Sanierungsfall "Drei Jünglinge im Feuerofen": Auch Hunde-Urin setzte dem Mahnmal zu

Der Zustand war katastrophal, so Heinz-Karl Meuskens vom Heimatverein Goch, eine Restaurierung der Skulptur "Drei Jünglinge im Feuerofen" unausweichlich: "Die Stützträger aus Naturstein waren ausgewaschen, die Gehwegplatten sind teilweise hochgekommen, da war Handlungsbedarf angesagt."

An der Skulptur, die an die Gefallenen der Kriege, der Opfer des NS-Terrors, der Vertreibung aus der Heimat sowie der Toten der Stadt erinnern soll, hat nach 51 Jahren der Zahn der Zeit soweit zugesetzt, dass der Vorstand des Heimat- und Verkehrsvereins beschloss, sich im rahmen seines 90-jährigen Bestehens aktiv um die Sanierung zu kümmern.

Im Zusammenhang mit dem Vermögensbetrieb der Stadt Goch wurde eine Bestandsaufnahme durchgeführt. Dabei wurde festgestellt, dass das Denkmal aufgrund des Ahorn-Wildwuchses nicht mehr zur Geltung kommt. Auch das Pflanzbeet zum Rosengarten hin fällt dem Betrachter optisch eher negativ auf.
Der vorhandene Belag um das Denkmal herum aus Basaltlave-Platten ist über die Jahre hinweg uneben geworden, teilweise beschädigt beziehungsweise gebrochen. Die Unebenheiten müssen teilweise gar als Gefahrenstelle ausgewiesen werden. Der Plan hierfür: Verwendbare Platten sollen aussortiert und mit neuen Platten neu verlegt werden. Der Basaltlava-Sockel ist in Bodennähe durch Hunde-Urin stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Außerdem haben Moose und Flechten die Oberfläche stark angegriffen, das Denkmal muss nun gereinigt und neu verfugt werden. Dazu müssen neue Sockelplatten hergestellt und schließlich angebracht werden.
Außerdem soll die Möblierung (Papierkorb, Bänke) ersetzt werden. Zusätzlich sollen Bodenstrahler fdür eine bessere Wahrnehmung in der Dunkelheit sorgen. Eine Info-Tafel soll dem Besucher das Denkmal näherbringen. Der Heimatverein rechnet mit Kosten von rund 16.000 Euro, die er allerdings nicht alleine aufbringen kann, weshalb er mit Partnern zusammenarbeitet.  Das Mahnmal "Drei Jünglinge im Feuerofen" zeigt gemäß der Bibel den Dank der drei Jünglinge Ananias, Misael und Azarias, die dem ihnen zugedachten Tod im Feuerofen entronnen sind. Im Jahr 1962 wurde beschlossen, ein Mahnmal zu bauen, das an alle Opfer erinnern soll. Im Jahr 1964 erstellte der Bildhauer Fritz Bernuth aus Wuppertal ein Modell. Die Enthüllung erfolgte am 6. Februar 1966. Die Geschichte

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