Der krönende Abschluss eines Schuljahres

Elisabeth Schachta-Wegener
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Der krönende Abschluss des Schuljahres 2010/2011 war neben den Zeugnissen diesmal ein Musical in der Erich Kästner Realschule. Trotz Schulstress und Prüfungsvorbereitungen für die Zentralen Abschlussprüfungen wurde fleißig an „Löwenherz- das Rock-Mystical“ von Andreas Schmittberger geprobt und gearbeitet.
Elisabeth Schachta-Wegener, die Klassenlehrerin der 10 b, hatte die Leitung dieses Großprojektes. Es beinhaltete die Regie über die Akteure und Sängerinnen, die Beobachtung der Choreografie für die Tänzer sowie mit dem Schülerchor für „Löwenherz“ zu proben und ihn zu dirigieren. Dies alles unter einen Hut zu bringen gelang ihr hervorragend und sie ereichte ein Ergebnis, dass sich sehen und hören lassen konnte. „Löwenherz“ ist auch für größere Bühnen wie z. B. der Gladbecker Stadthalle bestens geeignet.
Das Musical verbindet Schauspielkunst, Gesang und Tanz auf großartige Weise und verdient die Auszeichnung kulturelles Happening, was auch die Zuschauer mit nicht enden wollenden Applaus bestätigten.
Es bewahrheitete sich mal wieder: Je schlechter die Generalprobe, umso genialer die Aufführung. Und genauso ist es gekommen!
Über 300 Zuschauer ließen es sich am 21. Juli 2011 nicht entgehen, sich dieses von Schülern aufgeführte Musical anzuschauen. Es herrschte eine fabelhafte Stimmung während der gesamten Aufführung. Der Handlungsbogen wurde interessiert mitverfolgt, von Langweile war keine Spur. Die Zuschauer litten mit Leonardo (Dominic Sega) und Anton (Melanie Nowak) von Anfang an mit.
Leonardo, der Junge aus dem 14. Jahrhundert und Anton, der Junge aus dem 21. Jahrhundert. Eine Zeitreise, bedingt durch ein Amulett, macht es möglich, dass die beiden zu einander finden und ihre gegenseitigen Probleme mit viel Köpfchen lösen. Sie verbinden und behaupten sich gegen Schizzos Schlägerbande und berauben ihn seiner Macht.
Plötzlich ist Schizzo (Timo Siedlaczek) allein und bekommt zu spüren, wie man sich dabei fühlt.
Leonardo gelingt es mit Hilfe seiner neuen Freunde in die Vergangenheit zurückzukehren, um seinen Vater Hieronymus (Philipp Wagner) vor dem Großinquisitor (Melke Krag) zu retten. Dies gelingt ihm tatsächlich. Fast gleichzeitig sendet er durch die Geschichtsbücher eine Botschaft an Anton und seine Freunde. Eine wirklich schöne Story mit viel Tiefgang, die auch zum Nachdenken anregt.
Alle Akteure überzeugten großartig auf den Bretten, die die Welt bedeuten. Besonders Melanie Nowak als Anton, die innerhalb von zwei Wochen ihren Text einstudierte, weil sie, bedingt durch den Krankheitsausfall einer Akteurin, kurzfristig einspringen musste.
Ein Glücksgriff war diese Entscheidung auf jeden Fall und sie glänzte neben Hauptdarsteller Dominic Sega als Löwenherz.
Da beide Darsteller schon gewohnt sind, gemeinsam auf der Bühne zu stehen, gab es keinerlei Probleme, denn sie spielen seit Jahren Theater in der Jugendkunstschule Gladbeck und haben durch Regisseur Jörg Wilms ihr Handwerk hervorragend gelernt. Zuletzt waren sie in „Missing – Der tödliche Bunker: Bis das der Tod uns scheidet“ auf der Bühne des Forum vom Heisenberg-Gymnasium Gladbeck zu bewundern.
Aber auch die anderen Akteure waren in ihrem Element und man nahm ihnen ihre Rollen voll ab, egal ob in der Vergangenheit oder in unserer Gegenwart. Die Kampfszene von Trauthold (Ufuk Kavuk), Albrecht (Lars Schmale) und den beiden Soldaten (Raphael Jobst und Dominik Witschel) gegen Hieronymus (Philipp Wagner) wirkte so echt, dass ein kleines Mädchen während der Aufführung sogar weinend zu ihrer Mutter lief, weil sie Angst hatte, dass sich die Akteure verletzt hatten (Auskunft von Elisabeth Schachta-Wegener).

