Land sichert Geld: Klassen können wieder auf Fahrt gehen

Die Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums in Bönen konnten auf einer Klassenfahrt nach Paris fahren. Die meisten Schulen in Kamen, Bergkamen und Bönen planen auch für die Zukunft regelmäßige Fahrten. | Foto: Marie-Curie-Gymnasium Bönen
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  • Die Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums in Bönen konnten auf einer Klassenfahrt nach Paris fahren. Die meisten Schulen in Kamen, Bergkamen und Bönen planen auch für die Zukunft regelmäßige Fahrten.
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Die Lehrer in Kamen, Bergkamen und Bönen können sich schon mal Gedanken um die nächste Klassenfahrt machen: Das Schulministerium hat 6,75 Millionen freigegeben. Noch 2013 sahen viele schwarz.

Im vergangenen Jahr war der bisher verpflichtend vorgesehene Verzicht auf die Reise­kostenerstattung für Lehrer weggefallen. Daraufhin mussten die Schulen darauf achten, dass das Programm für das komplette Schuljahr die Höhe des Reisekostenetats nicht übersteigt. Viele befürchteten, dass nun zahlreiche Fahrten nicht stattfinden könnten.

Die Schulen in Kamen, Bergkamen und Bönen haben bei ihren Klassenfahrten zum Glück keine größeren Probleme. „Wir mussten unser Fahrtenkonzept neu überdenken. Zum Glück hat das Land aufgestockt. So können wir unser traditionelles Fahrtenkonzept aufrechterhalten“, erklärt Ernst-August Kirchberg, Schulleiter des Marie-Curie-Gymnasiums in Bönen. Das Geld wird abhängig von den Schülerzahlen nach einem feste Schlüssel verteilt. Auch das Städtische Gymnasium in Kamen muss sein Fahrenprogramm nicht minimieren, sagt Schulleiter Georg Gahlen. An der Fridtjof-Nansen-Realschule in Kamen haben die Lehrer zum Teil die Fahrten selber bezahlt, so Schulleiter Peter Wehlack. „Bei uns ist noch keine Fahrt gescheitert.“

Unterschiedlich viele Klassenfahrten

Jede Schule hat unterschiedlich viele Klassenfahrten. Zahlreiche Möglichkeiten gibt es am Marie-Curie-Gymnasium: Es gibt unter anderem Sprachfahrten nach England, Schneesport-Unterricht, und eine Historikerfahrt nach Berlin. Am Städtischen Gymnasium Kamen gibt es drei Fahren in der 5. und der 9. Klasse sowie in der Oberstufe. Die Fridtjof-Nansen-Realschüler fahren in der 5., 7. und 10. Klasse.

An der Freiherr-vom-Stein-Realschule in Bergkamen führt nur der Abschlussjahrgang eine mehrtägige Fahrt durch. „Die unteren Klassen machen Ein-Tages-Fahrten“, so Schulleiterin Petra Middelmann. Grund sei aber nicht das geänderte Konzept oder die Haushaltspolitik. „Das machen wir schon seit zehn Jahren so“, erklärt die Schulleiterin. Die Realschule Oberaden hat zwei Klassenfahrten, wie Schulleiter Godehard Stein beschreibt. „In der 6. Klasse gibt es eine Kennenlernfahrt, in der 10. Klasse eine Studienfahrt“, sagt er. Zudem gibt es regelmäßige Fahrten nach England. Grund für die Unterschiede ist natürlich auch, dass die Realschule zwei Jahrgänge weniger hat.

Alles ist natürlich nicht möglich. „In letzter Zeit gilt der Trend: Je weiter, desto besser. Das geht leider nicht mehr. Meist verreisen wir innerhalb Deutschlands“, so Kirchberg. „Das finden die Oberstufenschüler zwar nicht immer so schön, haben sich aber darauf eingestellt.“

Freiplätze für Lehrer sind oft eingeplant

Generell fahren auch Lehrer gerne auf Klassenfahrt mit. „Zwar gibt es auch einige, die nicht so gerne mitfahren, aber vor allem die Jüngeren machen das gerne“, erzählt Scharzad Sultani, Elftklässlerin des Städtischen Gymnasiums Kamen. Viele Veranstalter bieten Freiplätze an, die für die Lehrer genutzt werden können. „Wir versuchen, über solche Freiplätze die Kosten zu minimieren“, erklärt Gahlen. „Wir haben keine Not, Lehrer zu finden“, so auch Kirchberg.

Autor:

Tobias Weskamp aus Kamen

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