Meramente Brasil: Die WM hat begonnen

Vor einer Bilderwand posierten ein paar junge Frauen für ein Foto-Shooting, die mich einfach mit ins Bild zogen.
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  • Vor einer Bilderwand posierten ein paar junge Frauen für ein Foto-Shooting, die mich einfach mit ins Bild zogen.
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Von Werner Hassler

Der STADTSPIEGEL berichtete bereits über Werner Hassler, der nach den Fußball-Großereignissen in Polen/Ukraine und in Südafrika auch in Brasilien im Organisationsbereich tätig ist. Der Hattinger nutzt auch diesmal wieder die Gelegenheit, den STADTSPIEGEL-Lesern Land und Leute aus seinen täglichen Begegnungen heraus näherzubringen

.

Die ganze Altstadt von Salvador ist jetzt in gelbgrüne Farben getaucht. Den normalen Samba-Wahnsinn, den gibt es eigentlich jeden Tag, aber nun ist es schon extrem. Die altehrwürdigen Kolonialhäuser, die Restaurants, alles ist voll und überall finden sich die brasilianischen Nationalfarben.
Die Bilder, die wir vorher gesehen haben, von Gewalt und Demonstationen sind kaum noch vorhanden.
Weil die Mannschaften grundsätzlich zwei Tage vor dem Spiel am Austragungsort ankommen müssen, sind auch die Spanier und Oranjes, die gestern spielten, früh da gewesen. Sie kamen mit einem riesigen Tross und mit Polizei im Schlepptau – wie bei einem Staatsbesuch. Sie wohnen von meinem Hotel einen Kilometer entfernt.
Unsere deutsche Gäste­gruppe besteht aus etwa 350 Teilnehmern.
Beim Eröffnungsspiel war Salvador im Ausnahmezustand. Das Public Viewing fand im historischen Zentrum statt. Ich bin mit dem Linienbus vom Hotel ins Zentrum gefahren, denn das Spiel mitten zwischen den brasilianischen Fans wollte ich mir nicht entgehen lassen. Die einzigartige, fröhliche Stimmung hat mich fast erschlagen. War noch am Nachmittag vereinzelt von Demonstrationen die Rede, war jetzt am Abend nur noch Feiern angesagt.
Als das erste Tor für die Kroaten fiel, wurde erst gelitten. Doch dann machte Brasilien alles klar mit einem 3:1 und es wurde nur noch gefeiert.
Die Polizei hatte frühzeitig die Straßen abgesperrt und ich bin nicht viel weiter als zum Eingang der Fan-Meile gekommen. Es war so eng in den Straßen, dass ein Vorwärtskommen kaum möglich war. Die Weltmeisterschaft ist hier nun endgültig angekommen und ich glaube, wir können uns noch auf einiges gefasst machen.
Ach ja: Meramente heißt übrigens „megageil“.

Autor:

Dr. Anja Pielorz aus Hattingen

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