Kermisdahl und Spoykanal - Kleves Grün/Blaue Ader durch die Stadt
Was macht Kleve mit seinem Kermisdahl und Spoykanal?

von re: Dietrich Cerff, Detlev Koken, Walter Hoffmann, Thomas Velten, Herbert Looschelders
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Was macht Kleve mit seinem Kermisdahl und Spoykanal? Das ist die eine Frage, die andere wäre: Was kann man wie machen? Diese Fragen stellen sich die Grünen in Kleve schon seit langer Zeit und haben auch schon einige Vorschläge bei der Stadt eingebracht. Am vergangenen Sonntag gab es zu dieser Thematik eine Fahrradtour entlang des Kermisdahls und Spoykanals. Detlev Koken von den Klever Grünen stellte die Grünen Ideen zu einer Grün-Blaue-Klever-Ader vor. Viele andere Städte haben sich bereits wieder ihren Gewässern zugewendet, die zuvor als Schifffahrtsweg oder Abwasserrinnen für Industriegebiete dienten, und diese für die Naherholung denaturiert und das sollte auch in Kleve möglich sein. Fachmännische Unterstützung gab es durch Dietrich Cerff (NABU-Naturschutzstation Niederrhein), der anschaulich darstellte was im Bereich Kermisdahl und Spoykanal möglich sein kann. Und so ganz nebenbei fand Herr Creff am Kanal den seltenen Erdbeerklee, der auf der Roten Liste gefährdeter Pflanzenarten geführt wird.

Wasserqualität
Die Wasserqualität ist nicht die beste. Dies zeigt sich auch durch vermehrtes Algenwachstum und die Stadt ist auch immer wieder damit beschäftigt die Algen zu entfernen. Die Ursache für das Algenwachstum ist schnell ausgemacht, es liegt am Zufluss, die Wetering. Das Einzugsgebiet Wetering liegt in der Gemeinde Bedburg-Hau, in einem durch ein intensiv landwirtschaftlich geprägten Gebiet. Durch intensive Düngung gelangen Nährstoffe wie z. B. Nitrat/Phosphat in die Wetering und fördern das Algenwachstum. Algen produzieren zwar tagsüber Sauerstoff, doch nachts wird er von den Algen wieder aufgezehrt und so verringert, dass es zum Sauerstoffmangel kommt und das Gewässer dann umkippt. Eine weitere Ursache der schlechten Wasserqualität liegt an der Zuführung von ungeklärtem Oberfächen- und Straßenwasser das durch die Stadt Kleve dem Kermisdahl/Spoykanal zugeführt wird. So gut wie alle Zuführungen, auch über die große Kaskade gelangen ungereinigt ins Gewässer. Herr Cerff dazu: Die Stadt ist dringend gefordert tätig zu werden und im Rahmen der Gewässerreinhaltung auch dazu verpflichtet.
Für die schlechte Wasserqualität ist auch der geringer werdende Wasserzufluss der Wetering verantwortlich und gerade auch durch die Dürre der letzten Jahre.

An der Luisenbrücke
In Höhe der Luisenbrücke könnte der Kermisdahl aufgeweitet, eine Flachwasserzone bis zur Birnenallee eingerichtet werden. Bepflanzt mit Uferwasserpflanzen könnte dies ein Beitrag zur besseren Wasserqualität sein und auch ein Gewinn für die Insektenwelt, so Cerff.

Am Bleichen
Hier haben die Grünen bereits vor zwei Jahren einen Plan vorgestellt zum Rückbau der Straße, so Detlev Koken. Hier soll ein parkähnliches Gelände entstehen und entlang des Kanals ein Radweg führen. Nach dem Abbruch des alten Hallenbades soll das Gelände, auch aus historischer Sicht, nicht mehr bebaut werden. Dazu, s. Plan "Visualisierung Projekt Begegnungsmeile“ letzte Abbildung.

Kanal an der Briener Straße
Cerff: Hier kann der Kanal in einigen Bereichen aufgeweitet werden, Flachwasserzonen entstehen. Ein abrutschen der Böschung ist alleine schon durch die Breite des Geländes nicht zu befürchten. Zudem müssten die eisernen Spundwände auch nicht ganz entfernt werden, sie könnten „tiefer gelegt“ werden wodurch zusätzlich ein abrutschen verhindert wird. Hilfreich: das Gelände befindet sich im städtischen Besitz.

Briener Schleuse
Für den Abriss der denkmalgeschützten Schleuse stehen über 13 Mio. Euro im Raum. Als Ersatz muss dann ein neues Schöpfwerk im Zuge der Deicherneuerung gebaut werden. Danach gäbe es keine schiffbare Verbindung zum Griethausener Altrhein und zum Rhein. Es gibt jedoch auch andere Varianten, die eine neue kleinere Schleuse vorsehen. Im Klever Haupt- und Finanzausschusses am Mittwoch soll es dazu eine Vorlage geben. Leider ist im Ratsportal keine Vorlage dazu vorhanden, es soll wohl eine Tischvorlage sein. Da dürfen wir gespannt sein, was dabei herauskommt.

Die Klever Grünen wollen nun eine Arbeitsgruppe „Kermisdahl und Spoykanal - Kleves Grün/Blaue Ader durch die Stadt“ ins Leben rufen. Der Ortsverband Bedburg-Hau wird sich in diese Arbeitsgruppe mit einbringen. Die Arbeitsgruppe steht auch für alle anderen offen und wer sich daran beteiligen möchte, kann sich bei den Klever Grünen melden. ortsverband@gruene-kleve.de.

Autor:

Günter van Meegen aus Bedburg-Hau

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