Fußball am Wochenende: Derby zwischen Hedefspor und SCO

Ob Peter Kursinski auch in der nächsten Saison Hedefspor Hattingen trainieren wird, das soll sich in der kommenden Woche entscheiden. Er hat nur einen Vertrag über ein Jahr.
  • Ob Peter Kursinski auch in der nächsten Saison Hedefspor Hattingen trainieren wird, das soll sich in der kommenden Woche entscheiden. Er hat nur einen Vertrag über ein Jahr.
  • hochgeladen von Roland Römer

(von Toni Bertrams)

Auf dem Weg zum jeweiligen Klassenerhalt wollen die beiden Teams der Sportfreunde Niederwenigern weiterhin punkten. Indes treffen sich an der Munscheidstraße zwei Angeschlagene zum Nachbarschaftsduell: Hedefspor Hattingen empfängt den SC Obersprockhövel.

Landesliga Niederrhein, Gr. 1
Die Nachricht, dass die Tabellenviertletzten der drei Niederrhein-Landesligen nun doch nach der Saison eine Abstiegsrelegation spielen müssen, hat Jürgen Margref, den Trainer der Sportfreunde Niederwenigern, weder geschockt noch überrascht: „Es ändert sich ja nichts daran, dass wir trotzdem Spiele gewinnen wollen.“ So zum Beispiel am Sonntag (15 Uhr) am Schettersbusch (Friedhofstraße 17a), wenn der Tabellen-13. (26 Punkte, 45:42 Tore) beim Tabellendritten SpVg Schonnebeck (47, 72:46) gastiert.
Wäre also jetzt Schluss, müssten die Sportfreunde in jene Relegation, bei der noch nicht klar ist, wie viele der drei Mannschaften dann auch absteigen werden. „Aber wir sind in unserer Entwicklung auf einem guten Weg und brauchen uns auch vor Relegationsspielen nicht zu fürchten“, meint Jürgen Margref.
Dennoch: Am liebsten würde der SFN-Coach den Klassenerhalt direkt schaffen. Allerdings hat sein Team fünf Punkte Rückstand auf den SV Burgaltendorf und die DJK Arminia Klosterhardt – zugleich aber auch fünf Zähler Vorsprung auf den Tabellendrittletzten Tgd. Essen-West.
Dass die Schonnebecker, gegen die es im Hinspiel ein 1:1 gegeben hat, nur auf Rang drei liegen, ist für Jürgen Margref ein Rätsel. „Unfassbar“, sagt er. „Der Verein müsste von seinen Möglichkeiten her ganz anders stehen.“ Aber die doch recht durchwachsenen Leistungen der Essener bieten den Sportfreunden auch die Chance, nach dem 1:0 über Spitzenreiter Cronenberger SC eine weitere Überraschung zu schaffen.
Dabei hat Jürgen Margref jedoch auch stets die zweite Mannschaft und deren Bezirksliga-Abstiegskampf im Blick. Vor einer Woche hatte er aus seinem Kader Christopher Weiß, Marcel Kraushaar und Luca Dobinski abgegeben.

