Hattingen katholisch
Mit Cembalo und 2000 Notenbänden auf dem Weg nach Hattingen

Am 30. November rollt der Umzugswagen des neuen koordinierenden Kirchenmusikers der Pfarrei St. Peter und Paul über 550 Kilometer von Süddeutschland nach NRW. Bereits am 2. und 3. Dezember stellt sich Moritz Unger in den Gottesdienste der Pfarrei vor.

Hattingen. Eine Hausorgel, ein zweimanualiges Cembalo, ein Klavier und allein etwa 2000 Notenbände – wenn ein Musiker wie Moritz Unger umzieht, dann kommt da noch einiges mehr zusammen als beim berühmten Otto Normalverbraucher. Für den 30. November hat der 25-Jährige den Transport all seines Hab und Guts im Kalender stehen. Dann geht es rund 550 Kilometer von Arzberg (in der Nähe von Hof, offiziell in Bayern, was aber bei Franken Protest auslösen würde) nach Hattingen.

Moritz Unger ist ab 1. Dezember der neue koordinierende Kirchenmusiker der Pfarrei St. Peter und Paul Hattingen und folgt in dieser Aufgabe damit Meinolf Denis, der seinen Ruhestand zum Ende November antritt. Am 2. und 3. Dezember wird sich Moritz Unger offiziell – und selbstverständlich musikalisch – in den Gottesdiensten der Pfarrei vorstellen.

Dabei wird er aber nicht zum ersten Mal an Orgeln in den Gotteshäusern der Pfarrei sitzen. In St. Joseph in Welper hat er bisher zwar nur die Akustik des Sakralbaus bewundern können, die er „atemberaubend“ nennt. Aber die Raupach-Orgel in St. Peter und Paul hat der frühere Stiftsorganist des Klosters Andechs schon erklingen lassen.

Und in St. Mauritius in Niederwenigern ist er sogar schon in die Orgel gestiegen und hat ein kleines Teil repariert. „Es gab einen hängenden Ton im Pedalwerk. Der war immer an und ließ sich nicht mehr abstellen“, erzählt Moritz Unger, für den das kein Problem war. Schließlich ist er gelernter Orgelbauer. Seine Ausbildung hat der aus dem Vogtland stammende Musiker vor allem bei Sandtner in Dillingen absolviert.

Seine Begeisterung für die mehr als 100 Jahre alte Stahlhuth-Orgel in Mauritius kann er – auch deshalb – nicht verbergen. „Das ist ein ganz hervorragendes Instrument und bis auf ein paar Umbauten noch weitestgehend original erhalten. Das ist in ganz Deutschland etwas ganz Besonderes und Seltenes“, schwärmt der Kirchenmusiker, der neben seiner 2014 begonnenen Ausbildung zum Orgelbauer parallel in den Jahren 2016 und 2017 Klavier und Orgel in Frankreich studierte.

Dort spezialisierte er sich u.a. besonders auf Orgelimprovisation. „Und gerade für mich als Improvisator bietet die Stahlhuth-Orgel unglaublich viele Möglichkeiten“, sagt Unger über die außergewöhnlichen Klänge, die sich mit diesem Instrument erschaffen lassen.
Erste Kontakte in die Pfarrei hat Moritz Unger in den vergangenen Monaten auch schon geknüpft. Er hat u.a. schon mit den Sängern und Sängerinnen von Constantia Cantorum geprobt und schmiedet schon fleißig Pläne.

Autor:

Pfarrei St. Peter und Paul Hattingen aus Hattingen

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