Grüne stellen Anfrage zur Verminderung an Stadtverwaltung
Plastik in Hilden reduzieren

Vor allem To-Go-Becher aus einfachem Plastik tragen zu einem erheblichen Teil  zum Abfallaufkommen in Deutschland bei.
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Die Reduzierung von Plastikmüll ist ein wichtiger Aspekt zum Umweltschutz. Die Grünen wollen nun wissen, wie es den die Stadt mit der Plastikvermeidung hält.

Hilden. Die Stadt erklärt, dass in der Verwaltung bei den üblichen Büroartikeln das Thema „Plasikvermeidung“ bisher
noch keine Rolle spiele. "Dies gilt auch für Verpackungen und Umverpackungen, die bei Artikeln des täglichen Bedarfs anfallen. Insofern ist die Stadtverwaltung hier bisher noch nicht tätig geworden."
Anders sei dies bei der Eigennutzung und Vermietung von Räumlichkeiten im Bürgerhaus. Dort sei die Verwendung von Einweggeschirr und –besteck untersagt. Die Verwaltung vermiete das Bürgerhaus seit Jahren bei Bedarf mit Porzellangeschirr und Edelstahlbesteck. Dies gelte grundsätzlich auch für den Bürgertreff, in dem ebenfalls Porzellangeschirr und Edelstahlbesteck zur Verfügung stünde. Eine satzungsmäßige Untersagung gibt es hier allerdings nicht. "Um hier die Nutzer besser zu informieren, wird die Verwaltung auf die Untersagung der Verwendung von Einweggeschirr und –besteck künftig ausdrücklich in der Anmeldung der Anmietung und im Gebührenbescheid hinweisen."
Zusätzlich fragten die Grünen nach der Unterstützung der Stadt für Gewerbetreibende (Gastronomen, Einzelhändler etc.), Vereine, Verbände und weitere Institutionen durch entsprechende Informationsangebote (Infoveranstaltungen, direkte Ansprache etc.) bei der Umstellung auf plastikarme und –freie Produkte. Die Verwaltung verweist darauf, dass die Abfallberatung für Gewerbetreibende in der Zuständigkeit des Kreises Mettmann liege". Diese sei auch tätig geworden und habe entsprechende Faltblätter zur Information entwickelt. "Auch die Abfallberatung für Privathaushalte in der Stadt Hilden hält diesbezüglich entsprechende Informationen bereit. Hierzu gibt es Infoblätter, die regelmäßig aktualisiert werden. Eine darüber hinausgehende aktive Beratung ist im Einzelfall möglich, erfolgt bisher grundsätzlich aber nicht", teilt die Stadt mit.
Bezüglich der Substitution der besagten Plastikeinwegartikel dürften aber auch keine größeren Beratungsmaßnahmen erforderlich sein, da sich das Bewusstsein in dieser Hinsicht schon seit Jahren in Veränderung befinde. Bei Festen und Veranstaltungen auf öffentlichen Flächen werde vom Ordnungsamt der Stadt Hilden im Rahmen der Sondernutzungsgenehmigung folgende Auflage erteilt: „Aus Gründen des Umweltschutzes und der damit einhergehenden Verschmutzung der Sondernutzungsfläche bei der Verwendung von Weichplastiken und Einwegdosen hat die Ausgabe von Getränken in wiederverwendbaren Gefäßen (Porzellan, Glas, Hartplastik) zu erfolgen. Für die Reinigung dieser wiederverwendbaren Gefäße ist eine Spülgelegenheit mit fließendem Wasser vorzuhalten.“
Ein Verbot der Glasnutzung bestehe dagegen am Rosenmontag in der Glasverbotszone Am Hagelkreuz.
"Nach Veröffentlichung der EU-Richtlinie haben die Mitgliedstaaten zwei Jahre Zeit, die Maßnahmen in nationales Recht umzusetzen. Erheblich reduziert werden sollen Einmal-Essensverpackungen und Einmal-Besteck aus Plastik sowie deren Zubehör. Ab 2030 sollen sämtliche Plastikflaschen zu mindestens 30 Prozent aus recyceltem Material bestehen. Die EU Richtlinie enthält aber keine verbindlichen Reduktionsziele für den Verbrauch von sonstigen To-Go-Einwegbechern, die das EU-Parlament ursprünglich gefordert hatte. Gerade diese Produkte tragen erheblich zum Abfallaufkommen in Deutschland bei", heißt es abschließend.

Vor allem To-Go-Becher aus einfachem Plastik tragen zu einem erheblichen Teil  zum Abfallaufkommen in Deutschland bei.
Die Ratsfraktion der Hildener Bündnisgrünen wollte es wissen: Wie verhält sich die Verwaltung in Sachen Plastikvermeidung oder zumindest Verringerung?
Autor:

Lokalkompass Langenfeld - Monheim - Hilden aus Monheim am Rhein

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