Letmather Bürgerbewegung kommt in Schwung

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Um kurz vor 21 Uhr stand am Donnerstagabend fest, dass es in Letmathe eine Bürgerbewegung „Für Letmathe“ geben wird.
Gerade einmal zwei Enthaltungen waren zu registrieren. „Damit nehmen wir unsere Arbeit auf“, stellten Udo Gantenbrink, kommissarischer Vorsitzender im Heimatverein für noch maximal ein Jahr, und Ulrich Luther, graue Eminenz in der Letmather Werbegemeinschaft, fest. Sie stehen der Bürgerbewegung vor und hoffen auf eine breite Unterstützung in der Bevölkerung, „wenn es darum geht, die Letmather Interessen gegenüber der Stadt Iserlohn besser und zügiger als bisher zu vertreten.“ Ulrich Luther: „Mein Ziel sind 3000 Letmather, die die Bürgerbewegung unterstützen.“ Über hundert schriftlich fixierte Bekennerformulare sollen bereits bis zum Wochenende vorliegen.
„Heute geht es nur um Letmathe und unsere Interessen“, ließ Ulrich Luther eingangs der Sitzung wissen und stellte fest, „dass Letmathe viele Neider hat.“ Warum? „Nun“, so Luther, „hier funktioniert halt Vieles.“ Und was bringt das Duo Gantenbrink/ Luther so auf die Palme? „Dass viel versprochen worden ist.“ CDU-Mann Hartmut Bogatzki untermauerte das Empfinden: „Die Verwaltung hat ohne die Politik beispielsweise das Genna-Objekt beim Regionale-Wettbewerb zurückgezogen.“ Öl ins Feuer der Bürgerbewegung goss denn auch Bogatzkis Anmerkung zum städtischen „Vorzeigeobjekt Südliche Innenstadt“: „Die Verwaltung, besonders Bürgermeister Ahrens, möchte die Südliche Innenstadt. Ob es hilft?“
Bogatzki kam in Fahrt und lobte: „Gut, dass Druck entsteht.“
Gantenbrink sieht die Bürgerbewegung als „Bindeglied und als Sprachrohr Letmather Interessen.“ Wieder Hartmut Bogatzki: „Nach dem Bürgertreffen im Saalbau hat die Verwaltung in Sachen Bahnhof Aktivitäten gezeigt.“
Als einer der letzten Redner fragte Werbegemeinschafts-Vize Rainer Großberndt, „ob Letmathe wirklich verkauft wird?“ und schlussfolgerte: „Wir müssen an einem Strang ziehen, Ideen sammeln und Druck erzeugen.“
Das sah die überwältigende Mehrheit der rund 50 Anwesenden auch so, votierte für die „Bürgerbewegung Für Letmathe“ und legte die weiteren Maßnahmen in die Bollwerk-Hände das Aktiv-Duos Gantenbrink und Luther.

Angemerkt

Die i-Tüpfelchen-
Rettung

Saalbau-Chef Helmut Bathe war einer der ganz Wenigen am Donnerstagabend auf der Sitzung der neuen Bürgerbewegung, der „nicht alles schlecht sehen“ wollte, „was in Letmathe gemacht worden ist.“ Aber auch er schloss sich letztlich der großen Mehrheit an und votierte für die Bürgerbewegung.
Wer das Duo Luther/ Gantenbrink kennt, weiß auch, dass die Iserlohner Verwaltung ab sofort unter ständiger Scharf-Beobachtung stehen wird. Letztlich sind beide auch Meister in Sachen Mobilisierung. Des christdemokratischen Beistandes gegen den SPD-Bürgermeister Ahrens dürften sich die Bürgerbewegungs-Verantwortlichen auch sicher sein. Somit kann sich die Iserlohner Verwaltung darauf einstellen, dass die „i-Tüpfelchen-Rettung“ kein laues Lüftchen werden wird.

Autor:

Rainer Tüttelmann aus Iserlohn

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