Fußball: Sieg für Westfalenligist TSG Sprockhövel - Bezirksliga: Hedefspor gewinnt beim SCO

Das Nachbarschaftsduell zwischen Gastgeber SC Obersprockhövel (grüne Trikots) und Hedefspor Hattingen endete unerwartet mit einem 3:1 für Hedefspor.    Foto: Sander
  • Das Nachbarschaftsduell zwischen Gastgeber SC Obersprockhövel (grüne Trikots) und Hedefspor Hattingen endete unerwartet mit einem 3:1 für Hedefspor. Foto: Sander
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(von Toni Bertrams)

Die beiden Fußball-Paukenschläge am vergangenen Sonntag endeten jeweils 3:1. Während die TSG Sprockhövel in der Westfalenliga bei Spitzenreiter SG Wattenscheid 09 gewann, entschied Hedefspor Hattingen das Bezirksliga-Nachbarschaftsduell beim favorisierten SC Obersprockhövel für sich.

Westfalenliga, Gr. 2
SG Wattenscheid 09 – TSG Sprockhövel 1:3, TuS Ennepetal – FC Brünninghausen 1:3, TuS Heven – BV Westfalia Wickede 1:1, FSV Werdohl – TuS Eving-Lindenhorst 0:1, ASC 09 Dortmund – SF Oestrich-Iserlohn 2:1, SpVg. Olpe – BV Brambauer-Lünen 2:0, SpVgg Erkenschwick – SuS Langscheid/Enkhausen 3:0, 1. FC Kaan-Marienborn – DSC Wanne-Eickel 1:1. Spielfrei: DJK TuS Hordel.

TSG Sprockhövel
Als ob es Lothar Huber geahnt hätte. Dank einer Klasse-Vorstellung im Lohrheide-Stadion setzte sich die TSG Sprockhövel vor 757 Zuschauern mit 3:1 (0:1) beim bis dahin sechsmal in Serie siegreichen Tabellenführer SG Wattenscheid 09 durch.
Und das war nach der Vorgeschichte, dem Punktabzug durch Staffelleiter Alfred Link wegen der angeblich fehlenden Spielberechtigung Berkant Canbuluts sowie der 200-Euro-Strafe, alles andere als selbstverständlich. „Ich habe darüber kein Wort verloren. Wir müssen das so akzeptieren, wie es im Moment ist“, sagt der TSG-Trainer.
Nun gilt es, das Urteil der Spruchkammer abzuwarten und die vier Zähler vielleicht doch zurückzubekommen. Und wenn nicht? „Wir haben genügend Qualität“, glaubt Lothar Huber. „Ich habe absolut keine Angst, dass wir auch so die Punkte holen, um unser Ziel zu erreichen.“
So wie am Sonntag in Wattenscheid: tolle Moral, tolle Leidenschaft und vor allem auch guter Fußball. „Wir waren über 90 Minuten klar besser“, erklärt der 59-Jährige. „Nur in der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit hat Wattenscheid ein bisschen Druck gemacht. Ansonsten hatten wir das Spiel total im Griff.“
Dennoch: Das 1:0 gelang nach 37 Minuten den Gastgebern. „So ist das im Fußball“, so Lothar Huber. „Keine Torchance, aber ein Tor. Nach einer Standard-Situation.“
Kein Problem. Die Sprockhöveler agierten nach der Pause noch aggressiver und kamen zu drei Treffern: Berkant Canbulut bereitetet sowohl das 1:1 durch Alexander Meister (62.) als auch das 3:1 durch Serkan Aydin vor (74.), während Alexander Meister sein zweites Tor vom Elfmeter-Punkt markierte (68.), nachdem Ferhat Uelker gefoult worden war. „Hochachtung vor dieser jungen Mannschaft“, lobte Lothar Huber.

Landesliga Niederrhein, Gr. 1
Sportfreunde Niederweni­gern – TSV Ronsdorf 1:2, Rot-Weiß Essen II – SC Velbert 2:2, SV Burgaltendorf – SV Adler Osterfeld 1:1, SSV Sudberg – ESC Rellinghausen 06 0:0, DJK Arminia Klosterhardt – FSV Vohwinkel 1:2, SSVg 09/12 Heiligenhaus – Cronenberger SC 0:3, Vogelheimer SV – SpVg Schonnebeck 2:1, TSV Safakspor Oberhausen – Tgd. Essen-West 1:3.

