Heiligenhauser Geschichtsverein stellt neues Heft von „Cis Hiliniciweg“ vor
Broschüre macht Geschichte lebendig

Im Museum Abtsküche stellte der Vorsitzende des Geschichtsvereins, Reinhard Schulze Neuhoff (von links), zusammen mit den Autoren den neusten Band von "Cis Hilinciweg" vor: Reiner Stephany, Ruth Ortlinghaus, Hartmut Nolte, Roswitha Eikermann, Rolf Hitzbleck und Rolf Watty.
  • Im Museum Abtsküche stellte der Vorsitzende des Geschichtsvereins, Reinhard Schulze Neuhoff (von links), zusammen mit den Autoren den neusten Band von "Cis Hilinciweg" vor: Reiner Stephany, Ruth Ortlinghaus, Hartmut Nolte, Roswitha Eikermann, Rolf Hitzbleck und Rolf Watty.
  • Foto: Ulrich Bangert
  • hochgeladen von Maren Menke

Mit dem 18. Heft der Reihe „Cis Hilinciweg“ wirft der Geschichtsverein Heiligenhaus einen Blick auf den Beginn des Zweiten Weltkriegs, der 80 Jahre zurück liegt.

Der ehemalige Stadtarchivar Hartmut Nolte zeigt die Schäden auf, die durch britische und amerikanische Flugzeuge verursacht wurden. Abgesehen vom Ende des Krieges, als tieffliegende Jagdbomber „lohnende Ziele“ ins Visier nahmen, war Heiligenhaus kein ausgesuchtes Ziel der alliierten Bomber. Dennoch kam es aus unterschiedlichen Gründen zu Bombenabwürfen: Die Flugzeuge hatten technische Probleme oder wurden angeschossen, so dass es zu Notabwürfen kam, einige Maschinen stürzten über Heiligenhauser Gebiet ab.

Rolf Watty lässt den Leser an seinen Erinnerungen an die Kriegs- und Nachkriegszeit teilhaben, die er als Zehnjähriger in Düsseldorf erlebt hatte. Ruth Ortlinghaus macht auf die Jugend im Dritten Reich aufmerksam, deren Situation vor einigen Jahren von Oberschülern der Gesamtschule eindrucksvoll in dem Film „Heil Heiligenhaus“ dokumentiert wurde. „Etliche CDs davon sind für 15 Euro noch im Club erhältlich.“

Durch die Zeit des Nazi-Terrors wurden die Heiligenhauser Protestanten von dem Pfarrer Wilhelm Stephany begleitet, der es geschickt verstand, das Evangelium so zu verkünden, dass es die braunen Machthaber schwer hatten, gegen ihn vorzugehen. Dennoch litt der bei der Gemeinde sehr beliebte Pastor unter Repressalien, wurde von Polizei und Gestapo als der „Bekennenden Kirche nahe stehend“ eingeordnet. Sein Neffe Reiner Stephany, heute Pfarrer im Ruhestand, hatte seinen Onkel als Heiligenhauser Geistlichen erlebt.
Bleiben wir bei der Kirche: Rolf Hitzbleck hat die Entwicklung der Katholischen Kirchengemeinde in Heiligenhaus dokumentiert, vom Bau der Gotteshäuser bis zur jüngst erfolgten Neugestaltung des Bereichs vor der domartigen Suitbertuskirche, der ganz offiziell „Domplatz“ heißen darf.

Adolf-Hermann Mackrodt berichtet über die Hofermühle und die beiden Steinbrüche, in denen bis 1945 Kalk gewonnen wurde. Als Heiligenhaus zur selbstständigen Gemeinde wurde, gründete Peter Eischeid seine Firma, die als Spedition bundesweit Zeichen in der Logistikbranche setzte. Gleichzeitig blieb der Betrieb Heiligenhaus sehr verbunden. Ruth Ortlinghaus dankt in ihrem Beitrag der Firma für deren Unterstützung des Stadtmarketings.
Roswitha Eikermann würdigte in Nachrufen zwei Persönlichkeiten: August Steinbrink hatte als erster Vorsitzender den Geschichtsverein viele Jahre geprägt und er engagierte sich für die Erhaltung der Mundart. Der Förster Klaus Sternemann, langjähriges Mitglied im Beirat des Geschichtsvereins, setzte sich für den Umweltschutz ein und war ein tatkräftiger Förderer des Umweltbildungszentrums.

Autor:

Maren Menke aus Velbert

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