Von der Lichternacht zum Stadtfest

Die Wirtschaftliche Interessengemeinschaft Sprockhövel (WIS) hatte ihre Mitglieder zur Sitzung eingeladen, um eine Nachlese zur Lichternacht und eine Besprechung zum Stadtfest zu veranstalten. Der Einladung folgten über zwanzig Mitglieder.
von dr. anja pielorz
SPROCKHÖVEL. Die „Lichternacht“ fand in diesem Jahr am Samstag, 23. Juni, statt. Die Idee, die damals aus dem Einzelhandel kam, wurde auch in diesem Jahr wieder einmal zur fast kürzesten Nacht des Jahres umgesetzt. Weil es lange hell blieb, taten die Lichter erst ab 22 Uhr ihre Wirkung.
„Das ist zu spät. Da gehen die ersten schon wieder nach Hause“, kritisiert denn auch Christoph Bremkamp, Vorsitzender der WIS, die Aktion. „Die Idee ist ja gut, aber man muss das anders aufziehen. Und vor allem müssen die Einzelhändler auch in Eigenregie Aktionen durchführen und diese auch bekannt machen. Gern können sich dabei zwei oder drei Händler zusammenfinden, aber wenn man nichts anbietet, dann kommen auch keine Leute“, so Bremkamp.
Er will die Idee nicht sterben lassen und auch die Einzelhändler möchten 2013 weitermachen – nur über das „Wie“ ist man sich nicht einig. Die einen erzielen gute Erfolge beim Bauernmarkt im Frühjahr und möchten diesen nicht sterben lassen. Die anderen wollen die Lichternacht auf keinen Fall mehr so nennen, am Termin im Juni aber festhalten. Wieder andere wollen sie in das Frühjahr verschieben zum Bauernmarkt, um sie nach wie vor Lichternacht zu nennen. Da ist noch Diskussionsbedarf...
Den gibt es auch beim Stadtfest. Aufgrund drohender neuer GEMA-Gebührensätze 2013 soll es bereits in diesem Jahr nur eine große Bühne geben, die in der Mitte der Hauptstraße stehen soll. Das finden die Eheleute Moser weniger gut, denn die haben genau dort ein Modegeschäft und befürchten kein Durchkommen mehr, wenn sich das Publikum vor der Bühne ballt. Da ist noch Diskussionsbedarf...
Auch der Martinszug, der schließlich für Samstag, 10. November, 17 Uhr, terminiert wird, soll in Zukunft anders ablaufen. Alle Kindergärten sollen sich an diem Zug beteiligen und so einen gemeinsamen Martinszug ermöglichen. Auf ihren eigenen Zug soll man dann verzichten, zumal angedacht ist, den Kindergärten jeweils einen Stand zum Verkauf anzubieten.
Erste Gespräche mit einigen Kindergärten hat es gegeben, aber ein Ergebnis steht noch in weiter Ferne. Für dieses Jahr bleibt jedenfalls alles beim alten.
Auch die Weihnachtsstraße geht in den zweiten Versuch am zweiten Wochenende im Advent.
Der Ehrenvorsitzende Reinhard Teich, langjähriger Vorsitzender der WIS, sprach nur auf Nachfrage.

Autor:

Dr. Anja Pielorz aus Hattingen

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