Weltenbummler mit Pinsel und Stift

Josef Finke mit einem seiner Werke von der Amalfi-Küste in Italien. Foto: Pielorz
  • Josef Finke mit einem seiner Werke von der Amalfi-Küste in Italien. Foto: Pielorz
  • hochgeladen von Dr. Anja Pielorz

Früher war Josef Finke (65), Wahl-Sprockhöveler, einmal Lehrer. Doch von früher spricht er nicht gern. Nicht etwa deshalb, weil er froh ist, die Altersgrenze erreicht zu haben und nicht mehr berufstätig zu sein. Nein, Josef Finke lebt lieber im Hier und Jetzt. Der Augenblick zählt. Und im Augenblick reist er durch die Weltgeschichte und malt, was Pinsel und der Stift hergeben.

Gemalt hat er auch schon, als er noch als Lehrer unterwegs war. Fünf Jahre verbrachte er in den achtziger Jahren an einer deutschen Schule in Kairo. Weitere vier Jahre unterrichtete er Deutsch an einer tschechischen Schule. Rumgekommen in der Welt ist er. Eine Weltreise hat er auch gemacht. Acht Monate. Und viele Fotos davon. Und Erinnerungen aus der ganzen Welt in seine gemütliche Wohnung nach Sprockhövel mitgebracht.
Auf vielen Reisen gehörte der Zeichenstift dazu. Und seit neuerer Zeit eine Digitalkamera, denn Josef Finke malt auch gerne nach Fotos. Am liebsten Landschaften. „Ich habe auch Portraits und sogar Akte gemalt, aber am liebsten male ich Landschaften. Ich male in Öl, aber noch mehr in Aquarell oder ich zeichne“, erklärt der Sprockhöveler, der sich als „Kind des Ruhrgebiets“ versteht.
Viele Inspirationen brachte er von seinen Reisen mit. In Ägypten beispielsweise lernte er den heute dort sehr bekannten Maler Muhamed Abla kennen. Aber auch Künstler wie K.H. Hügen, Michael Görler, Kurt Welther und Björn Borgmann bringen Josef Finke auf seiner persönlichen Malreise weiter. „Ich finde immer, man sollte möglichst viele Lehrer haben. Das erweitert den eigenen Horizont“, so Finke.
Abstrakt malt der Sprockhöveler nicht. Aber es kann schon einmal vorkommen, dass ihm ein angefangenes Bild nicht gefällt. Dann malt er auch nicht weiter. „Ich male regelmäßig, aber nicht täglich. Und ich stehe auch nicht nachts deswegen auf. Da lese ich lieber ein Buch, wenn ich nicht schlafen kann“, lacht er.
Meistens sei er mit dem Ergebnis seiner Werke zufrieden. „Aber zu Beginn eines neuen Bildes frage ich mich oft, wie die Aufgabe bewältigen soll.“
Manche seiner Werke hängen an den Wänden in seinem Zuhause. „Da habe ich Bilder schon einmal ausgetauscht.“
Ausstellungen hat der Sprockhöveler in der örtlichen Sparkasse gehabt, bei Ortho-Mobile in Hattingen, in der Fachklinik in Langenberg gemeinsam mit anderen Künstlern, und jetzt zum dritten Mal im Buchladen von Helga Schulz in Sprockhövel, Hauptstraße 34. „Darüber freue ich mich besonders. Helga Schulz hat durch zahlreiche Lesungen und Ausstellungen einen richtigen Kleinkunstraum auf der Hauptstraße geschaffen. Ich freue mich immer, wenn ich dort meine Werke zeigen darf“.

Das ist am Samstag, 1. September, 12.30 Uhr unter dem Thema „Sommerreise. Aquarelle“ der Fall. Musikalisch wird die Vernissage von Olaf Futyma (Flöte) und Tom Morisson (Viola) begleitet. Die Ausstellung dauert bis 13. Oktober und kann auch am verkaufsoffenen Sonntag zum Stadtfest angesehen werden.

Autor:

Dr. Anja Pielorz aus Hattingen

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