Besichtigung der historischen Kalkantenstube am Sonntag, 22. und 29. August
Orgel-Geschichte in der St. Georgs-Kirche schnuppern

Jutta Herberholz führt die Gruppe in den ältesten Winkel der Kirche, wo die Besucher an drei Orgel-Modelle selbst zum Kalkanten werden können. Foto: Holger Grosz
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  • Jutta Herberholz führt die Gruppe in den ältesten Winkel der Kirche, wo die Besucher an drei Orgel-Modelle selbst zum Kalkanten werden können. Foto: Holger Grosz
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"Früher war die Kalkantenstube ein Kämmerchen, eine Rumpelkammer zur Aufbewahrung beschädigter Orgelpfeifen", verrät Jutta Herberholz. Wer heute die historische Treppe zur Orgelempore erklimmt und den ältesten Winkel der Kirche betritt, kann die Geschichte, die darin schlummert, förmlich riechen.

63 Orgeln erbaute Christian Roetzel (1776-1867), ein Orgelbauer aus Alpe im Bergischen Land, zu Lebzeiten. Seine größte war die Orgel der St. Georgs-Kirche, die bis heute zahlreiche Besucher nach Hattingen lockt. Über Altar und Kanzel, direkt unter dem goldenen Sternenhimmel der St.-Georgs-Kirche, erhebt sich der prachtvolle Prospekt der historischen Roetzel-Orgel. 45 Pfeifen sind vom Kirchraum aus sichtbar, doch in ihrem Innenleben verbergen sich knapp 2.000 - von fingernagel- bis zu drei Metern groß.

Um diese zum Erklingen zu bringen, braucht es Luft. Was heute mechanisch funktioniert, war früher Aufgabe der sogenannten Kalkanten: Versteckt in ihrer Kammer sorgten Balgtreter für die Luftversorgung des prachtvollen Instruments. Ihre Namen sind teilweise noch heute in die Tür eingeritzt, denn der Raum ist zwar restauriert aber so geht es geht in seiner Historie erhalten.
Wie genau das funktioniert, können Besucher im Rahmen einer Rahmen einer Führung durch die Kalkantenstube der Hattinger St.-Georgs-Kirche selbst erfahren. Sie können sich als Windmacher versuchen, zum Konzert klingeln und so selbst zu Kalkanten werden. Drei verschiedene Modelle gibt es zu erkunden, darunter auch eine mobile Orgel.

Jutta Herberholz und Anne Stein haben auf ihrer kleinen Tour allerhand Wissenswertes und Unterhaltsames zu berichten: von den Plänen zur Umsetzung, über den Verlust der Pfeifen in Kriegszeiten hin zur detektivischen Rekonstruktion der Orginalpfeifen. Die Besichtigung der historischen Kalkantenstube ist ausschließlich im Rahmen der Führungen möglich und dauert rund 25 Minuten. Die nächsten Termine sind am Sonntag, 22. und 29. August, jeweils 16 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist auf sechs Personen begrenzt, weshalb eine Anmeldung empfohlen wird. Der Eintritt pro Person beträgt 3,50 Euro (Kinder kostenlos). Weitere Infos gibt es unter www.stgeorg-hattingen.de.

Autor:

Sara Drees aus Dortmund

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