Erntedank mal anders - Landwirte grüßen Verbraucher
„Wir ackern für euch“

Hinter den freundlichen Puppen stecken auch ernste Botschaften.
  • Hinter den freundlichen Puppen stecken auch ernste Botschaften.
  • Foto: Kreisbauernschaft Kleve e.V.
  • hochgeladen von Tim Tripp

Erntedank wird dieses Jahr im Kreis Kleve auf eine andere Art gefeiert: Mit großen Strohpuppen an Straßenrändern grüßen die Landwirte ihre Verbraucher und bereiten auf das Ende des landwirtschaftlichen Jahres vor, berichtet die Kreisbauernschaft Kleve e.V.

Kreis Kleve. Die aktuelle Corona-Pandemie hat zur Folge, dass viele Veranstaltungen, wie Erntedankempfänge oder Umzüge, nicht wie gewohnt stattfinden können. Mit ihrer ungewöhnlichen Aktion wollen die Bauern im Kreis Kleve jedoch trotzdem zeigen: Die Ernte ist eingebracht! Organisiert wird das Ganze von den Landwirten und der Landjugend.

Ernste Botschaft

Hinter den freundlichen Puppen stecken jedoch auch ernste Botschaften. „Regional schmeckt besser“, „Wir machen Artenschutz – du auch?“ oder „Wir ackern für euch“ heißt es da zum Beispiel auf großen Plakaten, die an den Puppen befestigt werden. Damit möchten die Landwirte auf viel diskutierte Themen aufmerksam machen, die auch über das landwirtschaftliche Jahr hinaus weiterhin für Diskussionen sorgen werden.

Aufforderung zum Dialog

„Es ist eine Aufforderung zum Dialog, aber auch der Hinweis auf Themen wie den Artenschutz, die wir gesamtgesellschaftlich anpacken müssen“, berichtet die Kreisbauernschaft Kleve. Die lückenlose Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln während der Corona-Pandemie hat gezeigt und zeigt noch immer, dass die Landwirtschaft zu Recht als systemrelevant gilt.
„Landwirte schauen daher selbstbewusst in die Zukunft und wollen Themen anpacken. Über notwendige Veränderungen muss man jedoch sprechen und auch deutlich machen: Möchten wir etwas bewirken und auch in den kommenden Jahren ein frohes Erntedank feiern – dann müssen wir diese Veränderungen gemeinsam angehen und die gesamtgesellschaftliche Verantwortung anerkennen“, so die Kreisbauernschaft.

Autor:

Tim Tripp aus Kleve

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