Bezirksliga Westfalen, Gr. 14
Da sie in diesem Jahr regelmäßig gemeinsam gestrauchelt sind, fehlt der Partie zwischen dem Tabellenfünften Hedefspor Hattingen (31 Punkte, 39:31 Tore) und dem Tabellendritten SC Obersprockhövel (37, 44:29) am Sonntag (15 Uhr) an der Munscheidstraße sportlich ein bisschen die Brisanz.
„Aber ich habe die Befürchtung und damit auch die Hoffnung“, sagt Hedef-Trainer Peter Kursinski, „dass meine Mannschaft das Spiel extrem ernst nimmt.“ Grund ist die schlechte Erinnerung Hedefspors an den SCO beim Hallenturnier der TSG Sprockhövel Ende des vergangenen Jahres.
Während das Hedef-Team dann vielleicht noch diesen einen Antrieb hat, ist bei den Obersprockhövelern, die über mehrere angeschlagene Spieler klagen, nach dem 0:2 gegen die TSG Herdecke die Luft raus.
„Aber“, betont Trainer Uli Sieweke, „wir dürfen uns die gute Saison jetzt nicht kaputt machen und die Köpfe hängen lassen. Wir müssen versuchen, Zweiter zu werden.“
Das Ziel sind also drei Punk­te, zumal es im Hinspiel eine 1:3-Niederlage gegeben hat. „Allerdings wird es nicht einfach, gerade auf Asche“, sagt der 43-jährige SCO-Coach.
Für sein Gegenüber Peter Kursinski geht es in diesem Nachbarschaftsduell darum zu gucken, „ob wir die negative Entwicklung stoppen können“.
Ist er denn zuversichtlich? „Ich glaube nicht, dass wir noch viele Punkte holen werden. Die zweite Halbzeit in Esborn war eine Katastrophe“, sagt der 55-Jährige, der davon ausgeht, dass Kai Kwiatkowski, der am Sonntag beim 1:3 umgeknickt ist, spielen kann. Zurzeit sei sein Team sehr störanfällig, erklärt er. „Die Einflüsse von außen sind sehr belastend.“
Einer dieser Einflüsse ist wohl, dass Peter Kursinski nur für ein Jahr an den Klub gebunden ist. Er wird also nicht weitermachen? „Da müssen Sie den Vorstand fragen“, entgegnet der Trainer. Und was sagt Hedef-Chef Orhan Terzi? „Das wird sich in der nächsten Woche entscheiden.“

Es ist nicht so das Ding des Marius Kundrotas, in der Vergangenheit herumzukramen. Sonst könnte er nämlich richtig optimistisch in die Partie am Sonntag (15 Uhr) beim Tabellensechsten Geisecker SV (30 Punkte, 39:37 Tore) gehen. Im Wildhagen hatte es einen 4:1-Sieg gegeben. „Aber das ist doch jetzt ein ganz anderes Spiel“, betont der 33-jährige Spielertrainer des Tabellenelften TuS Hattingen (20 Punkte, 35:44 Tore). „Wir müssen punkten“, wiederholt er. „Unabhängig vom Gegner.“
Wenn er dann doch Optimismus hat, resultiert dieser aus den vergangenen Tagen. „Wir konnten uns im Pokalspiel gegen Wattenscheid Selbstvertrauen holen und sind ausgeruht. Das müssen wir jetzt aber auf dem Platz auch widerspiegeln“, sagt Marius Kundrotas, der sich auch überhaupt keine Gedanken über den sehr kleinen Ascheplatz am Buschkampweg 41 in Schwerte macht.
Noch nicht sicher ist, ob die Rot-Weißen auf Oliver Heinrich (angeschlagen) und Moritz Berg (krank) zurückgreifen können.

Bezirksliga Niederrhein, Gr. 3
Nachdem die Sportfreunde Niederwenigern II dank ihres 2:1-Sieges bei der Essener SG 99/06 die Abstiegsränge verlassen haben, gilt es nun, dieses Zwei-Punkte-Polster und den 13. Rang (24 Zäher, 42:74 Tore) zu verteidigen – und zwar am Sonntagvormittag (11 Uhr, Glückauf-Sportplatz) gegen den Tabellensechsten Schwarz-Weiß Essen II (40 Punkte, 60:55 Tore).
Okay: Der Rückstand zum Tabellenzwölften SC Velbert II beträgt nur zwei Zähler. „Aber wenn ich mir das Restprogramm so angucke, wird es auf die ESG oder uns hinauslaufen“, sagt Trainer Mirko Kursinski und erwartet, dass sein Team vom vergangenen Sonntag, vom 2:1 bei der ESG 99/06, „das Positive alles mitnimmt“.
In der Konsequenz bedeu­tet dies für den 33Jährigen auch, „dass es ein bisschen intensiver werden muss, dass alle im Kopf da sind und auch wollen“. Für zusätzlichen Mut sorgt trotz des 2:4 das Hinspiel. „Da sind wir nach unserer 2:1-Führung in drei Konter gerannt“, erinnert sich Mirko Kursinski. „Das wird uns nicht noch mal passieren.“

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