„Berlin, Berlin!“ - Lünen Löwen träumen vom Pokal-Erfolg

Von Bernd Janning

Lünen. Glückt den Westfalenliga-Fußballer des Lüner SV die Sensation? Ziehen sie zum zweiten Mal in ihrer Geschichte in die Hauptrunde des lukrativen DFB-Pokals ein? Die Hürde ist hoch. Drei Siege müssen noch her.
Der DFB-Pokal ist nach der Deutschen Meisterschaft der zweitwichtigste Wettbewerb. Er wurde ab 1935 bis 1943 zuerst als Tschammer-Pokal ausgetragen, benannt nach dem Initiator, dem damaligen Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten. Damals nahmen 4000 Teams teil. Nach dem 2. Weltkrieg ging es 1953 mit RW Essen als ersten Gewinner weiter. Erster Sieger überhaupt war 1935, der FC Schalke, aktueller Titelträger, bei nur noch 64 Startern, ist Eintracht Frankfurt.
Für die 1. Hauptrunde sind die je 18 Vereine der 1. und 2. Liga sowie die ersten 4 Klubs der 3. Liga zum Ende der Vorsaison qualifiziert. Dazu kommen 24 Teams, die Sieger der 21 Verbands-Pokale und drei Vereine aus den Landesverbänden mit den meisten Herren-Teams. Dies sind Westfalen, Bayern und Niedersachen.
Klaus Overwien, Pokalspielleiter für Westfalen, erklärt: „Für Westfalen wird der zweite Teilnehmer zwischen dem bestplazierten West-Regionalligisten und dem Meister der Oberliga Westfalen ermittelt. Wird Rödinghausen Westfalen-Pokalsieger, rückt der zweitbeste Regionalligist nach. Wird Schalke Oberliga-Meister, müssen die 04er als zweite Mannschaft eines Bundesligisten verzichten. Es rückt der Tabellenzweite, derzeit TuS Ennepetal, nach.“
Theoretisch könnte sich jeder unterste Kreisligist über den Kreis-, teils auch Bezirks- und Verbandspokal für die DFB-Hauptrunde bis hin zum Endspiel, das seit 1985 und mindestens bis 2020 im „deutschen Wembley“, dem Berliner Olympia-Stadion stattfindet, qualifizieren. Wer hatte nicht schon den Schlachtruf „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ auf den Lippen.
Jeder Starter der 1. DFB-Hauptrunde erhält mindestens 140.000 Euro. Mit Einzug in jede weitere Runde wird diese Summe um etwa das Doppelte höher. Der Sieger erhält über 7,5 Euro.
Ein zweites Mal vor dem Einzug in die DFB-Hauptrunde steht der Lüner SV in diesem Jahr. Er muss dabei fast Unmögliches möglich machen. Nämlich im Viertelfinale (Samstag, 24. 11., 13.30 Uhr, Schwansbell) den Regionalligisten SV Rödinghausen besiegen.
Dieser hat spätestens nach dem knappen 1:2 vor wenigen Tagen im Spiel der Hauptrunde der letzten Saison gegen den Bundesligisten Bayern München Geschmack am Pokal gefunden.
In Viertelfinale des Westfalenpokals messen sich auch Lippstadt und Haltern, Verl und FC Gievenbeck sowie 1. FC Kaan Marienborn gegen SC Wiedenbrück. Gewinnen die Lüner auch das Halbfinale, das laut Overwien Ende Januar oder Anfang Februar ausgelost wird, ist mit einem Sieg im Endspiel zum zweiten Mal in Vereinsgeschichte die DFB-Pokal-
der Vereinsgeschichte die DFB-Pokal-Hauptrunde erreicht. Verl und Wiedenbrück sind Regionalligisten, die anderen Klubs Oberligisten. Der Lüner SV darf noch träumen.
Die Träume können Wirklichkeit werden, legen die Lüner Löwen mindestens die Leistung wie beim 1:0 und 2:1 in den ersten Pokalrunden über die beiden Oberligisten Holzwickeder SC und Hammer SV hin. Vielleicht sind bis dahin alle Verletzungssorgen vergessen, können diese Rot-Weißen, die für viele noch als schlafender Riese gelten, für größte Überraschungen sorgen.

Westfalen-Pokal

Lünen. Mit 9 Titeln ist der SC Paderborn Rekordsieger. Der Wettbewerb wird seit 1981 ausgetragen. Der Sieger qualifiziert sich für die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals.

07/08: Pr. Münster - Fichte Bielefeld 3:0
08/09: SC Pr. Münster- SF Lotte 3:1 n.E.
09/10: SC Verl - TuS Erndtebrück 1:0
1. Runde: BV Brambauer - VfL Schwerte 6:4
2. Runde: Wanne-Eickel - BV Brambauer 5:2
10/20: SC Wiedenbrück - RW Ahlen 3:1
1. Runde: Erkenschwick - BV Brambauer 4:3
11/12: Arminia Bielefeld - Pr. Münster 2:0
12/13: A. Bielefeld - Wiedenbr. 3:1
1. Runde: BV Brambauer - Fortuna Herne 2:0
Lüner SV - FC Nordkirchen 3:1
2. Runde: SG Wattenscheid - BV Bramb. 5:1
FC Brünninghausen - Lüner SV 7:0
13/14: SC Preußen Münster - SF Siegen 3:0
14/15: Sportfreunde Lotte - SC Verl 4:3
1. Runde: Westf. Rhynern - BV Brambauer 3:0
15/16: SG Wattenscheid - RW Ahlen 3:0
16/17: SC Paderborn - SF Lotte 3:1
1. Runde: BSV Schüren - Lüner SV 2:1
17/18: Paderborn - Erndtebrüc k 4:2
18/19 1. Runde: Lüner SV - SV Brackel 3:2
SV Rödinghausen - SF Lotte 3:2
2. Runde: Lüner SV - SV Holzwickede 1:0

W. Rhynern - SV Rödingh. 4:5 n.E.
3. Runde: Lüner SV - Hammer SV 2:1
SV Rödinghausen - Pr. Münster 2:1
1/4-Finale: LSV -Rödinghausen 24.11., 13.30 DFB-Pokal
1. Hauptrunde 1977
Lüner SV - SG Ellingen/Bonefeld 0:1 n.V.

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