Auch die anderen Mitglieder vom „Club der Loser“ wie Geneviéve (Christina Behr), Gloria (Laura Hadelka), Hannes (Sarah Geib) und Bodo (Katharina Dyballa) spielten sehr real.
Schizzos Schlägerbande überzeugte nicht nur durch Schizzo selbst (Timo Siedlaczek), sondern auch Jule (Annalena Blömeke) und Thor (Noah Schmitt) waren hervorragend.
Kamilla Behr stellte die Geschichtslehrerin Frau Knaubloch dar und sang auch Leonardos Gedanken und verzauberte so mit ihrer Stimme das gesamte Publikum.
Die Tänzer des Mittelalters brachten einen besondern Touch auf die Bühne und es machte Spaß, ihnen zuzuschauen. Zu ihnen zählten: Meike Krag, Philipp Wagner, Christina Behr, Ufuk Kavuk, Jacqueline Merlung, Lars Schmale, Joanna Weihs und Norman Kadur.
Auch den Mystic-Tänzerinnen gelang es, Farbe auf die Bühne zu bringen und mit ihrem verspielten Tanz zu imponieren, wie es ihnen schon bei der Abschlussfeier der 10er gelungen war. Reyhan Alcan, Hannah Allekotte, Joana Auffenberg, Jessica Bonet, Franziska Boskamp, Elena Gassioh, Natalie Musiol, Lisa Piechofka, Irina Scharmann, Laura-Jane Staschok und Julia Wutz sah man die Freude und den Spaß bei dieser Tanzdarbietung an.
Der Chor erhob seine Stimme, zeigte sich von der besten Seite und unterstützte auch zusätzlich die Frontsängerinnen auf der Bühne. Somit steuerte er zum guten Gelingen des Musicals mit bei. Zu den Chormitgliedern zählten diesmal: Aysenur Alpaslan, Baran Alpaslan, Burcu Alptekin, Semih Celik, Luc Vincent Deckers, Merve Demirel, Onur Erdogan, Janine Funke, Adrian Hanker, Fath Ibrahimbas, Okan Karabügül, René Kauls, Dilan Kaypak, Etem Kececi, Charlotte Körner, Jonas Küch, Nusret Miyanyedi, Gizem Mutlu, Taha Özgöz, Joel Porcu, Uua Elenur, Jerome Oliver Sax, Justin Schaft, Vincent Schwulera, Celina Selbach, Viviern Sololowski, Alkan Talas, Dogukan Turan Cansu Uslu, Hila Yücel, Rabia Zeybek.
Auch die Sängerinnen auf der Bühne unterhielten das Publikum auf eindrucksvoller Weise. Dazu zählten: Hannah Allekotte, Franziska Boskamp, Natalie Musiol, Lisa Piechotka, Laura-Janze Staschok, Julia Wutz, Lena Notthoff, Caroline Brudeska.
Melanie Nowak (Anton) bewies nicht nur, dass sie schauspielern kann. Auch das Singen gehört zu einem ihrer Talente.
Für die Choreographie verantwortlich waren: George Giraldo und Laura Hadelka.
Die Technik zu verantworten hatten Hayriye Cinar, Katarina Dyballa, Magdalena Gerhards und Ufuk Kavuk.
Omni Mystica war für die Kostüme verantwortlich. Ein besonderer Dank geht auch an die teilweise Leihgaben der Horster Märchenbühne, wo auch Elisabeth Schachta-Wegener unterstützend tätig ist.
Allen Schülern mit Elisabeth Schachta-Wegener ist es zu verdanken, dass „Löwenherz“ in der Erich Kästner Realschule zu so einem großen Erfolg mutierte und man nur hoffen kann, es vielleicht noch einmal in der gleichen Besetzung auf der Bühne zu bewundern. Hut ab vor dieser außergewöhnlichen Leistung …

Fotos: Halina Monika Sega & Frank Gebauer

Autor:

Halina Monika Sega aus Gladbeck

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