Sportfreunde Niederwenigern
„Glück sieht anders aus“, sagte Jürgen Margref, der Trainer der Sportfreunde Niederwenigern, nach dem 1:2 (1:0) gegen den Tabellenzweiten TSV Ronsdorf. Der Landesliga-Aufsteiger, der durch diese Niederlage auf einen Abstiegsplatz gepurzelt ist, hatte einen Punkt schon vor Augen, aber dann gelang Marcel Hellmeister in der Nachspielzeit das zweite Wuppertaler Tor.
Klar: Es herrscht eine Mischung aus Frust und Traurigkeit. Aber Jürgen Margref ist zu sehr Fachmann, um herumzujammern. „Wir waren auf einem guten Weg, den wir dann leider verlassen haben“, analysierte er.
Von diesem Weg ab kamen die Sportfreunde, die nach 32 Minuten durch Kevin Moysich mit 1:0 in Führung gegangen waren, nach einer Stunde. „Das 1:1 war ärgerlich und eigentlich bitterer als das spätere 1:2“, sagte der 42-Jährige. Weil es nämlich ohne großen Aufwand hätte vermieden werden können. Im dritten Versuch schließlich brachten die Ronsdorfer den Ball erstmals im Tor von SFN-Keeper Daniel Paries unter (62.).

Bezirksliga Westfalen, Gr. 14
SC Obersprockhövel – Hedefspor Hattingen 1:3, TuS Hattingen – Geisecker SV 4:1, TuS Ennepetal II – TuS Esborn 4:1, FSV Gevelsberg – TSG Herdecke 3:3, TuS Wengern – SC Berchum/Garenfeld 3:0, VfB Schwelm – VfB Westhofen 1:0, ETuS/DJK Schwerte – Cemspor 96 Hagen 6:0. Spielfrei: CSV SF Linden.

SC Obersprockhövel gegen Hedefspor Hattingen
Wenn da mal nicht Euphorie aufkommt. Dank des 3:1 (3:1) im Nachbarschaftsduell beim SC Obersprockhövel herrscht bei Hedefspor Hattingen allerbeste Laune. Ganz im Gegensatz zum SCO, der von der Tabellenspitze gestürzt ist und dessen Trainer Uli Sieweke nach der zweiten Saisonniederlage von der schlechtesten Saisonleistung seiner Mannschaft sprach. Obwohl die Gastgeber nach 14 Minuten durch einen von Muhidin Ramovic verwandelten Foulelfmeter mit 1:0 geführt hatten.
Dann aber trumpfte das Hedef-Team auf dem Kunstrasen Am Schlagbaum auf, machte mächtig Druck auf das Tor von Stefan Gosing und brauchte auch nur sechs Minuten auf den Ausgleich zu warten. Nach Vorarbeit von Nils Güntner drosch Faruk Inci den Ball zum 1:1 ins Netz.
Die Mannschaft von Trainer Peter Kursinski spürte die Verunsicherung, die vor allem in der Obersprockhöveler Defensive herrschte, setzte sehr diszipliniert nach und entschied die Partie schon vor der Pause mit einem Doppelschlag: Sinan Akdogan traf in der 31. Minute zum 2:1 und Cetin Aydin in der 34. zum 3:1-Endstand, ehe das Spiel dann in der zweiten Halbzeit etwas verflachte.

TuS Hattingen
Genau diese Reaktion hatte sich Marius Kundrotas eine Woche nach der 1:4-Blamage bei Schlusslicht Cemspor 96 Hagen gewünscht. Dank einer deutlichen Leistungssteigerung setzten sich die Rot-Weißen im heimischen Wildhagen mit 4:1 (2:0) gegen den Geisecker SV durch und feierten „einen verdammt wichtigen Erfolg“, wie der TuS-Spielertrainer sagte.
Nachdem Kevin Kessner und der genesene Dennis Weber die 2:0-Pausenführung herausgeschossen hatten, trafen nach dem Wechsel erneut Kevin Kessner zum 3:0 (60.) sowie Marius Kundrotas zum 4:1-Endstand (78.).

Bezirksliga Niederrhein, Gr. 3
Mülheimer SV 07 – Sportfreunde Niederwenigern II 4:1, Schwarz-Weiß Essen II – SC Werden-Heidhausen 0:0, Essener SG 99/06 – Trabzon SKV W.-Heiligenhaus 3:1, SV 09/19 Kupferdreh – Heisinger SV 3:1, TVD Velbert – DJK TuS Holsterhausen 1:0, SC Steele 03/20 – Rot-Weiß Mülheim 1:1, SSVg Velbert 02 II – SC Velbert II 2:1, SV Union Velbert 0:1,– SV Kray 04 3:1

Sportfreunde Niederwenigern II
Ein bisschen hatten sie von einer Überraschung beim Tabellenführer geträumt, letztlich waren sie aber vor allem wegen ihrer schwachen ersten Halbzeit chancenlos. Die Sportfreunde Niederwenigern II unterlagen beim Mülheimer SV 07 mit 1:4 (0:3). Das Ehrentor für den Tabellendrittletzten erzielte drei Minuten vor dem Ende Thorsten Mand.

Autor:

Roland Römer aus Hattingen

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