Besinnliches von Sven Christer Scholven: "Einfach mal ,Danke' sagen!"

Sven Christer Scholven, Kaplan, St. Peter und Paul, Hattingen
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  • hochgeladen von Roland Römer

D-A-N-K-E. Wer diese fünf Buchstaben in der genannten Reihenfolge zusammensetzt, erhält ein Wort, das viel zu selten benutzt wird. Zumindest habe ich den Eindruck, dass das so ist.
Dabei gibt es täglich so viele Anlässe, um einfach mal „Danke“ zu sagen: „Danke, dass ich heute morgen wach geworden bin und diesen neuen Tag erleben darf.“ „Danke, dass ich mein Leben mit anderen Menschen teilen kann.“ „Danke für die Nahrung auf meinem Tisch.“ „Danke für das Lächeln auf deinem Gesicht.“ „Danke für unsere gemeinsame Zeit.“
Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen.
Wer „danke“ sagt, bringt Wohlgefallen zum Ausdruck. Ich mache deutlich, dass ich mich als Mensch beschenkt weiß. Zugleich ist mein Dank selbst Geschenk an jemand anderen. Kurzum: Danke sagen stiftet Beziehung. Das macht das Wort so wertvoll.
Als Christen wissen wir uns zuerst von Gott beschenkt. Insbesondere, wenn wir als katholische Christen die Eucharistie feiern, erinnern wir uns daran. Das griechische Wort „eucharistein“ bedeutet „danken“. Die „Messe“ ist also die große Feier der Danksagung schlechthin: In den Zeichen von Brot und Wein gibt Gott sich selbst zur Speise. ER verschenkt sich leibhaftig an uns Menschen, damit wir durch IHN, mit IHM und in IHM leben können.
Darum sind Christen idealerweise sehr dankbare Menschen. Es sind Leute, denen die Freude über das Geschenk, das Gott ihnen macht, anzumerken ist. Christen sind Menschen, die das Leben lieben.
„Davon merke ich aber herzlich wenig“, werden Sie jetzt vielleicht einwenden. Ich gebe Ihnen recht: Viele Christinnen und Christen haben leider vergessen, dass ihr Glaube vor allem ein Grund zur Freude und zur Dankbarkeit ist. Selbst kirchliche Amtsträger sind davor nicht gefeit.
Falls Sie Christen kennen, auf die das bedauerlicherweise zutrifft, ärgern Sie sich nicht. Gehen Sie stattdessen selbst mit guten Beispiel voran: Sagen Sie einfach mal wieder „Danke“. Die große Wirkung dieser fünf kleinen Buchstaben wird Sie überraschen.

Eine gesegnete neue Woche wünscht Ihnen
Sven Christer Scholven,
Kaplan, St. Peter und Paul

Autor:

Roland Römer aus Hattingen

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