"Falsche Polizisten" zocken Autofahrer wegen angeblicher Geschwindigkeitsverstöße auf Autobahnen ab

Die Polizei  warnt vor einer dreisten Betrugsmasche durch "Falsche Polizisten". Nach ersten Erkenntnissen scheint aktuell eine Tätergruppe auf Autobahnen unterwegs zu sein. Die Personen halten die Betroffenen mit einer roten Kelle an und geben vor, einen Geschwindigkeitsverstoß sanktionieren zu wollen. Weil sie kein EC-Kartengerät dabei hätten, werde nur Bargeld akzeptiert. Die Täter agieren stets im Dunkeln.

mit Blaulicht angehalten

Die ersten beiden Fälle passierten in der Nacht zu Montag (19. Juli). Ein Mann - unterwegs auf der A 45 in Richtung Frankfurt - meldete sich gegen 0:35 Uhr bei der Polizei und berichtete, dass er auf einem Rastplatz Rölveder Mühle bei Schalksmühle mit Blaulicht angehalten worden sei. Eine Geldübergabe fand allerdings nicht statt.

Nur drei Stunden später hielt ein schwarzer BMW auf der A 45 in Richtung Dortmund in Höhe Lüdenscheid ein Fahrzeug an und sagte dem Fahrer, er sei zu schnell gefahren. Wegen eines Geschwindigkeitsübertritts von 65 km/h müsse der Geschädigte jetzt 440 Euro Sicherheitsleistung zahlen. Der Mann zahlte 80 Euro an und bekam keine Quittung. Anschließend fuhr der BMW mit den angeblichen Polizisten wieder auf die A 45 in Richtung Dortmund auf. Der falsche Polizist hatte laut des Geschädigten nach oben/hinten gegelte Haare, keine Brille, keinen Bart und trug ein Polizei-T-Shirt.

In der Nacht zu Mittwoch (21. Juli) jetzt der dritte derartige Fall: Gegen Mitternacht hielt erneut ein schwarzer BMW zwei Männer auf dem Standstreifen der A 44 in Richtung Paderborn an. Der angebliche Vorwurf diesmal: 40 km/h zu schnell, 140 Euro Bußgeld - und man akzeptiere nur Bargeld. Die Männer gaben an, kein Geld dabei zu haben, woraufhin die falschen Polizisten weiter fuhren. Die Beschreibung des Tatverdächtigen:

- männlich, schlank
- ca. 20 bis 30 Jahre alt
- blonde, kurze Haare
- FFP2-Maske
- Jeanshose und dunkelblaues T-Shirt mit weißer Polizeiaufschrift
auf dem Rücken

Wichtig:

Die Polizei würde von Ihnen nur im begründeten Ausnahmefall Bargeld verlangen. Bestehen Sie in jedem Fall auf eine Quittung. Außerdem hält die Polizei Sie niemals ausschließlich mit der roten Polizeikelle an. Hinten im Heckfenster ist mindestens auch die LED-Matrix mit den Worten "STOPP - Polizei - Bitte folgen!" zu sehen. Die zivilen Kolleginnen und Kollegen von der Autobahnpolizei zeigen nach dem Anhalten sofort und unaufgefordert den Dienstausweis vor.

Merken Sie sich das Kennzeichen des Fahrzeuges, das Sie angehalten hat. Sollten Sie auch nur den geringsten Zweifel haben, fragen Sie nach der Dienststelle und rufen Sie dort an, um das zu überprüfen.

Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen Amtsanmaßung.

Autor:

Siegfried Schönfeld aus Marl

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