Hitze im Zirkuszelt
Circus Schnick-Schnack freut sich über eine neue Heizungsanlage

Uwe Chlebos (v.l.), Mitglied im Beirat der Vinci-Stiftung, Jens Laufer und Florian Vestring, Ehrenamtliche beim Circus Schnick-Schnack, sowie Projektpate Christian Tenge von der G+H Isolierung GmbH vor einer der neuen Heizungen des Circus Schnick-Schnack in Herne.
  • Uwe Chlebos (v.l.), Mitglied im Beirat der Vinci-Stiftung, Jens Laufer und Florian Vestring, Ehrenamtliche beim Circus Schnick-Schnack, sowie Projektpate Christian Tenge von der G+H Isolierung GmbH vor einer der neuen Heizungen des Circus Schnick-Schnack in Herne.
  • Foto: Vera Demuth
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Wenn es dem Publikum demnächst im Zelt des Circus Schnick-Schnack so richtig heiß wird, könnte das an der aufregenden Artistik der Nachwuchs-Zirkuskünstler liegen. Es könnte aber auch die neue Heizungsanlage Schuld daran sein.

Von Vera Demuth

Vier neue Heizungen erwärmen jetzt das Haupt- und die beiden Trainingszelte auf dem Gelände an der Eschstraße. Sie ersetzen die alte Heizungsanlage, die der Verein einst gebraucht gekauft hatte. "Die Gebläseheizung ist immer wieder ausgefallen, so dass auch einige unserer Projekte zunehmend eingestellt werden mussten", erläutert Rainer Deutsch, erster Vorsitzender des Vereins Circus Schnick-Schnack.
Das Problem ist auch Philipp (16), der seit 2014 in der Springseilgruppe des Zirkus aktiv ist, nicht verborgen geblieben. "Erst war eine Heizung aus, dann alle vier, und dann war es richtig kalt."
Philipps Vater, Christian Tenge, wiederum war es, der über seinen Arbeitgeber, die G+H Isolierung GmbH, die Finanzierung der neuen Heizungsanlage ermöglichte. Das Unternehmen gehört zum französischen Vinci-Konzern, der seit einigen Jahren eine Stiftung unterhält, und Tenge fungierte als Projektpate und Ansprechpartner für den Zirkus und die Stiftung.
"Wir fördern Sozialprojekte, Kunst und nachhaltige Entwicklungen in Richtung Naturschutz", erklärt Uwe Chlebos, Mitglied im Stiftungsbeirat. Und als er sich die Website des Circus Schnick-Schnack angesehen hatte, war ihm klar: "Das können wir fördern." Nachdem der Förderantrag positiv beschieden worden war, stellte die Vinci-Stiftung dem Herner Zirkusprojekt 20.000 Euro für eine neue Heizungsanlage zur Verfügung.

Ehrenamtliche bauten Heizung ein

Für die Installation der vier Ölgebläseheizungen und den Bau der dafür erforderlichen Heizschuppen mit einem Sicherheitsabstand von fünf Metern zu den Zirkuszelten sorgte der Verein selbst. Etwa 25 Ehrenamtliche packten mit an, und innerhalb von vier Wochen war alles erledigt. "Das ist wirklich Gold wert", freut sich Zirkusdirektor Rainer Deutsch über die Tatkraft der Ehrenamtlichen sowie die fachliche Unterstützung der Firma Vestring beim Einkauf und der Installation, denn sonst wäre die neue Heizung noch ein ganzes Stück teurer geworden.
Die Heizungsanlage läuft übrigens schon seit dem vergangenen Winter und tat beim Wintercircus ihre Dienste. Doch die offizielle Einweihung wurde durch die Corona-Krise vereitelt – genauso wie der Virus auch die übrigen Pläne des Circus Schnick-Schnack durcheinander brachte.

Ferienprogramm soll stattfinden

Just in dieser Woche hätte die Zeltwoche stattfinden sollen, während der die rund 100 Kinder und Jugendliche, die zum Verein gehören, ihrem Publikum in verschiedenen Vorstellungen präsentiert hätten, was sie das vergangene Jahr über trainiert haben. Das Training musste jedoch im März unterbrochen werden. "Seit Mai nehmen wir es stückweise wieder auf", sagt Deutsch.
Die geplanten Projekte in den Osterferien waren davon ebenfalls betroffen, aber in den Sommerferien will der Circus Schnick-Schnack wieder sein übliches Programm anbieten, darunter auch offene Angebote.
Nachdem die Heizungsanlage bereits ausgetauscht wurde, soll dies nicht die letzte Sanierung bleiben. Noch in diesem Jahr möchte der Verein die ebenfalls veraltete Licht- und Tontechnik im Veranstaltungszelt ersetzen, und auch der Austausch der maroden Sitztribüne ist vorgesehen.

Freie Jugendhilfe

Der Circus Schnick-Schnack ist Träger der freien Jugendhilfe und seit 1996 im soziokulturellen Bereich für Kinder und Jugendliche aktiv. Er veranstaltet Projekte und Angebote zur Persönlichkeitsentwicklung von Kinder und Jugendlichen, vor allem für Kinder und Jugendliche, die sozial benachteiligt sind oder einen Migrationshintergrund haben. Insgesamt nehmen etwa 850 Kinder und Jugendliche die Angebote des Vereins wahr.

Autor:

Vera Demuth aus Bochum

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