Fußball: TSG Sprockhövel nimmt Kurs auf die Oberliga - Landesligist Sportfreunde dreht wichtige Partie

Jubel nach dem Tor des Tages: Alexander Meister traf in der 43. Minute vom Elfmeter-Punkt zum Sprockhöveler 1:0-Sieg über den BV Brambauer-Lünen. Das feiert er hier mit Adrian Wasilewski (dahinter) und Andrius Balaika.  Foto: Biene
  • Jubel nach dem Tor des Tages: Alexander Meister traf in der 43. Minute vom Elfmeter-Punkt zum Sprockhöveler 1:0-Sieg über den BV Brambauer-Lünen. Das feiert er hier mit Adrian Wasilewski (dahinter) und Andrius Balaika. Foto: Biene
  • hochgeladen von Roland Römer

(von Toni Bertrams)

Beide heimischen Top-Teams sind auf dem besten Weg, ihr Saisonziel zu erreichen: die TSG Sprockhövel den Oberliga-Aufstieg und die Sportfreude Niederwenigern den Klassenerhalt. Einen ganz wichtigen Sieg im Kampf gegen den Abstieg landete auch Bezirksligist TuS Hattingen.

Westfalenliga, Gr. 2
TSG Sprockhövel – BV Brambauer-Lünen 1:0, TuS Heven – TuS Ennepetal 3:1, SuS Langscheid/Enkhausen – ASC 09 Dortmund 0:3, DSC Wanne-Eickel – SpVg. Olpe 5:0, BV Westfalia Wickede – SG Wattenscheid 09 0:4, TuS Eving-Lindenhorst – DJK TuS Hordel 1:2, FC Brünninghausen – SpVgg Erkenschwick 4:3, FSV Werdohl – 1. FC Kaan-Marienborn 0:5. Spielfrei: SF Oestrich-Iserlohn.

TSG Sprockhövel
Die Fußballer der TSG Sprockhövel halten Oberliga-Kurs. Mindestens zwölf Punkte hatte Trainer Lothar Huber aus den letzten fünf Saisonspielen gefordert, und diese hat die TSG jetzt schon aus vier Partien geholt. „Und 10:1 Tore“, sagt der 60-jährige Coach. „Mehr kann man nicht verlangen.“ Der Tabellenfünfte (50 Punkte, 48:37 Tore) setzte sich am Sonntag mit 1:0 (1:0) gegen den Tabellendrittletzten BV Brambauer-Lünen durch.
Okay: Es war diesmal keine berauschende Leistung. „Aber das ist mir auch egal“, sagte Lothar Huber. „Es geht darum, dass wir erfolgreich sind. Alles andere ist uninteressant.“ Und so wird sich, wenn die TSG Sprockhövel den Oberliga-Aufstieg perfekt machen sollte, auch niemand mehr daran erinnern, dass etwa Brambauers Dennis Stolzenhoff in der ersten Hälfte zweimal den Pfosten getroffen hat.
Gute Sprockhöveler Chancen hatten allerdings auch Berkant Canbulut und Sebastian Greitemann und kurz vor der Pause durfte die TSG dann auch jubeln. Schiedsrichter Denis Magne aus Arnsberg erkannte beim Schuss von Ferhat Uelker auf Handspiel von Dennis Hübner. Konsequenz: Der Brambauraner sah die Rote Karte und die Gastgeber erhielten einen Elfmeter, den Alexander Meister in der 43. Minute zum 1:0 verwandelte.
Nach dem Wechsel sorgte das Huber-Team dann für mehr Schwung. „Wir waren nun klar besser“, berichtete der TSG-Trainer, „und hatten gefühlte 20 Möglichkeiten.“ Nur ins Tor der Gäste trafen sie nicht mehr. „So mussten wir bis zum Schluss zittern“, sagte Lothar Huber, dessen Team drei Punkte und im Torverhältnis acht Treffer vor dem Tabellensechsten DJK TuS Hordel liegt, der ein Spiel weniger absolviert hat. „Wenn wir Pfingstmontag den TuS Ennepetal schlagen, sind wir durch.“

