Figurengruppe des Welperaner Künstlers Egon Stratmann enthüllt
Hattingen: "Zwei Schmelzer" am Marktplatz in Welper

In seiner Ansprache im Rahmen der Aufstellung seiner Schmelzergruppe auf dem Marktplatz in Welper erinnerte Künstler Egon Stratmann (rechts) auch an den besonderen Geruch, der beim Hochofenabstich über Hattingen lag. Vor sehr vielen Bürgern, viele von ihnen mit einer Henrichshütten-Vergangenheit, enthüllten er und Bürgermeister Dirk Glaser (links) die beiden Schmelzerfiguren August und Rainer.    Foto: Groß
  • In seiner Ansprache im Rahmen der Aufstellung seiner Schmelzergruppe auf dem Marktplatz in Welper erinnerte Künstler Egon Stratmann (rechts) auch an den besonderen Geruch, der beim Hochofenabstich über Hattingen lag. Vor sehr vielen Bürgern, viele von ihnen mit einer Henrichshütten-Vergangenheit, enthüllten er und Bürgermeister Dirk Glaser (links) die beiden Schmelzerfiguren August und Rainer. Foto: Groß
  • hochgeladen von Roland Römer

Der letzte Hochofen wurde in Hattingen am 18. Dezember 1987 nach 133 Jahren Stahlgeschichte ausgeblasen. Zur Erinnerung an die „Stahlstadt Hattingen“ wurden jetzt auf den Tag genau 32 Jahre später in Welper am Marktplatz die Skulpturen „Zwei Schmelzer“ des Hattinger Künstlers Egon Stratman aufgestellt.

Bürgermeister Dirk Glaser und Egon Stratmann enthüllten die Kunstwerke und übergaben sie damit der Öffentlichkeit. August und Rainer heißen die beiden silberfarbenen Schmelzer aus Aluminiumbronze. Sie sind rund 1,80 Meter groß und etwa 150 Kilogramm schwer. Ihre Namen erinnern an August Kuhnert und Rainer Sieler, die beim am Ende vergeblichen Kampf um die Henrichshütte in ihren Silbermänteln bei den Demonstrationszügen und -veranstaltungen immer vorne weg gegangen sind.
Insgesamt 65.000 Euro kostete diese "Kunst im öffentlichen Raum". Dazu hatte der gebürtige Blankensteiner und jetzt in Welper wohnende Künstler Egon Stratmann zunächst Kleinmodelle aus Keramik per Hand gefertigt. Diese wurden mit Hilfe der 3D-Technik schließlich zu Kunststoff-Modellen in Originalgröße mit einem Überzug aus Aluminiumbronze. Letztlich entstanden August und Rainer in einem professionellen Kunstgussverfahren in einer Glockengießerei.

32.500 Euro aus Landesförderprogramm

Für das Kunstprojekt erhielt die Stadt Hattingen 32.500 Euro aus dem Landesförderprogramm "Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet" des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung in NRW. Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, hatte Bürgermeister Dirk Glaser den Zuwendungsbescheid im Sommer persönlich bei ihrem Besuch in Welper überbracht. Der Restbetrag kam über Sponsorengelder zusammen.
Bürgermeister Dirk Glaser: “Die Bürger im Ortsteil Welper wünschen sich eine sichtbare Würdigung der großen Vergangenheit. Der Ortsteil Welper verdankt noch heute in großen Teilen seine Identität der Hütte.“

Autor:

Roland Römer aus Hattingen

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