen Handlungsbedarf sieht Overbeck zudem bei Investitionen in den Bildungssektor und der Förderung des Wohnungsbaus: „Erschwingliche Mieten und der Zugang zu guter Bildung, unabhängig von der sozialen Herkunft, sind Fragen der Gerechtigkeit.“

Spürbarer Mehrwert an Lebensqualität

Die Ruhr-Konferenz könne nur etwas bewirken, wenn ihre 20 Themenforen einem verbindenden Ziel dienten, so Overbeck weiter. „Es geht nicht um einzelne Prestigeprojekte, die wenigen Leuten nutzen, sondern um eine zukunftsfähige und weltoffene Region, in der freies, gerechtes und gutes Leben gelingen kann.“ Die von der Ruhr-Konferenz beschlossenen Maßnahmen sollten allen Menschen im Ruhrgebiet einen spürbaren Mehrwert an gesteigerter Lebensqualität in Aussicht stellen. Erste Vorschläge erwartet der Bischof im kommenden Jahr: „Da es eine große Erwartungshaltung an die Ruhr-Konferenz gibt, gilt der Grundsatz: je eher, desto besser.“

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