Gocher Unternehmer fordern: "Den Marktplatz voll öffnen!"

Goch hat zu viel Schulden und zu wenig Parkplätze. Während die Kämmerin Bettina Gansen in dieser Woche ihre Vorschläge für eine Haushaltskonsolidierung im Rat präsentierte, haben drei Gocher und reale Wirtschaftsexperten eine ganz konkrete Idee, wie mehr Geld ins Stadtsäckel gelangt: Den Marktplatz für mehr Autos öffnen, mehr Kaufkraft heranziehen.

von franz geib

Gerhard Mühlhoff, Rudi Willems und Willi Dercks waren allesamt Unternehmer, sind Eigentümer mehrerer Immobilien und Vermieter zahlreicher Geschäfte an der Voß-, Stein- und anderen Straßen. „Es ist ein Unding, dass der Marktplatz von Mai bis Oktober zur Hälfte gesperrt ist, wo doch alle Welt weiß, dass nur dort, wo genügend Parkraum ist, auch Kaufkraft geschaffen wird“, sagten die drei Senioren am gestrigen Samstag in der Wochenblatt-Redaktion.
Ihr Plan darum: Die halbseitige Sperrung des Marktplatzes endlich abschaffen! „Durch diese Sperrung entfallen 32 Parkplätze. Bei einer Parkdauer von knapp unter zwei Stunden gehen somit täglich rund 200 Autos, also rund zwei- bis dreihundert Kunden, verloren“, rechnet Willi Dercks ganz einfach vor.
Rudi Willems skizziert am Wochenblatt-Schreibtisch den Plan der drei Ex-Unternehmer: Die Poller, auch die in der Mitte, wegnehmen und den Marktplatz das ganze Jahr vollständig öffnen.
„Die örtliche Gastronomie (ein Eiscafé und eine Gaststätte, die Red.) wird keinesfalls geschädigt, im Gegenteil“, führt der Gocher aus und ergänzt: „Die freie Parkplatzfläche wird derzeit kaum von der Außengastronomie beansprucht. Selbst wenn sie ihre Stühle bis zu vier Meter in den Markt hinein stellen, bliebe noch genügend Parkkraum für die doppelte Anzahl der bislang parkenden Nutzer.“
Denn, so Willems: „Der Marktplatz ist riesig groß und die Autos parken derzeit sehr großzügig. Es wird viel Platz verschenkt.“ Zum Vergleich zieht der Gocher das Parkdeck an der Straße Hinterm Engel (gegenüber Gocher Wochenblatt) heran, wo die Lücken zwischen den doppelten Park-reihen knapper bemessen sind und es trotzdem keine Probleme beim Ein- und Ausparken gäbe.
Willi Dercks gibt die Losung aus: „Wir Gocher denken zum Wohle unserer Stadt!“ Seine These lautet deshalb: Umsatz könne in der Stadt nur dann erzielt werden, wenn genügend Kunden aus den umliegenden Städten kämen. Umsatz erhalten bedeutet Arbeitsplätze erhalten und somit mehr Steuereinnahmen.
Rudi Willems: „Wir haben bereits viel Parkraum verloren in dieser Stadt: Der Redonplatz ist wegen der Altenheimerweiterung weggefallen und der Klosterplatz entfällt in der Woche wegen der Berufsschule.“
Gerhard Mühlhoff hatte den Vorschlag bereits mehrfach im Rathaus vorgetragen: „Ich habe mit vielen Ratsmitgliedern gesprochen, doch scheinbar interessiert sie das nicht. Oder sie sind zu lasch!“
Anmerkung: Für eine Rücknahme der halbseitigen Sperrung hatte bereits im September des vergangenen jahres der Werbering Goch plädiert und eine entsprechende Anregung in den Rat gebracht.
Am Dienstag tagte wieder der Rat. Ein Thema war dabei die künftige Zusammenarbeit der Wirtschaftsförderung und des Werbering Goch ...

Autor:

Franz Geib aus Goch

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