Breitband in Iserlohn soll weiße Flecken erschließen

Während für die Industrie- und Gewerbegebiete die Anbindung an ein schnelles Internet sehr wichtig und im Märkischen Kreis auch bereits vorangeschritten ist, sollen zukünftig auch private Kunden in den 15 Städten im Kreis mit einer Breitbandverbindung versorgt werden.

Auch die Stadt Iserlohn ist daran interessiert, die Wohngebiete mit einer schnellen Internetverbindung zu versorgen. „Das Wirtschaftsmodell 4.0 sieht immer mehr Arbeiten aus dem eigenen Haus vor, egal ob aus dem Home Office oder dem heimischen Planungsbüro. Eine schnelle Datenübertragung ist für die Zukunft von enormer Wichtigkeit“, zeigt die Bundestagsabgeordnete Christel Voßbeck-Kayser auf.
Während Breitbandverbindungen für Gewerbegebiete Sache der Landesförderung ist, liegt die Erschließung der Wohngebiete im Bereich des Bundes. Im Rahmen des Förderprogramms konnte sie nun Iserlohns Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens den bewilligten Bescheid des Förderantrags mit der Höchstsumme von 50.000 Euro übergeben.
„Dieses Geld dient ausschließlich den Planungs- und Beratungsmaßnahmen. Hier arbeiten wir mit dem Projektleiter für den Märkischen Kreis der Telekommunikationsgesellschaft TeKaGe, Tilo Deckert, zusammen, der nun die weiteren Schritte einleiten kann“, erklärt Dr. Ahrens den weiteren Verlauf.

Dabei geht es um ein Markterkennungsverfahren, in welchen Bereichen ein besonderer Bedarf besteht, und ein Interessenbekundungsverfahren, bei dem mögliche Kunden befragt werden, inwieweit sie das neue Angebot nutzen würden. „Dabei müssen wir genügend Kunden zusammenbekommen, um eine gewisse Punktzahl für den Stadtteil zu erreichen. Wir sprechen da über 40 Prozent der Anwohner, die dieses Breitbandangebot nutzen wollen“, sagt Tilo Deckert.
In Iserlohn geht es dabei zum Beispiel um Wohngebiete in Sümmern, Stübbeken, aber auch der Iserlohner Innenstadt. „Als privates Unternehmen hat sich die Telekom für Iserlohn beworben, um in einigen Gebieten selbst diesen Ausbau voranzutreiben. Überall da, wo dies nicht geschieht, kommen wir ins Spiel“, erklärt Deckert. Christel Voßbeck-Kayser ergänzt: „Wir werden dadurch viele weiße Flecken schließen können.“

Bis Ende Juli will Tilo Deckert eine Vorlage schaffen, die dann Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt vorgelegt werden soll. Wenn dem Antrag zugestimmt werden sollte, wird der Bund die Umsetzung des Breitbandausbaus in Iserlohn mit weiteren fünf bis 15 Millionen Euro fördern. Der gesamte Ausbau soll dann in den nächsten zwei bis drei Jahren fertiggestellt sein.

Autor:

André Günther aus Iserlohn

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