Landesliga Niederrhein, Gr. 1
Tgd. Essen-West – Sportfreunde Niederwenigern 2:5, SC Velbert – TSV Ronsdorf 2:3, SSV Sudberg – SV Burgaltendorf 2:0, SpVg Schonnebeck – Cronenberger SC 0:2, ESC Rellinghausen 06 – SSVg 09/12 Heiligenhaus 4:2, FSV Vohwinkel – Vogelheimer SV 4:2, SV Adler Osterfeld – Rot-Weiß Essen II 2:6, DJK Arminia Klosterhardt – TSV Safakspor Oberhausen 5:0.

Sportfreunde Niederwenigern
Wer hätte das gedacht? Nach ihrem 5:2 (1:2)-Erfolg bei der Tgd. Essen-West können die Sportfreunde Niederwenigern jetzt sogar davon träumen, den Klassenerhalt doch noch ohne Relegation zu schaffen. „Unmöglich scheint’s nicht“, sagte Trainer Jürgen Margref, der mit seinem Team zwei Spieltage vor Saisonende ein Fünf-Punkte-Polster auf den ersten Abstiegsrang hat, eben die Tgd. Essen-West, aber auch nur noch einen Zähler hinter dem SV Burgaltendorf und dem SV Adler Osterfeld liegt.
„Das war schwieriger als gedacht, das muss ich ehrlich zugeben“, erklärte der Coach des Tabellen-13. (32 Punkte, 54:49 Tore). Zwar brachte Niklas Lümmer die Sportfreunde nach 13 Minuten mit 1:0 in Führung, „aber dann meinte der Schiedsrichter, das Spiel spannend machen zu müssen“, sagte Jürgen Margref, der für den Freistoß, der zum 1:1 führte, kaum Verständnis hatte. Schließlich schafften die Gastgeber noch vor der Pause das 2:1 – und Niederwenigern stand zu diesem Zeitpunkt auf einem Abstiegsplatz.
Nach der Pause entwickelte Jürgen Margref dann wieder Sympathien für Jens Laux. Nach dem 2:2, das Nico Plückthun gelungen war, gab der Schiri nämlich einen Foulelfmeter. „Den muss man nicht geben“, sagte der SFN-Coach, nachdem der eingewechselte Thorsten Mand den Strafstoß provoziert hatte. Nico Plückthun traf zum 3:2. Und als die Essener dann nach zwei Gelb-Roten Karten nur noch zu neunt waren, bereitete Thorsten Mand das 4:2 durch Marcus John vor, ehe Daniel Ammersilge kurz vor dem Abpfiff den Schluss­punkt setzte.

Bezirksliga Westfalen, Gr. 14
SC Obersprockhövel – TuS Ennepetal II 2:5, TSG Herdecke – TuS Hattin­gen 3:4, TuS Esborn – FSV Gevelsberg 4:4, VfB Westhofen – SC Berchum/Garenfeld 1:2, Geisecker SV – VfB Schwelm 4:1, CSV SF Linden – DJK/ETuS Schwerte 2:0. Spielfrei: Hedefspor Hattingen, TuS Wengern.

SC Obersprockhövel
Das hatte sich Uli Sieweke ganz anders vorgestellt. Nach der 2:5 (0:3)-Pleite gegen Spitzenreiter TuS Ennepetal II war der Trainer des Tabellendritten SC Obersprockhövel (39 Punkte, 47:35 Tore) mächtig enttäuscht. „Die erste Halbzeit war unterirdisch. Bei uns hat komplett die Einstellung gefehlt“, sagte der 43-Jährige, der der TuS-Zweiten so gerne ein Bein gestellt hätte. Er ärgerte sich unter anderem auch darüber, dass nicht einmal sein sonst so starker Schlussmann Stefan Gosing souverän aufgetreten war und beim 0:1 gepatzt hatte.
Nach dem 0:3-Rückstand wurde es zumindest ein kleines bisschen besser. Das änderte jedoch nichts daran, dass die Obersprockhöveler weiterhin regelmäßig Fehler produzierten. Und so waren das Kopfball-Tor, das Dustin Najdanovic zum 1:3 gelang (55.), und das 2:4 durch den eingewechselten André Kopittke nur Ergebniskosmetik.
Um die gute Hinrunde nicht komplett zu zerstören, sofern das nicht schon geschehen ist, erwartet Uli Sieweke am Donnerstag (24. Mai) eine Reaktion. Dann gastiert der SCO beim Tabellenvierten FSV Gevelsberg (38 Punkte, 52:41 Tore), der seit Sonntag nur noch einen Zähler weniger hat. Anstoß: 20.15.

TuS Hattingen
Marius Kundrotas hatte ohnehin schon ein ganz gutes Gefühl und er wurde nicht enttäuscht. Mit seinen Teamkollegen setzte sich der Spielertrainer des Tabellenelften TuS Hattingen (24 Punkte, 41:50 Tore) mit 4:3 (2:1) bei der TSG Herdecke durch, die jetzt nur noch wegen der um sechs Treffer besseren Tordifferenz auf Rang zehn und dem ersten sicheren Platz zum Klassenerhalt steht.
„Wir haben unsere Willensstärke unter Beweis gestellt“, freute sich der 33-Jährige, der in der Nachspielzeit den Siegtreffer bejubeln durfte, für den er auch die Vorarbeit geleistet hatte. Die Flanke seines Trainers nutzte Dennis Weber per Kopf zum 4:3. Auch in der ersten Hälfte hatte er schon getroffen, ehe dann Oliver Heinrich das 2:0 für den TuS köpfte. Nach dem Wechsel glichen die Herdecker dann zum 2:2 und nach Johann Geiks Treffer auch zum 3:3 aus. Aber dann kam ja noch Dennis Weber.

Bezirksliga Niederrhein, Gr. 3
Sportfreunde Niederweni­gern II – SSVg Velbert 02 II 2:1, SC Velbert II – Heisinger SV 6:1, Schwarz-Weiß Essen II – Mülheimer SV 07 4:2, Rot-Weiß Mülheim – DJK TuS Holsterhausen 3:1, SV Kray 04 – SV 09/19 Kupferdreh 0:9, SC Werden-Heidhausen – TVD Velbert 0:0, Trabzon SKV W.-Heiligenhaus – SC Steele 03/20 1:3, Essener SG 99/06 – SV Union Velbert 5:1.

Sportfreunde Niederwenigern II
Ohne Trainer Mirko Kursinski (Urlaub) behaupteten die Sportfreunde Niederweni­gern II ihr Zwei-Punkte-Pol­ster auf die Abstiegsränge. Dank ihres 2:1 (1:1)-Erfolges über die SSVg Velbert 02 II verbesserten sie sich sogar auf Rang zwölf (30 Zähler, 46:77 Tore) und liegen einen Punkt vor der DJK TuS Holsterhausen sowie – unverändert – zwei Zähler vor der Essener SG 99/06.
Zwar erwischte die SFN-Zweite einen miesen Start und lag nach nicht einmal 60 Sekunden mit 0:1 hinten. Feysel Tastan hatte für die SSVg-Zweite getroffen, die mit ihrem spielenden Co-Trainer Tobias Winterpacht angetreten waren. Aber schon vor der Pause schaffte Florian Weßendorf nach Vorarbeit von Florian Ebert das 1:1 (32.), ehe Martin Rolfes in der 55. Minute das Tor zum 2:1-Sieg markierte, den schließlich in der Schlussphase Torwart Felix Hegemann festhielt.

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